Ein Bein gestellt hätten die Ascholdinger Fußballer um (v. re.) Kapitän Christian Lasch und Matthias Schöpf gerne (v. li.) Gegoire Diep, Mitch Rödl und dem BCF Wolfratshausen. Doch der Favorit gewann das Pokalmatch mit 3:1.
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Ein Bein gestellt hätten die Ascholdinger Fußballer um (v. re.) Kapitän Christian Lasch und Matthias Schöpf gerne (v. li.) Gegoire Diep, Mitch Rödl und dem BCF Wolfratshausen. Doch der Favorit gewann das Pokalmatch mit 3:1.

Schwere Verletzung von BCF-Spieler Matej Bonic

BCF Wolfratshausen tut sich im Pokalspiel gegen Ascholding schwer

  • VonRudi Stallein
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Der BCF Wolfratshausen hatte es anfangs nicht leicht im Pokalspielgegen den SV Ascholding/Thanning. Doch dann hat sich die Mannschaft erwartungsgemäß durchgesetzt.

Ascholding/Wolfratshausen – Nach einem harten Stück Arbeit haben sich die Fußballer des BCF Wolfratshausen im Halbfinale des Totopokals letztlich erwartungsgemäß gegen Kreisklassen-Aufsteiger SV Ascholding/Thanning durchgesetzt. Doch der 3:1-Sieg wurde teuer bezahlt. „Das ist genau das, was wir nicht haben wollten“, kommentierte BCF-Trainer Mitch Rödl die schwere Verletzung von Matej Bonic.

Der Neuzugang vom SV Pullach schied mit Verdacht auf Knöchelbruch oder eine erhebliche Bänderverletzung aus, wird seinem Team wohl nicht nur am nächsten Mittwoch, 28. Juli, um 19 Uhr Woche im Pokalfinale beim TSV Otterfing fehlen.

Ich hätte lieber verloren, als Verletzte zu haben.

Mitch Rödl, Trainer des BCF Wolfratshausen

„Das ist für mich das Schlimmste“, zeigte sich Chefcoach Rödl nach Spielende sichtlich geschockt. „Ich hätte lieber verloren, als Verletzte zu haben.“ Aber die von Seiten der Gastgeber vielleicht erhoffte Überraschung blieb aus. Womöglich wäre es für die Gäste noch enger geworden, wenn Philipp von Jagemann mit der ersten Chance des Spiels (7.) den Ball nicht in die Hecke hinter dem Tor geballert hätte. Oder wenn Schiedsrichter Arthur Peteratzinger eine Notbremse gegen von Jagemann mit der durchaus vertretbaren roten Karte gegen Wolfratshausens Kayra Arikan geahndet hätte.

So schlug der Bezirksligist jeweils wirkungsvoll zurück. In der 10. Minute fackelte Co-Trainer Jona Lehr, der ebenso wie Chef-Coach Rödl 90 Minuten durchspielte, nicht lange, als die Hausherren den Ball nicht aus dem Strafraum brachten – 0:1. In der Folgezeit suchte vor allem Gregoire Diep die frühe Vorentscheidung für die spielerisch überlegenen Farcheter, doch seine Torschüsse landeten allesamt im Fangzaun. Wie aus dem Nichts dann der Ausgleich (25.): Johann Detter bestrafte einen Lapsus von BCF-Torhüter Armin Herbert mit einem feinen Lupfer zum 1:1.

TSV Ascholding ist zufrieden mit der Leistung gegen Wolfratshausen

Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Rödl-Elf den Druck und ging in der 52. Minute erneut in Führung. Jona Lehr schickte mit einem Pass in die Schnittstelle Manuel Spreiter auf die Reise, der SV-Torhüter Michael Donaubauer keine Chance ließ. In dieser Phase liefen die Gastgeber Ball und Gegner meist hinterher. „Wir haben zu wenig aus unseren Chancen gemacht“, kritisierte Rödl, dass erfolgversprechende Angriffe mangelhaft zu Ende gespielt wurden. „Der letzte Pass muss sauber kommen.“ Nach einem Freistoß von Gregoire Diep tätschelte der Ball die Latte. Der folgende Freistoß brachte die Entscheidung: Rödl beförderte den Ball am langen Pfosten über die Linie.

„Das waren zu viele Ecken, eine fällt dann mal rein“, nahm es Ascholdings Trainer Heinz Tochtermann gelassen. „Sie haben es uns schwer gemacht“, lobte Rödl und bestätigte damit die Einschätzung seines Gegenübers. „Ich bin hoch zufrieden mit dem Einsatz meiner Spieler. Es war ein hohes Tempo, Leidenschaft, Einsatz. Das bringt uns weiter“, konstatierte Tochtermann. „Und was bleibt unterm Strich?“, fragte Ascholdings Kapitän Christian Lasch. Die Antwort gab er sich selbst: „Ein Mega-Auftritt und eine geile Konditionseinheit.“

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