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Servus Trainer: Torschütze Florian Lange (2. v. li.) und die Eurasburger sorgten dafür, dass der scheidende Coach Klaus Brand (li.) bei seinem letzten Spiel viel Spaß hatte.   

Kreisklasse 3 Zugspitze: kompakt

Perfekter Abschied für Klaus Brand beim 7:4-Erfolg des SV Eurasburg-Beuerberg

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Die Partien der Kreisklasse 3 Zugspitze im Überblick.

SV Eurasburg-Beuerberg – SC Huglfing 7:4 (5:1)

Mit einem Torfestival verabschiedete sich der SV Eurasburg-Beuerberg von seinem Trainer Klaus Brand. Der Coach, dem schon ein paar Tage vor der letzten Partie des Jahres mitgeteilt worden war, dass man nicht mehr mit ihm plane (Bericht folgt), hatte vor allem in den ersten 45 Minuten Spaß am Spiel. Zwar konnten die Gäste die 1:0-Führung durch einen von Felix Gellner verwandelten Foulelfmeter (12.) rasch ausgleichen (23.). Doch Florian Lange (27.), erneut Gellner (36.), Michael Endres (42.) und Ralf Knobloch (44.) sorgten für klare Verhältnisse. Dachte man. Denn während die Gastgeber nun einen Gang rausnahmen, beherzigte Aufsteiger Huglfing die verbale Halbzeitschelte ihres Trainers Anton Heichele: Nach drei Treffern binnen 18 Minuten hieß es nur noch 5:4. „Nach der Pause haben die Spieler wohl gemeint, es langt schon“, monierte Brand die aufkommende Nachlässigkeit. Stefan Manhart (71.) und Gellner mit seinem dritten Treffer (81.) machten dann alles klar. „Hauptsache ein Dreier“, freute sich Brand. „Die Mannschaft muss sich nichts nachsagen lassen und kann jetzt beruhigt in die Winterpause gehen.“   

WSV Unterammergau – TSV Benediktbeuern 1:2 (0:2)

13 Spieltage, also die gesamte Vorrunde, war die Festung Unterammergau uneinnehmbar. Doch just beim letzten Auftritt des Jahres schossen die Beurer das Bollwerk an der B 23 sturmreif. „Das war nicht bloß so dahingewurschtelt“, berichtet TSV-Trainer Willi Link und verneint Analogien zum schmeichelhaften 0:0 im Hinspiel vehement. „Wir haben die Partie klar dominiert.“ Das war in erster Linie das Verdienst von Benedikt Veicht, der nicht nur die 1:0-Führung (26.) erzielte, sondern eine Reihe weiterer Hochkaräter auf dem Schlappen hatte, allesamt aber vergab. „Wenn er ein paar seine Chancen reinmacht, gehen wir mit 4:0 in die Pause“, behauptete Link. So allerdings mussten sich die Gäste zur Pause mit einer 2:0-Führung begnügen – dank Albert Schandls Treffer (40.). Auch nach dem Wechsel fanden die Hausherren kein Mittel gegen Links Matchplan: Den Unterammergauern Raum bis zur Mittellinie lassen, und dann „gescheit verteidigen“. Erst nach Ferdinand Brauchles Anschlusstreffer (61.) kam etwas Unruhe in den Beurer Reihen auf – erst recht nach der gelb-roten Karte für Verteidiger Timon Heinze (75.), die – so Link – „total überzogen“ gewesen sei. Doch die TSV-Abwehr stand schließlich doch wieder geschlossen und vereitelte kompromisslos alle Einschussmöglichkeiten. „So wie’s grad läuft, könnte die Pause ruhig noch zwei, drei Wochen warten“, schmunzelte ein sichtlich gelöster Willi Link nach dem Schlusspfiff. Doch Rang sechs – so gut stand der TSV noch nie da in dieser Saison – ist auch ein kommodes Platzerl, um den Winter vorüberziehen zu lassen.   
SV Münsing – ASV Eglfing 2:0 (1:0)

„Schön war’s nicht, aber erfolgreich“, fasste SV-Trainer Christos Georgiadis die Partie gegen Eglfing zusammen, an deren Gelingen er selbst maßgeblichen Anteil hatte. Nachdem die Gäste die erste Viertelstunde mehr vom Spiel hatten, trat Georgiadis den Ball in der 24. Minute nach Vorarbeit von Hans Zachenbacher mit links zur Münsinger Führung ins Netz. Nach dem Seitenwechsel versäumten es die Gastgeber, die Führung frühzeitig auszubauen, Georgiadis ließ ebenso eine gute Möglichkeit liegen wie Zachenbacher, der jedoch in der 68. Minute wieder als Vorbereiter glänzte. Dieses Mal für Tobias Kiefer, der zum 2:0-Endstand einnetzte. „Alles in allem war das ein verdienter Sieg“, meint der SVM-Coach. „Ich bin zufrieden.“   
FSV Höhenrain – ASV Antdorf 3:2 (1:1)

Mit dem erhofften Dreier geht Aufsteiger Höhenrain in die Winterpause. Aber es war ein ziemliches Stück Arbeit, bis der Sieg unter Dach und Fach war. Die frühe Führung durch Maximilian Lutz (12.) glichen die Gäste vor der Pause durch Nikola Spasic (34.) aus. Nach einer guten Stunde brachte Simon Oberrieder den FSV erneut in Führung. Markus Winkler glich per Freistoß in der 84. Minute abermals aus. Die Entscheidung fiel zwei Minuten vor Schluss durch Martin Schneider, dessen Schlenzer von der Unterkante der Latte gegen den Fuß eines Gegners und von dort über die Linie sprang. „Wir hatten das Quäntchen Glück, das man braucht, um so ein Spiel zu gewinnen“, freut sich FSV-Coach Gerhard Gleißner über den vierten Saisonsieg. Weniger erfreulich war, was nach Spielschluss passierte. „Völlig unnötig“, wie FSV-Vorsitzender Christian Feirer sagt, seien Spieler beider Teams „aggressiv aneinandergeraten“. Zwar habe man den Streit draußen vermeintlich schlichten können. Dann rief der Schiedsrichter jedoch die Polizei, weil ein Höhenrainer Spieler im Gang zu den Kabinen am Boden lag. Der Spieler wurde mit dem Rettungswagen zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei habe die weiteren Ermittlungen aufgenommen. „Was im Gang tatsächlich passiert ist, weiß keiner“, sagt Feirer.   

 

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