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Ausgebremst wurde der Wolfratshauser Jakub Vetrovec (Mi.) in dieser Szene von den Reichersbeurern Christian Alramseder und Klaus Steinbacher (SCR). Das Derby endete 1:1.

Kein Sieger zwischen Wolfratshausen und Reichersbeuern

Gögler nach Remis: „Mit Fußball hatte das nicht viel zu tun“

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Der TSV Wolfratshausen und der SC Reichersbeuern trennen sich nach zerfahrenem Spiel mit einem 1:1-Remis. 

Wolfratshausen/Reichersbeuern Falko Zimmermann hatte viel zu erklären nach dem Spiel. Bis der Schiedsrichter endlich unter die Dusche kam, musste er rund ein Dutzend Mal erzählen, warum er den Kopfball eines Wolfratshauser Abwehrspielers zu seinem Torwart als unerlaubte Rückgabe wertete und deshalb den Gästen einen Freistoß im Wölfe-Strafraum genehmigte. Johannes Fichtner nutzte nämlich die unerwartete Gelegenheit: Sein abgefälschter Schuss fand in der 74. Minute den Weg zum 1:1-Ausgleich für den SC Reichersbeuern ins Tor des TSV Wolfratshausen.

Der in der Entstehung wie in der Ausführung etwas kurios zustande gekommene Treffer passte irgendwie zu einem Spiel, das Gästetrainer Maxi Gögler als „ziemlich zerfahren“ und damit ziemlich treffend bezeichnete. Die Gastgeber fanden gegen die junge Reichersbeurer Truppe anfangs besser ins Spiel, benötigten aber ebenfalls eine Standardsituation für den Führungstreffer. Bei einem Eckball für Wolfratshausen griff Klaus Steinbacher nach Ansicht des Unparteiischen zu ungestüm nach dem Trikot von Alexandru Giurgiu. Den daraus resultierenden Strafstoß verwandelte Giurgiu ziemlich abgeklärt zum 1:0. „Wir haben sehr gut angefangen, aber nach rund 20 Minuten die Linie verloren“, sagte TSV-Trainer Stephan Berger, der keine Erklärung fand, warum das Spiel in der Folgezeit vor allem von Nickligkeiten auf beiden Seiten geprägt wurde. „Mit Fußball hatte das nicht viel zu tun“, fand SC-Coach Gögler.

Beide Mannschaften agierten im Mittelfeld kompakt und kompromisslos. Vor den Toren passierte nicht viel Zwingendes. „Irgendwann ist es dann ins Dreckige gekommen“, so Gögler, „das war völlig unnötig.“ Die schmutzigen Aktionen fanden ihren Höhepunkt in den Schlussminuten, als Girugiu von Anian Reifenstuhl zunächst leicht attackiert wurde, wofür sich der Wolfratshauser Torschütze dann mit einem Schubser revanchierte. Der Schiedsrichter zeigte Giurgiu die rote Karte und schickte Reifenstuhl mit Gelb-rot vom Platz.

Als auf dem Rasen bereits das nächste Spiel begonnen hatte, erklärte der Referee zum x-ten Mal seinen Pfiff vor dem Reichersbeurer Ausgleich. Ein Wolfratshauser Abwehrspieler habe den Ball ohne Not hoch in den eigenen Strafraum gespielt, ein anderer daraufhin per Kopf zu seinem Torwart zurückgeköpft – der den Ball mit beiden Händen aufnahm. Und das sei nicht erlaubt. Die Fragezeichen in den Gesichtern der Wölfe-Spieler wurden dadurch allerdings nicht kleiner.   

TSV Wolfratshausen – SC Reicherbeuern 1:1 (1:0)

Tore:1:0 (16.) Giurgiu, 1:1 (74.) Fichtner.

TSV Wolfratshausen: Otte – Morina, Vetrovec, Damm, Steinberger, Tokdas, Giurgiu, Garbe, Schleicher, Kneuer, Aygün. Eingewchselt: Schmidt, Drechsel, Lederer.

SC Reichersbeuern: Mangold – Schaffer, Jaensch, Alramseder, Steinbacher, Reifenstuhl, Melf, Mayer, Frauenrieder, Scharf, Fichtner. Eingewechselt: Harrer, Keilwerth.

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