E-Junioren trotzen kühlen Temperaturen

MerkurCUP-Vorrunde in Egling: Viel Kampfgeist und gute Technik

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Egling – Ganz schön frisch war’s beim Start in die 25. Runde des Merkur CUPs im Verbreitungsgebiet des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkurs am Sonntag in Egling.

Doch während manche Eltern in Daunenjacken und Decken gehüllt fröstelnd das Geschehen vom Spielfeldrand aus verfolgten, trotzten die E-Jugend-Kickerinnen und -Kicker mit Engagement und Leidenschaft den kühlen Temperaturen.

Gruppe A

In der Gruppe A präsentierte sich die Spielgemeinschaft Egling/Deining in Top-Form. Nach einem 2:0 gegen den 1. FC Weidach und einem 3:1 gegen den BCF Wolfratshausen gewann die SG auch gegen den SV Münsing-Ammerland mit 3:1. „Wir haben elf von zwölf möglichen Punkten geholt, das ist super“, freute sich SG-Trainer Maxi Bacher. „Die Jungs haben heute alles rausgeholt. Dass wir so viele Punkte holen, hätte ich nicht erwartet.“ Trotz der Niederlage gegen die Gastgeber zeigte sich auch Münsings Trainer Thomas Gebhard zufrieden: „Wir haben immer wieder kurze Schlafphasen. Außerdem fehlen uns zwei Spieler, diese Ausfälle verkraften wir nicht. Aber insgesamt haben wir ein gutes Turnier gespielt.“ Nach einem 1:1 im Auftaktspiel gegen den BCF, folgte ein 2:1-Sieg gegen Weidach, ehe man sich der SG geschlagen geben musste. Das Weiterkommen hing dennoch vom letzten Spiel in der Gruppe A ab, in dem sich der BCF und Weidach ein spannendes Match lieferten. Die Farcheter drehten in der zweiten Halbzeit einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Vorsprung. Doch der FCW glich noch einmal aus, und auf der Gegenseite schoss ein BCF-Kicker völlig freistehend den Ball neben das Tor. „Schade“, sagte Co-Trainer Werner Heiner, der seinem Spieler den Fehlschuss nicht übel nahm. „Die Mannschaft alles gegeben. Es war ein enges und spannendes Spiel.“ „Ich bin überrascht, was sie auf dem Rasen gezeigt habe“, zeigte sich Weidachs Trainer Marcus Sigl voll des Lobes für seine Schützlinge. „Sie haben ein gutes Turnier gespielt mit einem etwas unglücklichen Ende.“

Gruppe B

Der Favorit war leicht irritiert: „Das ist ungewohnt, dass wir in einem Spiel drei Tore kassieren“, stellte Christian Hott, Coach des TuS Geretsried, nach dem 5:3-Sieg gegen den FSV Höhenrain fest. Der Verlierer der Auftaktpartie in der Gruppe B hatten sich dabei wohl verausgabt. Jedenfalls unterlag der FSV der FA Thanning im zweiten Spiel glatt mit 0:4. „Damit hatte ich nicht gerechnet“, zeigte sich FA-Trainer Sepp Schapperer überrascht vom furiosen Auftritt seiner Rasselbande. In der Meisterschaft hatte sich sein Team in Höhenrain eine satte 2:15-Klatsche abgeholt. „Deshalb bin ich völlig zufrieden so der Thanninger Coach. „Ich hatte mir nicht mal eine Außenseiterchance ausgerechnet, als wir hierher gefahren sind.“

Deshalb kratzte es auch weder den Trainer, noch seine Kicker, dass sie im Duell gegen ausgeruhte Geretsrieder die Gegentreffer fast im Zwei-Minuten-Takt kassierten. Am Ende siegte der TuS mit 12:0. Aber in Erinnerung der ersten Begegnung schwante Christian Hott dennoch: „Bis zum Bezirksfinale ist es noch ein weiter Weg.“ Davon brauchte Höhenrain nicht mehr zu träumen. „Sie sind vielleicht noch im Ferienmodus“, rätselte FSV-Trainer Simon Pauli über die Gründe für zwei Niederlagen. „Ich bin schon ein bisserl enttäuscht, die Mannschaft hätte mehr Potenzial gehabt.“

Gruppe C

Der Auftakt war miserabel. 1:6 unterlag der TSV Schäftlarn gegen bestens aufgelegte FF Geretsried. „Wir haben verloren. Aber das Wichtigste ist: wieder aufstehen“, machte Trainer Bernd Büttner seiner Mannschaft Mut für die nächste Partie. Bis es soweit war, mühten sich die Fußball-Freunde ordentlich gegen die DJK Waldram. „So unverdient, das ist so unglaublich unverdient“, ärgerte sich deren Trainer Johannes Hellwege, als sein aufopferungsvoll kämpfendes Team das 1:2 und damit den Knockout kassierte. „Das hat Waldram stark gemacht“, attestierte FFG-Trainerin Daniela Hensel dem Gegner eine starke Leistung. „Uns hat noch das erste Spiel in den Knochen gesteckt.“ Die Erfahrung, dass zwei 30-Minuten-Spiele hintereinander für ein mit lediglich einem Auswechselspieler bestücktes Team arg kräftezehrend sind, machte anschließend die DJK. „Eine Stunde ist zu viel“, fasste Hellwege die 1:7-Niederlage gegen Schäftlarn zusammen, durch die der TSV als Gruppenzweiter ins Kreisfinale einzog.

Gruppe D

Zu einer „engen Kiste“ entwickelte sich das Rennen um die Kreisfinalplätze in der Gruppe D. Dort legte der SV Eurasburg-Beuerberg mit einem 3:2-Sieg gegen den TSV Königsdorf den Grundstein fürs Weiterkommen. „Ich wusste, dass wir Königsdorf schlagen müssen, wenn wir weiterkommen wollen“, freute sich SVEB-Trainer Klaus Kantschuster über den gelungenen Coup. Königsdorf musste seine Hoffnungen nach dem zweiten Spiel endgültig begraben. Gegen den TSV Wolfratshausen unterlag die Elf von Florian Mittermeier mit 1:5. „Aber entscheidend war das erste Spiel“, ärgerte sich der TSV-Coach. „Davon bin ich schon enttäuscht.“ Bei Wölfe-Trainer Dominik Stallein, dessen Team den Kreisfinaleinzug mit dem Sieg bereits in der Tasche hatte, hielt sich die Begeisterung in Grenzen: „Das Ergebnis ist besser als das Spiel. Das ist nicht das, was wir können.“ Im letzten Gruppenspiel trennten sich Eurasburg und Wolfratshausen schiedlich-friedlich mit einem 1:1 und zogen gemeinsam eine Runde weiter. Deshalb waren sich beide Trainer letztlich einig: „Wir wollten in die nächste Runde, das Ziel haben wir erreicht.“ Das Merkur CUP-Kreisfinale wird am Samstag, 18. Mai, ebenfalls in Egling ausgetragen.

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