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Torfestival im Hinspiel: Am zweiten Landesliga-Spieltag gewannen Johannes Bahnmüller (li.) und der TuS Geretsried das Derby gegen Florian Schnitzlbaumers Heilbrunner mit 4:3. Am Sonntag findet das Rückspiel statt.  

Verrücktes Hinspiel endete 4:3 für Geretsried

TuS Geretsried Favorit im Derby - SV Bad Heilbrunn mit mächtig Rückenwind

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Ein wahres Torfestival war das erste Landesliga-Landkreisderby zwischen dem TuS Geretsried und dem SV Bad Heilbrunn.

Die Heilbrunner, Neuling in der Liga, ließen sich trotz anfänglicher Probleme auch durch einen 0:3-Rückstand nicht ins Bockshorn jagen. Nach 90 spannenden und unterhaltsamen Minuten waren die Hausherren froh, den hauchdünnen 4:3-Sieg im mit 450 Zuschauern gesäumten Isarau-Stadion über die Zeit gebracht zu haben. „Das war unser zweites Spiel nach dem Aufstieg“, blickt der Heilbrunner Kapitän Sebastian Mertens zurück, „da waren wir vom Thema Landesliga noch sehr beeindruckt.“

Wie sehr, das zeigte sich in der folgenden Durststrecke und Lernphase: Die Elf von Walter Lang kassierte sieben Niederlagen am Stück mit teils recht heftigen Klatschen. „Viele haben da die Heilbrunner schon abgeschrieben“, meint TuS-Trainer Martin Grelics, „aber ich nicht.“ Inzwischen hat sich der Neuling gefangen. In den zurückliegenden acht Begegnungen gab es nur noch zwei Niederlagen. Der HSV ist also im Aufwind vor dem zweiten Derby gegen den TuS Geretsried – am Sonntag (14.15 Uhr) im Naturheilmittel-Stadion.

„90 Minuten Kampf“

„Dafür sind wir motiviert und gerüstet“, stellt Mertens klar, der nach überstandener Grippe wieder fit ist. „Erst recht mit dem 3:0 gegen Jetzendorf im Rücken.“ Die Favoritenrolle ist dennoch klar für die Geretsrieder reserviert, die nach dem 5:0-Sieg gegen Illertissen II in der Tabelle so gut dastehen wie noch nie in dieser Saison – auf Platz fünf. „Der TuS ist keiner der Klubs, gegen die wir zwingend gewinnen müssen“, stellt Mertens klar, „aber auch als Außenseiter nehmen wir jeden Punkt gerne mit.“ Jedenfalls dürfen sich die Gäste auf einen harten Fight einstellen. „Schönspielerei“, so Mertens, „wird’s definitiv nicht geben, dafür 90 Minuten Kampf.“

Gelassen haben die Heilbrunner die Nachricht aufgenommen, dass der Geretsrieder Goalgetter – dreifacher Torschütze gegen Illertissen – am Sonntag privat verhindert ist. „Wer einen Srdan Ivkovic im Team hat, ist immer ein bisschen im Vorteil“, sagt Mertens, „aber der Ivo hätte an unserem Spiel ohnehin nichts geändert. Außerdem hat der TuS genügend Klasse im Kader, um den Ausfall zu kompensieren.“

„Irgendwie bricht mir die Offensiv-Power weg“

Doch der Kroate ist nicht der einzige Ausfall, den Trainer Grelics verkraften muss. Sebastian Schrills (Sprunggelenk) und der angeschlagene Verteidiger Benjamin Fister müssen pausieren. Dessen Ersatzmann im Illertissen-Spiel, Florian Kellner, hat es ungleich schwerer erwischt: Mit einem Kreuzbandriss ist die Saison für den 18-Jährigen gelaufen. Mit einer weiteren Hiobsbotschaft wartete Roman Rauscheder auf: Die Verletzung, an der er seit sechs Wochen laboriert, hat sich als Wadenbeinbruch herausgestellt. Im Angriff sieht es nicht viel besser aus: „Irgendwie bricht mir die Offensiv-Power weg“, klagt Grelics. Ein Lichtblick: Johannes Bahnmüller kehrt ins Team zurück. Er und Jean Monty Mendama sollen es in der Offensive richten.

Walter Lang hat mit seiner Aufstellung weit weniger Probleme. Kapitan Sebastian Mertens ist nach überstandener Krankheit wieder fit; ob er den angestammten Innerverteidigerposten vom Anpfiff weg wieder innehat, wird kurzfristig entschieden. In der Offensive hat sich der Heilbrunner Trainer zuletzt eine gewinnbringende Option überlegt: Toni Krinner überzeugte gegen Jetzendorf im Sturm und erzielte das 1:0. Den Wirbelwind haben die Geretsrieder aus dem Hinspiel ohnehin in schlechter Erinnerung: Krinner war mit einem Elfmeter und mit dem 3:4-Anschluss kurz vor dem Schlusspfiff erfolgreich.

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