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Leistenprobleme: Der Einsatz von Routinier Benjamin Fister (li.) im heutigen Heimspiel des TuS Geretsried gegen Ismaning ist gefährdet. Weil weitere Verteidiger ausfallen, ist Coach Beham zum Improvisieren gezwungen.

TuS Geretsried: Personalsorgen gegen Krösus Ismaning

Geretsried – Vor einer schweren Aufgabe stehen die Fußballer des TuS Geretsried an diesem Wochenende. Denn mit dem FC Ismaning ist am heutigen Samstag um 15 Uhr der Topfavorit der Landesliga Südost im IsarauStadion zu Gast.

„Ein sehr, sehr spielstarker Gegner kommt auf uns zu. Wir dürfen Ismaning nicht viele Räume geben. Für uns gilt es, sich gut zu verkaufen“, meint TuSTrainer Florian Beham. Der Tabellenführer ist ungeschlagen und hat vier Punkte Vorsprung auf den FC Deisenhofen. Lediglich zum Auftakt ließ die Mannschaft von Coach Xhevat Muriqi beim 1:1 in Manching Punkte liegen. Danach folgte eine Serie von sieben Siegen, darunter torreiche Begegnungen gegen Rosenheim (6:0) und zuletzt gegen Planegg (5:0).

Es scheint, als hätten sich die Ismaninger nach zwei Abstiegen aus der Regional- und Bayernliga stabilisiert. Aufgrund neu erschlossener finanzieller Quellen konnte sich der Klassenprimus erheblich verstärken. Prominentester Neuzugang ist Basti Fischer von den Amateuren des FC Bayern München. Der zentrale Mittelfeldspieler bestritt in den vergangenen drei Jahren 68 Partien in der Regionalliga und erzielte dabei 13 Treffer. Unheimlich wichtig für den FC war auch die Rückkehr von Mijo Stijepic. Der 36-Jährige war in den jüngsten beiden Spielzeiten für den Regionalligisten TSV Buchbach am Ball. Aus Buchbach kam auch Stürmer Alexander Auerweck nach Ismaning, und mit Torhüter Emilio Pingitore kehrte nach Gastspielen in Dachau, Eching und Hallbergmoos ein alter Bekannter zurück. Vor dem ungleichen Duell Landesliga-Aufsteiger gegen Ex-Regionalligist sind Florian Beham die Innenverteidiger ausgegangen. Christoph Herberth ist immer noch verletzt, und Florian Kapfhammer hat sich in den Urlaub verabschiedet.

Marinus Poschenrieder und Benjamin Fister, der vor seinem Gastspiel in Bad Tölz diesen Posten viele Jahre lang bekleidet hat, haben sich jeweils Leistenzerrungen zugezogen. Sollten beide Akteure ausfallen, wird der TuS-Trainer improvisieren müssen. Das aber sollte nicht das Kernproblem sein. „Wir werden mit Sicherheit keinen Angsthasen-Fußball spielen. Aber im Vergleich zu unserem Match gegen Hallbergmoos müssen wir in puncto Einsatz, Laufbereitschaft und Leidenschaft eine Schippe drauflegen. Denn wenn man Ismaning mit seinen vielen technisch guten Ausnahmekönnern spielen lässt, wird es happig“, betont Beham. Der Coach spekuliert darauf, dass seine Elf möglichst lange ein 0:0 hält. „Wir müssen in die Partie gut hineinfinden. Wenn wir in der Folge noch mit unserer Offensive Nadelstiche setzen, kann so ein Match vielleicht einen unverhofften Verlauf nehmen.“

Dem übermächtigen Gegner einen Punkt abzuringen, wäre sicherlich ein Grund zum Feiern für den TuS. Zumal die Abteilungsleitung alle Helfer, die Anfang Juli beim Freundschaftsspiel zwischen dem TSV 1860 München und dem FC Basel dabei waren, nach dem Match zu einer Brotzeit einlädt.

TuS Geretsried Placentra – Lang, Poschenrieder (?), Baki, Schubert, Lautenbacher, Sacher, Mi. Bachhuber, Ma. Bauchhuber, Berwein, Huber, Latanskij; Fister (?), Buchner, Buchmair, V. Krüger, Klein, M. Fischer, Otte.

Quelle: fussball-vorort.de

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