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Kreisklasse 2: Rot-Weiß lehnt die Favoritenrolle im Derby ab - Ascholding beim TuS II

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Die FFG ohne Drei: Hinter dem Einsatz von Martin Cichy (re.) steht ein Fragezeichen. Zeljko Csikos (Mitte) ist verletzt und Florian Meindl (li.) im Urlaub. Am Sonntag sind die Geretsrieder in Eurasburg zu Gast.
Die FFG ohne Drei: Hinter dem Einsatz von Martin Cichy (re.) steht ein Fragezeichen. Zeljko Csikos (Mitte) ist verletzt und Florian Meindl (li.) im Urlaub. Am Sonntag sind die Geretsrieder in Eurasburg zu Gast. © rudi stallein

Bereits heute kommt es in der Kreisklasse zum Bad Tölzer Derby zwischen Rot-Weiß und dem SV. Die SG Aying kam hingegen nicht über ein Unentschieden hinaus.

Bad Tölz - Bereits heute kommt es in der Kreisklasse zum Bad Tölzer Derby zwischen Rot-Weiß und dem SV. Die SG Aying kam hingegen nicht über ein Unentschieden hinaus.

SG Aying/Helfendorf - FF Geretsried 1:1 (0:1)

Zwar konnten die Fußball-Freunde ihre knappe Pausenführung nicht ins Ziel bringen, dennoch zeigt sich Christos Georgiadis nach dem Remis in Aying nicht unzufrieden. „Das Ergebnis ist in Ordnung“, sagt der FFG-Coach und stellt fest: „Aying ist eine richtig gute, kompakte Mannschaft.“ Trotzdem ging die erste Halbzeit an die Gäste, die Torchancen des Gegners nur durch Standards zuließen und selbst zwei, drei Hochkaräter nicht nutzten, ehe Dominik Zelt eine Freistoßkombination zur 1:0-Führung (28.) abschloss.

Nach dem Seitenwechsel kippten die Spielanteile zugunsten der Gastgeber, die auf den Ausgleich drängten und damit in der 60. Minute Erfolg hatten. „Nach der Pause waren wir nicht mehr so präsent“, räumt Georgiadis ein. Zwar boten sich gegen Ende des Spiels Gelegenheiten für einen „Lucky Punch“, die Moritz Frank und Kilian Sauer aber nicht nutzen konnten. „Deshalb geht der eine Punkt in Ordnung“, so Georgiadis.  (Rudi Stallein)

TuS Geretsried II - SV Ascholding/Thanning (Sa., 13 Uhr)

Beim Blick auf die Tabelle ist die Frage nach dem Favoriten schnell beantwortet. Die Gäste schnuppern als Aufsteiger nach der ersten Hälfte der Hinrunde Höhenluft, während die TuS-Reserve „nicht richtig auf die Füße kommt“, wie Heinz Tochtermann feststellt. Dennoch blickt der Ascholdinger Coach der Partie mit einer gewissen Skepsis entgegen. „Das wird ein unberechenbares Spiel. Der Gegner weiß ja, dass er was tun muss“, so der Trainer. Zumal diverse Unwägbarkeiten hinzukommen. Einerseits bleibe abzuwarten, wie sich der verletzungsbedingte Ausfall von Max Rieger (Knöchelprellung) auswirkt. Anderseits bestehe die Möglichkeit, dass die Partie auf dem für Ascholding ungewohnten Kunstrasen ausgetragen werde. „Aber wir sind darauf vorbereitet“, so Tochtermann. „Wir wollen jedenfalls das Maximale herausholen.“

Das zu verhindern wird das Bestreben der Gastgeber sein, die mit lediglich drei Punkten aus sechs Spielen auf einem Abstiegsrelegationsplatz stehen. „Ich sehe schon Perspektiven für die nächsten Wochen“, gibt sich Cheftrainer Martin Grelics trotz der aktuellen Misere zuversichtlich, dass das Tabellenbild nur eine vorübergehende Momentaufnahme darstellt. „Klar ist, dass auch mit der Zweiten Mannschaft in dieser Saison nur darum geht, die Klasse zu halten“, betont Grelics. Für das Unterfangen könnte ein Sieg gegen den Aufsteiger einen Push geben. Grund zu Optimismus liefert zudem die Tatsache, dass sich die personelle Situation deutlich verbessert. „Das ist eine Mannschaft, die Paroli bieten kann“, sagt der Coach mit Blick auf den aktuellen 14-Mann-Kader.  (Rudi Stallein)

