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Matchwinner und zweifacher Torschütze: Olympic-Stürmer Andre Maier (rotes Trikot) setzt sich energisch gegen FF-Verteidiger Fabian Radosevic durch.

Kreisklasse 2 Zugspitze: kompakt

Olympic Geretsrieds Derbyheld gegen FF Geretsried heißt Andre Maier

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Die Partien der Kreisklasse 2 Zugspitze im Überblick.

FF Geretsried – Olympic Geretsried 1:2 (1:1)

Aufatmen bei Olympic, Frustverlängerung bei den Fußball-Freunden: Während die Gastgeber wie schon in der Vorwoche trotz gutem Beginn und früher Führung erneut eine Niederlage auf eigenem Platz kassierten, freuten sich die Gäste nach sieben sieglosen Wochen über „einen ganz wichtigen Dreier“, wie Trainer Tasso Fytanidis nach Spielschluss erleichtert feststellte. In einem Punkt waren sich beide Trainer einig: Die spielentscheidende Szene war der Ausgleichstreffer in der 45. Minute. Nach einem Foul nahe der Seitenauslinie trat Andre Maier den Ball von halb rechts um die Mauer herum ins kurze Eck. „Bis dahin war es für uns gut gelaufen“, sagte FF-Vertretungscoach Dominik Zelt, dessen Team durch Kamill Kramski (10.) in Führung gegangen war und in der Folgezeit mehr vom Spiel hatte. „Aber nach dem Ausgleich waren die Köpfe wieder unten, die Motivation war weg“, sagt der FFG-Coach. Bei Olympic hingegen sorgte das Tor kurz vor der Pause für einen Energieschub. „Wir haben in der ersten Halbzeit im Spiel nach vorne überhaupt keinen Druck gemacht, das wollten wir in der zweiten Halbzeit ändern“, meint Olympics Spielertrainer Fytanidis, der seinen Einsatz nach acht Minuten wegen einer Knieverletzung beenden musste. Nach vergeblichen Versuchen von Selim Alas und Dominik Kühberger wuchtete Maier den Ball in der 55. Minute im Nachschuss erneut ins Tor der Fußball-Freunde. Die größte Chance, den 2:1-Vorsprung auszubauen, vergab Mehmet Ates, als er fünf Minuten vor Schluss aus fünf Metern das Ziel verfehlte. „Wir haben uns leicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Da war kein Aufbäumen mehr, die Leidenschaft hat mir in der zweiten Halbzeit gefehlt“, so das Fazit von Dominik Zelt, der eingestehen musste: „Olympic wollte den Sieg mehr.“ SV Bad Tölz – DJK Darching 0:2 (0:1)

Die Quecksilbersäule kann sich kaum noch an der Null-Grad-Grenze vorbeimogeln – die frostige und ebenfalls fußballfreie Zeit beginnt. „Und das ist auch gut so“, betont Tobias Bernwieser, Co-Trainer des SVT. Der Frust sitzt tief bei den Tölzern, die nach dieser Niederlage wieder in den Tabellenkeller, also in die Relegationszone, abgerutscht sind. „Wir waren nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft“, stellt Bernwieser klar, „aber es hat leider am letzten Quäntchen Siegeswillen gefehlt. Und an einem treffsicheren Torschützen wie Felix Schneider, der beide Darchinger Treffer erzielte (42./90. +2). Auf Tölzer Seite waren zwar Fatih Kocyigit und Faton Sefaj nahe am Torerfolg dran, aber der Ball nicht drin; Alex Baumgärtner traf nur den Pfosten. „Es hätte schon in die richtige Richtung gehen können, zumindest im ersten Durchgang“, resümiert Bernwieser, „aber wegen der vielen Verletzten ist uns am Ende auch etwas die Kraft ausgegangen.“ Nun sei die Stimmung ziemlich im Keller. „Gut, dass endlich Winterpause ist.“   
TuS Geretsried II – SC Gaißach 2:0 (1:0) 

