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TuS überzeugt Keeper mit Profi-Erfahrung – Radic: „Geretsried hat Ziele und einen Plan“

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Von: Boris Manz

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Cedomir Radic hatte Ende des Jahres den Vertrag mit dem FC Ismaning einvernehmlich aufgelöst. Nun wechselt er zum TuS Geretsried.
Cedomir Radic hatte Ende des Jahres den Vertrag mit dem FC Ismaning einvernehmlich aufgelöst. Nun wechselt er zum TuS Geretsried. © Charly Becherer

Cedomir Radic geht nach Geretsried. Der Keeper erklärt, warum ihn das Projekt reizt, den Abgang aus Ismaning und wie er seine Erfahrung einbringen will.

Wolfratshausen – Verstärkung für Geretsried: Nach dem Abgang von Simon Voß zum TSV 1860 München II hat der TuS nun gleich zwei neue Torhüter verpflichtet. Neben Justin Hille (19), Lukas Günther (19) und Sebastian Untch (24) baut der langjährige Landesligist in Zukunft auf Cedomir Radic (30) zwischen den Pfosten. Daniel Dittmann hat sich bisher nicht auf eine Nummer 1 festgelegt. „Es geht für alle bei Null los, dann wird nach Leistung aufgestellt“, versichert der TuS-Coach.

Aus der Bayernliga: Radic verlässt den FC Ismaning und wechselt zum TuS Geretsried

Cedomir Radic kommt ablösefrei aus der Bayernliga vom FC Ismaning. Jüngst hat er seinen Stammplatz an Lorenz Becherer verloren. Doch vor allem aus zeitlichen Gründen verlässt er nun den FCI. Radic ist ein Familienmensch und hat vor kurzem sein zweites Kind bekommen.

„Mit zwei Kindern habe ich richtig wenig Schlaf“, sagt der Serbe. „Das ist zwar guter Stress – aber darunter leidet die Leistung.“ Hinzu käme die lange Fahrt nach Ismaning. Aus Wolfratshausen, seinem Wohnort, dauert die Fahrt etwa eine Stunde. In Geretsried ist er in fünf Minuten. Die neugewonnene Zeit will er in Zukunft lieber mit seinen Kindern verbringen.

Starke Parade: Zu Beginn der Saison startete Cedomir Radic für den FC Ismaning zwischen den Pfosten.
Starke Parade: Zu Beginn der Saison startete Cedomir Radic für den FC Ismaning zwischen den Pfosten. © Charly Becherer

TuS Geretsried: Cedomir Radic lobt die Torwart-Konkurrenz

Den Wechsel habe ihm auch seine Freunde Srdan Ivkovic und Anastasios Karpouzidis nahegelegt. Doch beim TuS hat der Serbe vor allem aufgrund der sportlichen Perspektive angeheuert. „Geretsried hat Ziele und einen Plan – auch für die nächsten zwei, drei Jahre“, so Radic. „Das war bisher nicht bei allen Vereinen so.“

Dem von Dittmann ausgerufenen Konkurrenzkampf will er sich stellen. „Die anderen drei sind auch wirklich gut. Aber jeder muss um seinen Platz kämpfen.“, sagt der 30-Jährige. Mit Konkurrenzsituationen kennt sich Radic ohnehin aus. „Das war eigentlich überall in meiner Karriere so.“ Als er damals nach Ismaning wechselte, musste er sich dem Zweikampf mit dem jungen Fabio Rasic stellen und auch diese Situation hat er gemeistert.

Aus der Akademie von Roter Stern Belgrad: Radic will längerfristig in Geretsried bleiben

In seiner Karriere ist Radic viel herumgekommen. In Serbien hat er sogar Erfahrung im Profi-Fußball gesammelt, in der zweiten Liga. Ausgebildet wurde er unter anderem bei Roter Stern Belgrad. Sein Debüt gab er aber für FK Čukarički, damals in der serbischen zweiten Liga.

TuS-Coach Daniel Dittmann lobt erste Eindrücke von Radic: „Er passt perfekt zu den jungen Spielern“

Die Wanderzeit ist vorbei, sagt er im Hinblick auf Stationen bei Phönix München, dem BCF Wolfratshausen und beim VfR Garching. In Geretsried sieht er sich nun langfristig. Auch, da er inzwischen eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bekommen habe, sagt er stolz.

Mit seiner Erfahrung will er Geretsried nun zum Klassenerhalt verhelfen. Coach Dittmann ist von den ersten Eindrücken von Radic begeistert. „Er hat Lust auf das Projekt und ist sehr ehrgeizig. Damit passt er perfekt zu den jungen Spielern im Team“, so der 22-Jährige. Wer das Tor der Geretsrieder in der Rückrunde hüten wird, bleibt offen. Radic scheint jedenfalls bereit. (btfm)

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