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Stehen sich oft selbst im Weg: Die Fußball-Freunde mit Maximilian Paeplow (Mi.) – hier im Zweikampf gegen die Gaißacher Rainer Größwang (li.) und Thomas Pföderl – wollen Herzblut ins Derby gegen Olympic legen. 

Kreisklasse 2 Zugspitze: kompakt

FF Geretsried im Derby gegen Olympic Geretsried auf Wiedergutmachung aus

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Die Spiele der Kreisklasse 2 Zugspitze im Überblick.

FF Geretsried – Olympic Geretsried (Sa., 14.30 Uhr)

Nach dem frustrierenden 3:5 gegen Rottach (die FFG hatten schon 3:0 geführt) hofft Chris Chvalina im Derby gegen den Ortsrivale auf Wiedergutmachung. „Bei allen Spielen, die wir verloren haben, sind wir uns selbst im Weg gestanden. Wir sind mit dem Kopf nicht bei der Sache“, moniert der FFG-Coach, dass es seinem Team nicht immer gelingt, die Leidenschaft einzubringen, die für den Erfolg nötig ist. „Aber meist gewinnt die Mannschaft, die mehr Herzblut reinlegt.“ Das muss er für das Geretsrieder Derby vermutlich nicht explizit einfordern. „Da wird jeder alles reinlegen, was er hat“, mutmaßt Chvalina.

Diese Hoffnung hegt auch Gästetrainer Tasso Fytanidis, dessen Team in Punkto Einsatzbereitschaft vorige Woche beim 2:2 gegen den TuS Geretsried II überzeugt hat. „Wenn wir so auftreten wie dort in der zweiten Halbzeit, haben wir eine Chance, zu gewinnen“, sagt der Olympic-Coach. Und ein Sieg wäre mal wieder an der Zeit, denn darauf warten die Geretsrieder Griechen inzwischen seit sieben Spielen. „Das ist viel zu viel“, hadert der Trainer mit den jüngsten Resultaten. „Wenn wir oben mitspielen wollen, müssen wir dieses Spiel gewinnen“, so Fytanidis. Chvalina, der beim Derby von Dominik Zelt vertreten wird, hofft dass das Engagement bei seiner Elf ein anderes ist, als gegen Rottach. „Wir haben nach dem letzten Dämpfer die Chance, zu zeigen, was wir können“, so der FFG-Trainer. „Aber wenn die Leidenschaft nicht stimmt, ist es fast aussichtslos.“   

TuS Geretsried II – SC Gaißach (So., 13.30)

Der erhoffte Wandel hat in Gaißach nach dem Trainerwechsel noch nicht eingesetzt. Aber mit den kleinen Veränderungen zeigt sich Stefan Simon durchaus zufrieden. „Ich bin positiv überrascht, wie die Spieler neue Ideen aufnehmen und ehrgeizig hinterfragen. Sie ziehen voll mit, das ist nicht selbstverständlich“, betont der Interimscoach. „Wir können uns nicht beschweren, die Jungs sind gut dabei.“ Nur mit den Ergebnissen sei er nicht zufrieden: 0:1 hieß es gegen RW Bad Tölz, 2:2 trennte man sich zuletzt vom SV Bad Tölz. Dennoch reist der Tabellenvorletzte hoffnungsfroh zum Tabellenvierten. „Die ganze Liga ist ein bisschen vogelwild“, kommentiert Simon diverse Ergebnisse dieser Saison. Warum solle nicht der SCG mal eine Überraschung liefern: „Wir rechnen uns schon etwas aus, sonst bräuchten wir ja nicht hinfahren.“

Dass es kein leichtes Unterfangen wird, schwant auch Cem Acikbas. „Die werden alles daran setzen, um die letzte Chance zu nutzen, um vom Tabellenende wegzukommen“, rechnet der TuS II-Coach mit erheblicher Gegenwehr seitens der Gäste. Zuversicht auf einen eigenen Erfolg zieht Acikbas aus der Tatsache, dass seine Elf „auf unserem Kunstrasen noch kein Spiel verloren“ habe. Das wolle man beibehalten und „mit einem positiven Ergebnis in die Winterpause gehen.“ Anders als die Gäste kann Acikbas mit der Hinrunde zufrieden sein: „Wenn alles gepasst hätte, wäre mehr drin gewesen, aber angesichts unserer personellen Situation passt der aktuelle Tabellenstand.“   

SG Hausham – BCF Wolfratshausen II (So., 14.30 Uhr)

Zum Saisonauftakt schickte die Wolfratshauser Reserve den Kreisliga-Absteiger mit einem 0:1 nach Hause. Es blieb die einzige Niederlage der SG Hausham, die seit dem vergangenen Wochenende die Tabelle anführt. „Wir wollen uns auch dort gut verkaufen und das Spiel positiv für uns gestalten“, hofft Stefano Monachetti auf eine weitere Überraschung gegen den Aufstiegsaspiranten. Dagegen spricht die eklatante Auswärtsschwäche der Farcheter mit lediglich zwei Punkten aus sieben Spielen. „Ich hätte mir schon ein paar Punkte mehr gewünscht“, räumt der BCF II-Trainer ein. Ob das ausgerechnet beim Spitzenreiter gelingt, ist fraglich. Deshalb schraubt Monachetti seine Erwartungen zurück: „Wir wollen nicht verlieren.“   

SC Rot-Weiß Bad Tölz – SG Aying-Helfendorf (So., 14 Uhr)

Ein „schweres Kampfspiel“ erwartet Coach Tarkan Demir, wenn seine Rot-Weißen die SG empfangen. „Die haben anfangs geschwächelt, spielen aber mittlerweile vorne gut mit“, so der RW-Trainer: „Sie werden sich sicher für die 0:6-Klatsche revanchieren wollen, die wir ihnen in Helfendorf beigefügt haben.“ Personell hat Demir diesmal ein paar Baustellen. So hat sich Kapitän Benedikt Rinshofer in den Urlaub verabschiedet, Max Barthel und Torhüter Siegi Bahner sind noch angeschlagen. „Da müssen wir mit Kampf und großer Laufbereitschaft dagegenhalten“, so der Coach, denn: „Wir wollen die drei Punkte in Tölz behalten. Da wir in der Tabelle vorne mit dabei sind, wollen wir dort auch zumindest bis zur Winterpause bleiben.“   

SV Bad Tölz – DJK Darching (Sa., 15.30 Uhr)

Keine guten Erinnerungen hat der Tölzer Co-Trainer Tobias Bernwieser an die Begegnung gegen Darching: „Die haben uns bei der 0:4-Niederlage überrannt.“ Aber nicht der Spielverlauf von damals alleine ist der Grund weshalb Bernwieser bei diesem Aufeinandertreffen mit einem Punkt zufrieden wäre. „Bei uns läuft vieles nicht richtig rund im Moment. Der eine Spieler kommt aus einer Verletzungspause zurück, da fällt der Nächste aus.“ Mit ein Grund für den Coach weshalb auch ein 2:0-Vorsprung gegen Gaißach nicht zum Sieg reichte: „In der Schlussphase fehlt die Kraft.“ Darching hat Bernwieser als kampfstarke Truppe im Gedächtnis: „Da musst du über die gesamte Spielzeit dagegenhalten, und das dürfte schwierig genug werden.“ Zumindest Tahir Dalgin und Ardian Geci gehören nach verletzungsbedingter Pause wieder zum Kader.   

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