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Die Rote Karte gegen Buchner brachte Coach Behams Taktik durcheinander.

Muriqi schwänzt Pressekonferenz

Ismaning nutzt Geretsrieds Lapsus

TuS Geretsried - Der FC Ismaning gewinnt mit 3:1 bei gut mitspielenden Geretsriedern. Buchner sieht die Rote Karte.

Auch wenn der TuS Geretsried sein Heimspiel gegen den FC Ismaning am Samstag mit 1:3 (0:1) verlor: Der Tabellenführer war nicht unbedingt eine Nummer zu groß für den Landesligaaufsteiger. Vielmehr waren es nur der eine oder andere Lapsus, den der Ex-Regionalligist routiniert zu nutzen wusste. Beispielsweise beim Führungstreffer (33.) durch Freistoßspezialist Bastian Fischer. TuS-Keeper Gianluca Placentra ordnete seine Mitspieler, spekulierte kurz und machte selbst noch einen Schritt zur Seite. Mit der Folge, dass er in die Flugbahn des Balles nicht mehr eingreifen konnte.

Die Hausherren zeigten sich aber keineswegs geschockt, setzten nun selbst Akzente. Maximilian Berwein ließ zwei Gegenspieler aussteigen, verfehlte das Gehäuse nur knapp. Den möglichen Ausgleich hatte Moritz Fischer auf dem Fuß. Von Christian Sacher bedient, landete sein Schuss als Aufsetzer am Querbalken.

Gleich nach dem Wiederanpfiff erwies sich Johann Latanskij – wie schon zuletzt in Hallbergmoos – als Unglücksrabe: Aus bester Position traf der Stürmer ebenfalls nur die Latte (50.). Vier Minuten später klärte Benedikt Buchner eine Hereingabe von Alexander Auerweck auf der Linie. Im Fallen schnellte die Hand des 20-Jährigen reflexartig zum Ball. Das bedeutete Platzverweis für den Außenverteidiger und Elfmeter für den Klassenprimus, den dessen Kapitän Maximilian Siebald sicher verwandelte. „Eine unglückliche Situation. Ab diesem Zeitpunkt war die Partie für uns gelaufen“, stellte Florian Beham fest.

Der Geretsrieder Trainer musste vor dem Match ohnehin wieder improvisieren, nachdem mit Benjamin Fister und Marinus Poschenrieder zwei weitere Innenverteidiger kurzfristig ausfielen und daher Youngster Vincent Krüger zu seinem Punktspieldebüt kam. Beham wählte daher ein 4-5-1-System, um im Zentrum etwas Übergewicht zu haben. Gegen das dezimierte Geretsrieder Team gelang Ismanings Neuzugang Auerweck (TSV Buchbach) in der 59. Minute der dritte Treffer. Beeindruckend war jedoch, dass sich die Platzherren nicht hängen ließen. Am Ende gelang Berwein auf ein Superzuspiel von Hannes Huber der Ehrentreffer (77.).

„Der Rückstand zur Pause war natürlich saudumm. Trotzdem haben wir gut weitergespielt. Das Resultat ist vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen. Aber dafür können wir uns nichts kaufen“, meinte Geretsrieds Co-Trainer Dirk Habian. Ismanings Coach Xhevat Muriqi erschien leider nicht zur obligatorischen Pressekonferenz nach dem Match.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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