Dank eines Doppelpacks von Dieter Kloos feierte die Geretsrieder Reserve einen Arbeitssieg gegen die abstiegsbedrohten Gaißacher. Die hatten zu Beginn die besseren Chancen und hätten mit etwas mehr Coolness im Abschluss leicht in Führung gehen können. Die größte Gelegenheit ließ Johannes Waldherr nach zwölf Minuten ungenutzt, als er nach einer Tändelei von Meriton Alasani plötzlich nur noch TuS-Keeper Sebastian Untch vor sich hatte, aber am Tor vorbei schoss. Zehn Minuten später vereitelte Untch eine Chance von Franz Hartl. „Wir hatten die klareren Chancen, aber im Abschluss waren wir zu hektisch“, monierte SCG-Trainer Stefan Simon. Effektiver bei der Chancenverwertung zeigte sich der Gastgeber: Nach einer Ecke passte Kapitän Christoph Klein scharf vors Tor, wo Dieter Kloos aus dem Gewühl heraus zum 1:0 (32.) traf. Nach dem Seitenwechsel gab es die besseren Chancen zunächst für die Gäste. Johannes Schlosser platzierte freistehend einen Kopfball neben das Tor, Matthias Beutelrock scheiterte mit einem Freistoß vom Strafraumeck an Untch (62.), und Thomas Lugmair jagte den Ball volley weit über das Tor. „Die zweite Halbzeit war offen. Da hätte sich über ein 1:1 auch keiner beschweren dürfen“, stellt SCG-Interimscoach Stefan Simon fest. Aber bekanntlich gilt im Fußball die Regel: Wer vorne keine Tore macht, fängt sich hinten welche ein. Das war aus Sicht der Gäste in der 87. Minute zum zweiten Mal der Fall. Bei einer Hereingabe von Maximilian Lechner brauchte Kloos in der Mitte nur noch den Fuß hinzuhalten. „Dass es schwer werden würde, war uns klar“, sagte TuS-Coach Cem Acikbas nach Spielschluss. „Das Wichtigste ist, dass wir mit einem passenden Ergebnis in die Winterpause gehen.“   

SG Hausham – BCF Wolfratshausen II 1:1 (1:1)

Wie schon beim 1:0-Sieg im Hinspiel erwies sich die Farcheter Reserve auch zum Rückrundenauftakt für Hausham als Spielverderber. Zwar gingen die Gastgeber durch ein Kopfballtor von Kilian Siglreitmaier in Führung (22.), aber die Gäste antworteten prompt, ebenfalls per Kopfball, den Mamziz Koroma (34.) zum 1:1-Ausgleich ins Netz bugsierte. In der zweiten Halbzeit verlor Wolfrathausen zunächst Keeper Alexander Schröferl (61.), der mit einer Knieverletzung vom Platz ging und von Co-Trainer Stefano Monachetti ersetzt wurde. Die letzten 15 Minuten mussten die Gäste zu zehnt auskommen, weil Lars Nummer Gelb-Rot sah. Es reichte dennoch zum Punktgewinn, weil die Gäste „gekämpft haben wie die Löwen“, wie Trainer Gerhard Keilwerth erfreut feststellte: „Jeder hat alles gegeben, was im Tank noch drin war.“   

Rot-Weiß Bad Tölz – SG Aying-Helfendorf 4:0 (1:0)

Was Tarkan Demir zuletzt gegen Darching so gar nicht geschmeckt hatte, das war gegen die Spielgemeinschaft wieder optimal. „Die Einstellung hat von der ersten Minute an gepasst“, freute sich der Tölzer Trainer. „Ich bin zu 100 Prozent zufrieden.“ Ein paar Prozent Abstrich nahm Demir dann doch vor: „Die Torausbeute war nicht optimal.“ Lediglich Gbondo Marrah traf in den ersten 45 Minuten (24.). „Viel zu wenig“, befand Demir. Alleine Branislav Turecek hatte zwei, drei Hochkaräter auf dem Fuß, verstolperte diese dann aber doch noch. Und beim Knaller von Max Geisler (35.) wäre in der Bundesliga vermutlich das Video-Assistent-Center in Köln befragt worden: Von der Unterkante sprang das Leder wieder ins Feld. Doch nach dem Seitenwechsel holten die Rot-Weißen das Versäumte nach. Turecek (49.) erhöhte auf 2:0, danach waren die Ayinger mausetot. „Die hatten in der zweiten Hälfte keine einzige Chance“, stellte Demir klar. Geisler belohnte sich schließlich doch noch selbst mit dem 3:0 (76.) für seine fleißige Offensivarbeit (zwei Vorlagen). Den Schlusspunkt setzte Riccardo Giacalone (80.) kurz darauf. Mit Fug und Recht könnte der Aufsteiger nun auf Platz zwei überwintern. Doch der Fußball-Verband hat in zwei Wochen noch das Nachholspiel in Hausham angesetzt. „Gerade das Spitzenspiel“, hadert Demir, „das wäre doch so ein schöner Auftakt im Frühjahr.“ Vielleicht hat der BFV ja ein Einsehen.   

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