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Florian Graf ist Jugendkoordinator der JFG Wolfratshausen

Wolfratshausens Jugendkoordinator im Interview

Graf: "Man bekommt auch viel zurück“

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Zum internationalen Tag des Ehrenamtes spricht Florian Graf, Jugendkoordinator der JFG Wolfratshausen, über seinen Einsatz für den Verein.

In Sportvereinen werden sie händeringend gesucht: Ehrenamtliche, die das Training organisieren, Turniere planen oder Trikots waschen. Florian Graf ist Jugendkoordinator für die JFG Wolfratshausen. Im Interview spricht er über Motivation, Berufsbelastung und über Momente, in denen man alles hinschmeißen möchte.

Herr Graf, wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich?

Die Arbeit machen ich und unsere Jugendtrainer und -betreuer für die Kinder und Jugendlichen. Unsere Motivation ist, dass sie regelmäßig Sport im Verein machen können und sich später selbst in einem Verein engagieren. Es macht mir einfach Spaß, mit den Kindern und anderen ehrenamtlich tätigen Menschen zu arbeiten.

Sie sind Koordinator der Jugendabteilung. Welche Aufgaben haben Sie?

Natürlich stehen da Aufgaben in der Jugendleitung und die Organisation von Spielen, Trainingsbetrieb und dem Drumherum. Wenn ein Trainer ausfällt, muss ich aber auch mal beim Mannschaftstraining aushelfen.

Wieso bleibt in vielen Vereinen so ein großer Arbeitsaufwand an Einzelpersonen hängen?

Zum Teil, weil sich einige Menschen keine zusätzlichen Verpflichtungen aufhalsen möchten. Viele werden in ihrem Beruf deutlich mehr belastet und gefordert und können deshalb gar keine zeitintensiven Aufgaben neben dem Beruf eingehen – zum Beispiel ein Jugendtraining zwei Mal pro Woche um 17.30 Uhr zu leiten.

Können Sie verstehen, warum sich viele Menschen diese Aufgabe nicht antun wollen?

Ja, das kann ich nachvollziehen. Aber es ist nicht nur Mehrarbeit, die Energie kostet. Man bekommt auch viel zurück, gerade wenn man mit Kindern arbeitet.

Gibt es bei Ihnen Situationen, in denen es Ihnen zu viel wird?

Ab und zu gibt es Momente, in denen man alles hinschmeißen möchte. Zum Glück sind die bei mir aber sehr selten.

Interview: Dominik Stallein

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