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Liga kompakt: Derby zwischen FFG und Egling - Bad Tölz beim BCF Wolfratshausen II

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Comeback beim SV Bad Tölz: Teamsprecher Lukas Hintermeier (re.) läuft nach neunwöchiger Verletzungspause am Samstag im Landkreis-Duell beim BCF Wolfratshausen II (Ii., Andreas Höpfer) wieder. auf
Comeback beim SV Bad Tölz: Teamsprecher Lukas Hintermeier (re.) läuft nach neunwöchiger Verletzungspause am Samstag im Landkreis-Duell beim BCF Wolfratshausen II (Ii., Andreas Höpfer) wieder. auf © Hans Lippert

Für den FFC Geretsried ist ein Sieg im Derby gegen Eglin Pflicht. SC Rot-Weiß Bad Tölz erinnert sich an das Spiel im August.

Ein Sieg muss her! Diese Vorgabe werden im Duell des Zehnten gegen den Elften beide Trainer an die Kabinentür heften. „Wenn man die Tabellenkonstellation sieht, gibt es nichts anderes: Ein Sieg ist Pflicht“, bestätigt Christos Georgiadis, dessen Team unter der Woche in Hausham eine 1:4-Niederlage einstecken musste. „Dort darf man verlieren“, so der FF-Coach, aber die Eglinger sind eine andere Nummer“. Soll heißen: Das ist machbar. Zumal man etwas gutzumachen hat. „Das war ein wahnsinnig schlechtes Spiel“, rekapituliert Georgiadis den dürftigen Auftritt seiner Elf bei der 1:2-Niederlage im Hinspiel. Für das Rückspiel, das wegen der Sanierungsarbeiten am Robert-Schumann-Weg voraussichtlich auf dem FC-Sportplatz am Forst ausgetragen wird, nimmt er sein Team in die Pflicht: „Da sollte der Hebel umgelegt werden, um aus der Saison noch eine vernünftige Saison zu machen.“

Die Krux an der Sache: Der Gegner verfolgt dasselbe Ziel. „Wir wollen mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause gehen“, betont Herbert Mühr, dessen Team mit Glücksmomenten bisher nicht überschüttet worden ist. „Es zählt nur ein Sieg“, so der Coach der Sportfreunde. Weil das für beide Kontrahenten gelte, erwarte er „ein Spiel auf Biegen und Brechen“. Bei dem sich sein Team möglichst geschickter anstellen sollte, als bei der jüngsten 0:4-Pleite („Wir waren unclever wie eine D-Jugend-Mannschaft“), im Heimspiel gegen Aying. Mührs Wünsche fürs Derby: „Individuelle Fehler abstellen und zu Null spielen.“ (rst)

An das Hinspiel denkt Lukas Hintermeier ungern zurück. „Nach einem Eigentor und zwei Elfmetern war das Spiel für uns schnell gelaufen“, erinnert sich der Innenverteidiger des SV Bad Tölz an die 1:5-Klatsche, die sein Team am 4. Spieltag gegen die Reserve des BCF Wolfratshausen kassierte. Aber die Zeiten haben sich geändert. Während die Elf von Trainer Daniel Heidemann sich ans hintere Tabellen-Mittelfeld herangerobbt hat, hechelt nun der Ball-Club Farchet dem Tableau hinterher. Entsprechend bedeutsam ist die Partie für beide Teams. „Für uns geht’s nur ums Gewinnen“, sagt BCF II-Trainer René Stoiber und verspricht: „Wir werden alles dafür tun, dass wir in der Liga bleiben und mindestens einen Platz überm Strich landen.“ Verglichen mit dem vergangenen Wochenende, als mangels genügend einsatzfähiger Spieler die Partie beim SC Rot-Weiß Bad Tölz abgesagt werden musste, hat er deutlich mehr Personal zur Verfügung und rechnet sich einiges aus. „Ich bin totaler Optimist. Wir holen drei Punkte, keine Frage“, sagt der Farcheter Coach und schiebt lachend hinterher: „Aber das habe ich die letzten drei Spiele auch schon gesagt.“

Auf drei Punkte hofft auch Lukas Hintermeier, der nach neunwöchiger Verletzungspause in Wolfratshausen zum ersten Mal wieder im Kader der Gäste steht. „Wir haben uns ganz gut gefangen, stehen hinten kompakter. Das Spiel in Darching war eine Leistungsoffenbarung“, sieht der SV-Teamsprecher das 2:2 nach 0:2-Rückstand als Gratmesser. Einziges Manko: „Wir sind derzeit relativ unterbesetzt“, so Hintermeier, „aber alle sind hoch motiviert.“ (rst)

Noch einmal so wie im August – das würde sich Andreas Mathäus sicher wünschen, wenn vor dem Spiel gegen den Aufstiegsaspiranten noch eine Zauber-Fee seinen Weg kreuzen würde. „Wir haben in Tölz gesehen, was möglich ist“, erinnert der SVE-Coach an das Hinspiel, als seine Mannschaft nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden erkämpfte. Zwar wird er nicht müde, zu wiederholen, dass seine junge Truppe die im Abstiegskampf benötigten Punkte gegen andere Klubs einsammeln müsse. Aber gegen ein Déjà-vu hätte er auch nichts einzuwenden. „Wichtig ist, dass sie nochmal alles raushauen und Spaß haben“, so Mathäus. „Und wer weiß, vielleicht gelingt ja was.“

Daran mag Tarkan Demir nicht glauben. „Überraschungen passieren – aber selten zwei Mal hintereinander“, gibt sich der Trainer des SC Rot-Weiß zuversichtlich, dass am Ende des Tages das Spielresultat der Tabellenkonstellation entspricht - die führt vor dem Spiel die Gäste auf Position zwei und die Gastgeber an vorletzter Stelle. „Wir haben im Hinspiel zwei Punkte liegen lassen, die tun schon weh“, bedauert Demir, dass seine Truppe „eine brutale Überlegenheit nicht in Punkte ummünzen konnte“. Das Ziel sei, es dieses Mal „genau so, aber auch genügend Tore zu machen“. Allerdings warnt der Coach auch davor, die Partie als einen Selbstläufer anzusehen. Es brauche „90 Minuten harte Arbeit, Konzentration und absoluten Siegeswillen“, sonst bestehe die Gefahr einer erneuten Enttäuschung. „Wenn die Einstellung nicht passt, kann jeder jeden schlagen“, weiß Demir und stellt klar: „Die Aufgaben gegen Eurasburg lautet: Drei Punkte holen, nix anderes.“ (rst)  

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