1. Startseite
  2. Sport
  3. Amateurfußball
  4. Landkreis Wolfratshausen

Nach Grelics-Aus - TuS Geretsried hofft auf eine positive Reaktion in Karlsfeld

Erstellt:

Von: Rudi Stallein

Kommentare

Eine ganze Reihe von Ausfällen muss der TuS Geretsried für die heutige Partie in Karlsfeld verkraften. Unter anderem fehlt Mittelfeldrenner Johannes Bahnmüller (Mi.) wegen einer Verletzung am Sprunggelenk.
Eine ganze Reihe von Ausfällen muss der TuS Geretsried für die heutige Partie in Karlsfeld verkraften. Unter anderem fehlt Mittelfeldrenner Johannes Bahnmüller (Mi.) wegen einer Verletzung am Sprunggelenk. Foto: hans lippert © hans lippert

Nach dem Aus von Cheftrainer Martin Grelics beim TuS Geretsried übernimmt Hans Schneider als Interimscoach. In seinem ersten Spiel trifft er auf Karlsfeld.

Geretsried – Die Stimmung war schlagartig am Tiefpunkt, als Martin Grelics die Fußballer des TuS Geretsried vor dem Montagstraining davon unterrichtete, dass sie ab sofort ohne ihn auskommen müssen (wir berichteten). „Da waren die Köpfe schon ganz weit unten“, bestätigt Interimscoach Hans Schneider, dass damit zum jetzigen Zeitpunkt kaum jemand gerechnet hatte. „Jetzt müssen wir schauen, dass wir die Köpfe wieder raufbringen.“

Vor dem Landesliga-Match am heutigen Freitag beim TSV Eintracht Karlsfeld (20 Uhr) lautet die Devise: „Positiv bleiben!“ Schnellstmöglich gelte es, „die Kurve zu kriegen“, sonst laufe man womöglich Gefahr, sich in einer dauerhaften Negativspirale zu verfangen, mutmaßt Schneider. Er wehre sich dagegen, wenn jetzt alles schlecht geredet werde. „Es gibt ja auch einiges Positive. Wir sollten jetzt Gas geben und uns nicht runterziehen lassen“, so der Trainer. „Es liegt an uns, dass hinzubiegen.“

Unabhängig von den Ergebnissen der beiden jüngsten Partien (1:6 in Holzkirchen, 0:2 gegen Forstinning) braucht es eine gute Portion Optimismus, um auf einen Erfolg in Karlsfeld zu hoffen. Und das weniger, weil sich die Gastgeber am Wochenende mit einem 5:1-Sieg beim TSV Ampfing ordentlich Selbstvertrauen geholt haben, sondern weil der Geretsrieder Kader zur Unzeit mal wieder am Stock geht. Ein Dutzend Spieler stehen Schneider und Co-Trainer Daniel Dittmann am vierten Spieltag nicht zur Verfügung. Die Liste der wegen Verletzung, Arbeit oder Urlaub nicht einsatzfähigen Aktiven verlängert sich um weitere Stammkräfte: Johannes Bahnmüller zog sich gegen Forstinning eine Sprunggelenksverletzung zu, Patriot Lajqi ging am Samstag ebenfalls verletzt aus der Partie und verabschiedete sich in den Urlaub, ebenso wie Leonardo Lajqi.

Dennoch sollte der verbliebene Kader – er wird ergänzt durch Marc Thiess und Fabian Bauer aus der zweiten Mannschaft sowie den U 19-Spielern Michael Öttl und Lars Maison – in der Lage sein, die jüngste Einschätzung ihres Kapitäns Sebastian Schrills zu untermauern und ihre Landesligatauglichkeit unter Beweis zu stellen. „Die Spieler wissen, dass sie jetzt gefordert sind“, sagt Schneider, der auf „die einfachen Dinge“ setzt, um die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. „Es braucht jetzt keine besonderen taktischen Raffinessen, sondern die richtige Einstellung, Laufbereitschaft und Kompaktheit im Verteidigen“, betont der Coach.

Schrills appelliert an seine Mitspieler, nach den Ereignissen der letzten Tage „eine Reaktion zu zeigen“. Er hoffe, „dass endlich jeder kapiert, dass Erfolg kein Selbstläufer ist, sondern dass ich etwas investieren muss, um erfolgreich zu sein“, sagt der Kapitän und verspricht: „Wir werden das Beste draus machen.“ (Rudi Stallein)

TuS Geretsried

Voß, Untch – Buchner, Buchmair, Jon. Bahnmüller, Bauer, Berger, Fister, Ivkovic, L. Kellner, Maison, Öttl, Pech, Schrills, Thiess, Zoumis.

Auch interessant

Kommentare