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Große Probleme mit dem quirligen Benedikt Veicht (li.) hatte die Höhenrainer Defensive: Der Beurer Mittelstürmer erzielte das 1:0 für die Hausherren.  

Kreisklasse 3 Zugspitze: kompakt

5:1! - WSV Unterammergau marschiert auch gegen Eurasburg-Beuerberg weiter

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Die Spiele der Kreisklasse 3 Zugspitze im Überblick.

TSV Benediktbeuern – FSV Höhenrain 2:0 (2:0)

„Wir waren in der zweiten Halbzeit zwar überlegen, sehr oft am Ball, haben aber keine einzige Torchance zu Wege gebracht“, sagte der enttäuschte FSV-Coach Gerhard Gleißner treffend. Ab der 57. Minute fand nämlich die Abteilung Attacke der Hausherren so gut wie nicht mehr statt. Das war der Zeitpunkt, als Felix Zelfel, der Torschütze zum Beurer 2:0 (15.), mit Gelb-Rot bedacht, vorzeitig zum Duschen musste. „Da war meine Vorgabe ganz klar: Kompakt tief stehen und den Gegner kommen lassen“, erklärte TSV-Coach Willi Link seine Taktik. Die ging gut auf, vor allem weil die Gäste-Attacken an Harmlosigkeit nicht zu überbieten waren. Spätestens am Sechzehner der Beurer waren die Höhenrainer nämlich mit ihrer Weisheit am Ende. Bezeichnend für die Ideenlosigkeit des FSV zwei Freistöße aus etwa 18 Metern Torentfernung: Der eine ging in die Mauer, der zweite weit übers Tor. „Mit der ersten Halbzeit meiner Burschen war ich sehr zufrieden. Da hätten wir sogar höher führen müssen“, erklärte Link. Vor allem der quirlige Benedikt Veicht brachte nicht nur den TSV in Führung (11.), sondern stellte die Gästeabwehr immer wieder vor Probleme. „Zwei klare Torwartfehler in einer Partie auf schwachem Niveau von beiden Seiten, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte“, bekundete Gleißner: „Aber Benediktbeuern hat zwei Tore gemacht und deshalb auch verdient die Punkte bekommen. Wenn wir nicht einmal gegen den direkten Konkurrenten gewinnen können, dann wird es schwer, die Klasse zu halten.“ Denselben Tenor hatte auch Links Analyse: „Obwohl lange Zeit in Unterzahl haben wir um den Sieg nicht zittern müssen.“   

WSV Unterammergau – SV Eurasburg-Beuerberg 5:1 (3:0)

Vielleicht ein, zwei Tore zu hoch, aber völlig verdient gewann der Tabellenführer sein Heimspiel gegen Eurasburg. „Mit dem letzten Aufgebot war nicht mehr drin“, räumte SVEB-Trainer Klaus Brand nach Spielschluss ein. Nach einer frühen Führung (10.) für die Platzherren ergaben sich auch für die Gäste Chancen, doch Julian Jäger verpasste eine Manhart-Flanke knapp mit der Fußspitze und Florian Hartmann traf aus fünf Metern nur den gegnerischen Torhüter. Mit einem Doppelschlag vor der Pause (41., 42.) zog Unterammergau auf 3:0 davon. Als Ferdinand Brauchle zwei Minuten nach Wiederbeginn mit seinem dritten von vier Toren das 4:0 erzielte, war jede Hoffnung für die Gäste dahin, wenngleich Stefan Manhart in der 50. Minute auf 1:4 verkürzen konnte. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Im Gegenteil. Alle, die heute auf dem Platz waren, haben sich super reingehauen und ihr Bestes gegeben“, fasste Brand zusammen. Das Tor zum 5:1-Endstand fiel erst in der Schlussminute.  

ASV Antdorf – SV Münsing 2:1 (1:1) 

„Das war eine Kopie der letzten Woche“, ärgerte sich Christos Georgiadis nach der 1:2-Niederlage, weil die Gäste ebenso wie sieben Tage zuvor bei der 0:1-Niederlage gegen Spitzenreiter Unterammergau über weite Strecken das Spiel bestimmten. Die Münsinger gingen mit dem ersten Angriff in Führung, per Foulelfmeter, den Torhüter Eric Maier verursacht hatte. Kurz vor Ende des ersten Durchgangs glich Georgiadis nach Flanke von Florian Graf zum 1:1 (41.) aus. Nach dem Seitenwechsel lief sein Team jedoch nach einem „blödsinnigen Tor“ prompt wieder einem Rückstand hinterher: Einen Abpraller nach Pfostentreffer von Antdorf hatte Stefan Mannweiler unglücklich ins eigene Tor befördert. An Chancen für den Ausgleich oder möglichen Siegtreffer mangelte es Münsing in der Folgezeit nicht, aber Christos Gkouziotis scheiterte mit einem Kopfball ebenso, wie Josef Singer mit einem Schuss aus elf Metern. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen, normalerweise hätten wir sogar gewinnen müssen“, so Georgiadis. „Aber wenn’s nicht läuft, dann läuft’s eben nicht.“   

SG Oberhausen/Weilheim – FC Kochelsee Schlehdorf 0:8 (0:3)

Neutral gesehen, haftet dem FCKS ein hoher Unterhaltungswert an. Oft weiß man nicht, wer auflaufen kann, geschweige denn, wie die Spiele ausgehen. Und dann hauen die Spieler von Trainer Max Wagner so einen Hammer raus. Eine starke Nummer, die der Coach mit einem Bonmot quittierte: „Langsam zahlt es sich aus, dass der Trainer früher Stürmer war.“ Mit drei Treffern und einer Vorlage avancierte Außenstürmer Markus Kröner zum Mann des Tages. Kröner nutzte beim Stand von 2:0 für Schlehdorf ein Missgeschick von Tormann Florian Pfaff aus 35 Metern zum ersten Hingucker. Nach der Pause schickte der Angreifer den Ball ebenfalls aus der Distanz in den Winkel. „Der hätte heute alles getroffen“, scherzte Wagner ungläubig. Dazwischen versenkte Kröner noch einen an Basti Lautenbacher verursachten Foulelfmeter. Zum Treffer von Nikolas Klinger lieferte Kröner die Vorarbeit. Schlehdorf hatte mit einemsc hwachen Gegner keine Mühe. Yuri Schindler stellte nach Doppelpass zwischen Leo Sam und Matthias Leiß früh auf 1:0. Lautenbacher erhöhte nach flottem Zusammenspiel, ehe Kröner den Pausenstand herstellte. Zwar monierte Wagner nach der klaren Führung Schludrigkeiten in den eigenen Reihen. Doch Oberhausen war nicht ansatzweise in der Lage, Nutzen daraus zu ziehen. Vermutlich schworen sich die Gastgeber zur Pause neu ein. Aber ein Foul an Lautenbacher, das zum Strafstoß und dem 0:4 führte, machte jegliche Bemühungen obsolet. „Mit dem Elfer war die Gegenwehr erledigt“, beobachtete Wagner. Und weil der Coach gerade in Stimmung war, beurteilte er die Torgala als „ungewöhnlich effektiv für unsere Verhältnisse“.  

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