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Gleich zweimal versenkte Benedikt Bergmoser (re.) beim Sieg der DJK den Ball im Miesbacher Kasten.   

„Wir waren aggressiv in den Zweikämpfen“

Benedikt Bergmoser doppelt für befreienden Auswärtssieg der DJK Waldram

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Es platzte aus Johann Latanskij. „Wir leben, und zwar zu 100 Prozent“, betonte der Trainer der DJK Waldram, die nach drei Niederlagen in Serie einen 3:2 (3:1)-Erfolg beim SV Miesbach feierten.

„Die Mannschaft wollte sich rehabilitieren und sie hat gezeigt, dass sie es kann“, stellte der 30-Jährige nach dem zweiten Saisonsieg klar.

Dabei wurde die DJK am Samstagnachmittag kalt erwischt. Noch nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, da lagen die Miesbacher nach einem sehenswerten Angriff durch einen Treffer des Ex-Tölzers Florian Voit mit 1:0 in Front. „Wir haben uns alle angeschaut und gedacht: Was ist denn jetzt passiert?“, berichtete Latanskij, der auf ein Comeback nach seiner Knöchelverletzung vorerst noch verzichtete. Doch die Mannschaft habe die richtige Reaktion gezeigt, den Dämpfer weggesteckt und nach zehn Minuten das Kommando auf dem Platz übernommen. „Wir waren aggressiv in den Zweikämpfen und nah dran an den Gegenspielern“, lobte der DJK-Coach. Belohnt wurden die Gäste nach 16 Minuten, als Lukas Hauptmann in die Mitte flankte und Benedikt Bergmoser per Kopfball das 1:1 besorgte. Der 24-Jährige war es auch, der nach einer Steilvorlage allein vor dem SVM-Gehäuse auftauchte und den Ball ins lange Eck platzierte – 1:2 (27.). Und als Maxi Seestaller im Anschluss an einen Eckball zum 1:3 abstaubte, war die Erleichterung im Waldramer Lager groß.

Waldram hält dem Druck stand

In der Pause habe er seine Elf vorgewarnt, dass Miesbach nun den Druck erhöhen werde – ähnlich wie in der Vorwoche die Pollinger bei ihrem 2:1-Triumph in der Nachspielzeit. „Zehn Minuten lang haben wir das gut gemacht, aber dann ist plötzlich eine Verunsicherung aufgekommen“, berichtete Latanskij. Die DJK agierte nur noch mit langen Bällen und leistete sich nach einem Einwurf einen Stellungsfehler, den erneut Voit in der 67. Minute zum 2:3-Anschlusstreffer nutzte. Allerdings behielten die DJK-Kicker im Gegensatz zur Vorwoche die Nerven, hielten die Miesbacher gut in Schach und kreierten selbst noch Möglichkeiten. Paul Schlott hatte kurz vor dem Ende sogar noch Tor Nummer vier auf dem Schlappen, doch der Ball versprang ihm unglücklich.

Dem Trainer des Tabellenvorletzten, der insbesondere Innenverteidiger Matthias Herberth für seinen Auftritt lobte, gefiel am Ende des Tages nicht nur die defensive Stabilität seiner Truppe: „Wir waren offensiv immer gefährlich. Und weil das immer schon die Waldramer Stärke war, wird es auch der Punkt sein, der uns in Zukunft wieder stark machen wird.“

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