SV Eurasburg-Beuerberg - FF Geretsried (So., 14 Uhr)

Für Andreas Mathäus wird die Partie am Sonntag vermutlich eine besonders emotionale Angelegenheit: Rund 13 Jahre waren die Fußball-Freunde seine sportliche Heimat. „Ich bin total motiviert“, gibt der Eurasburger Coach zu. Das erste Punktspiel gegen seinen Ex-Verein sei „schon ein besonderes Spiel“. Anders als das Vorbereitungsmatch, zu dem man sich im Sommer verabredet hatte und das der SVE mit 0:4 verlor. „Da hatten wir einen miserablen Tag erwischt, aber Testspiele zählen sowieso nicht“, so Mathäus. Da orientiert er sich lieber am jüngsten Auftritt seiner Elf in Egling. Zwar verloren die Eurasburger, „aber da hat jeder alles gegeben. Da kann ich der Mannschaft nichts vorwerfen. Am Ende hat halt das Glück gefehlt“, sagt der Trainer. Darauf aufbauend soll nun gegen seinen alten Klub der erste Saisonsieg her: „Ich glaube, dass der Knoten platzt, wenn wir endlich ein Spiel gewinnen.“

Auch die Gäste haben für das Spiel beim Tabellenletzten drei Punkte eingeplant. „Das ist das Ziel“, bestätigt Christos Georgiadis. Gleichzeitig warnt der FFG-Trainer davor, den Gegner angesichts der Tabellensituation und in Erinnerung des 4:0-Testspielsiegs auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass in der Liga jeder jeden schlagen kann. Es gibt keine Schießbude.“ Deshalb empfehle er seiner Mannschaft, sich nicht im Glauben zu wiegen, das Spiel locker gewinnen zu können. „Es wird genauso schwer wie in Aying und wir werden das Spiel genauso ernst angehen müssen“, weiß Georgiadis. Allerdings sei auch klar: „Wir gehen mit breiter Brust ins Spiel.“  (Rudi Stallein)

SC Rot-Weiß Bad Tölz - SV Bad Tölz (Sa., 14 Uhr)

Für eine klare Rollenverteilung ist in diesem Jahr vor dem Tölzer Stadtderby gesorgt. Die Rot-Weißen sind Tabellenzweiter und liegen nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Bayrischzell, während der SV durch ein 2:0 über Rottach-Egern gerade den ersten Saisonsieg eingefahren und sich ein Stück aus dem Tabellenkeller gearbeitet hat. „Bei jedem anderen Spiel würde ich die Favoritenrolle annehmen, nicht aber wenn es sich um ein Derby handelt“, meint jedoch RW-Coach Tarkan Demir. Er traut der jungen, neu formierten SV-Truppe einiges zu und erwartet durch deren jüngsten Erfolg einen absolut stark motivierten Gegner. „Doch wir sind bislang ungeschlagen und wollen es auch bleiben. Drei Punkte sind unser Ziel“, hält Demir mit seiner Forderung nicht zurück. Zwei Dinge findet er dabei besonders wichtig: „Eine geschlossene Mannschaftsleistung und nicht über ehrgeizig das Vorhaben anpacken.“

SV-Pressesprecher Lukas Hintermeier respektiert die Gastgeber als Favoriten, macht aber deutlich: „Deshalb ist die Partie noch lange nicht entschieden. Unsere Mannschaft spielt Fußball, um zu punkten. Ein Unentschieden ist das Ziel – vielleicht auch ein bisserl mehr.“ Hintermeier selbst kann wegen einer Verletzung aus dem Rottach-Match nicht dabei sein. Auch Verteidiger Anton Balbirz ist aus schulischen Gründen verhindert. Und dennoch ist der Klubsprecher zuversichtlich: „Bei uns herrscht eine sehr starke Stimmung. Der Sieg hat uns beflügelt, alle sind heiß.“ Fehlen wird auch Trainer Daniel Heidemann, der sich in den Urlaub verabschiedet hat. Hicham Aqabli wird wohl als Spielertrainer eine Doppelfunktion übernehmen.  (Hans Demmel)

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