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Ein packendes Duell lieferten sich die E-Junioren des TuS Geretsried (li.) und des TSV Wolfratshausen.

„Mario, was für ein geiler Schuss“

Merkur CUP: Geretsried und Münsing ziehen ins Bezirksfinale ein

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Spannende Zweikämpfe und herrliche Tore, Jubel über Siege und Tränen über vergebene Chancen.

VON RUDI STALLEIN

Egling – Das Kreisfinale des 25. Merkur CUPs im Verbreitungsgebiet des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur auf dem Sportplatz in Egling bot alles, was das weltweit größte Fußball-Turnier für E-Junioren ausmacht. Erwartungsgemäß zog der TuS Geretsried in die nächste Runde ein. Das zweite Ticket fürs Bezirksfinale löste der SV Münsing-Ammerland nach einem packenden Halbfinale gegen den SV Eurasburg-Beuerberg.

Vor dem ersten Anpfiff hatte der Kapitän der Spielgemeinschaft Deining/Egling den Ehrenkodex aus dem Buch der Werte verlesen. Darin heißt es am Ende, „wir lernen, nicht nur mit Erfolg, sondern auch mit Niederlagen umzugehen“. Wie nah Freude und Frust auch im jungen Kickerleben beieinander liegen, erfuhren Mateo Koppermann und seine Mitspieler knapp zwei Stunden später am eigenen Leib. Nach einer 0:2-Niederlage gegen den SV Eurasburg-Beuerberg schien der Traum vom Halbfinale geplatzt, weil nebenan die FF Geretsried ihr letztes Vorrundenspiel mit 4:0 gegen die SG Thanning/Ascholding gewonnen hatte. Wenig später durften die Gastgeber, die das Nachbarschaftsderby der beiden Spielgemeinschaften ebenfalls mit 4:0 gewonnen hatten doch noch jubeln: In der Abschlusstabelle rückten sie, weil sie insgesamt ein Tor weniger kassiert hatten, vor die punktgleichen Fußball-Freunde auf Platz zwei. „Wegen einem einzigen Tor, das ist doppelt bitter“, gestand FFG-Trainerin Daniela Hensel. Ihre Mannschaft schoss sich den Frust später im Spiel um Platz fünf von der Seele, das sie mit 4:1 gegen den TSV Wolfratshausen gewannen. Für eine Überraschung sorgte in Gruppe A der SV Eurasburg-Beuerberg, der seine drei Gruppenspiele ohne Gegentor gewann, dabei selbst elf Mal erfolgreich war und souverän ins Halbfinale einzog.

Traurige Wölfe, glücklicher Münsinger

In Gruppe B wurde der TuS Geretsried seiner Favoritenrolle gerecht. Nur eine Halbzeit lang – im ersten Spiel gegen den TSV Wolfratshausen – geriet die Mannschaft von Trainer Christian Hott ein wenig unter Druck. „Da hatten wir ein bisschen Glück“, so der TuS-Coach, dessen Team sich in der zweiten Halbzeit mit 3:0 durchsetzte. Mit demselben Ergebnis ging das zweite Vorrundenspiel gegen den SV Münsing-Ammerland aus.

Völlig chancenlos gegen den TuS war der TSV Schäftlarn, der wohl die jüngste Mannschaft des Turniers stellte. Doch die 1:8-Niederlage ließ bei den jungen Schäftlarnern keinen Frust aufkommen. „Niedergeschlagen? Nein, wieso?“, zeigte sich Torhüter Nicholas Fritz überrascht über die Frage des Reporters. „Wir sind doch die einzige Mannschaft, die ein Tor gegen den TuS gemacht hat.“ Ihre Enttäuschung nicht verbergen konnten die Spieler des TSV Wolfratshausen. Sie hatten sich nach der Auftaktniederlage gegen den TuS und einem 1:0-Sieg gegen Schäftlarn im entscheidenden letzten Gruppenspiel viel vorgenommen gegen den SV Münsing. Am Ende mussten sich die jungen Wölfe mit 0:1 geschlagen geben. „Mario, was für ein geiler Schuss, genau im richtigen Moment“, freute sich nach Spielschluss ein Münsinger Kicker über den platziert geschossenen Siegtreffer seines Kameraden Mario Tedesco. Die Münsinger „Allzweckwaffe“, wie Trainer Thomas Gebhart seinen quirligen Verteidiger bezeichnete, entpuppte sich auch im Halbfinale gegen den SV Eurasburg-Beuerberg als Matchwinner. Kurz vor Schluss hieß es 1:1 in einem super-spannenden Spiel, dann schickte der Coach Mario aufs Feld – und der trat den Ball zum 2:1-Siegtreffer ins Netz. Damit hatte Münsing nicht nur das Finale erreicht, sondern auch das Ticket für das Bezirksfinale sicher.

Im zweiten Halbfinale musste der TuS eine ungewohnte Situation bewältigen: Gegen die SG Deining/Egling lag man plötzlich mit 0:1 zurück. Die Freude der Gastgeber währte jedoch nur kurz. Beim Schlusspfiff hatte der Favorit mit 5:1 die Nase vorn. Die Spielgemeinschaft sicherte sich anschließend im Spiel um Platz drei mit einem 5:1-Sieg gegen Eurasburg-Beuerberg so etwas wie den Trostpreis. „Nach dem Halbfinale war bei uns ist die Luft raus. Aber ich glaube, wir können trotzdem mit erhobenem Haupt nach Hause fahren“, zeigte sich SVEB-Trainer Klaus Kantschuster beeindruckt von der Leistung seiner Mannschaft.

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