Der Kapitän der leisen Worte: Lech Kasperek (li.) ist ein Garant für die gute Defensivquote des BCF Wolfratshausen. Foto: or

BCF-Kapitän Kasperek: „Mich hat der Ehrgeiz nochmal gepackt“

BCF Wolfratshausen – Mit 29 Jahren ist Lech Kasperek der älteste Fußballer im Kader des BCF Wolfratshausen und seit dem Abschied von Karl Murböck auch der Kapitän.

Unser Mitarbeiter Oliver Rabuser unterhielt sich zu Beginn der Winterpause mit dem zuverlässigen Innenverteidiger.

-Herr Kasperek, im Jahr der Ligenreform richtet sich der Fokus in der Landesliga einzig auf die Plätze eins bis acht. Wie fällt Ihr persönliches Zwischenfazit aus?

Ich bin recht zufrieden, wenn ich auf die Tabelle schaue. Da lässt sich nicht meckern. Einige Punkte haben wir allerdings verschenkt, weil wir in manchen Spielen unter unseren Möglichkeiten gespielt haben. Mit Unentschieden kommt man nicht weiter.

-Mit 25 Gegentreffern stellt der BCF die drittbeste Defensive der Liga. Und das, obwohl mit Thaddäus Jell und auch mit Ihnen schwerwiegende Ausfälle zu verzeichnen waren.

Die gute Quote liegt an der Spielweise des gesamten Teams. Der Trainer versucht zu vermitteln, dass die Defensivarbeit bei den Stürmern anfängt. Das macht es uns hinten leichter. Dazu hat sich Matze Hartmann super zurechtgefunden. Es macht richtig Spaß mit ihm.

-Sie selbst mussten ob der Personalnot trotz eines entzündeten Schambeins und anderer kleiner Wehwehchen ran. Die Pause ist dringend vonnöten.

In den letzten Wochen war es richtig schlimm. Ich konnte beim Socken-Anziehen das Bein nicht mehr anheben. In Eichstätt ging es dann nicht mehr. Nach der einwöchigen Pause hatte ich erst nach dem Spiel gegen Aichach wieder Schmerzen. Ich bin im Vergleich zu früher fitter, achte mehr auf meinen Körper. Das merke ich auch.

-Sie sind der dienstälteste Spieler im Kader, teilweise kicken Sie mit einer völlig anderen Fußballer-Generation. Merkt man das auf dem Platz?

Man merkt es generell bei so jungen Leuten. Sie haben eine andere Einstellung zum Fußball. Einige brauchen auch ein oder zwei Jahre, um zu kapieren, wie man im Herrenbereich Fuß fasst. Speziell bei uns sind aber alle jungen Spieler charakterlich einwandfrei. Selbst sieht man natürlich die Dinge auch etwas anders als früher und hat dadurch Verständnis für die Nachfolge-Generation.

-Sie gelten als Kapitän der leisen Worte, anders als ihr Vorgänger. Wie interpretieren Sie ihre Rolle?

Die Fußstapfen von Karl Murböck sind mir sowieso zu groß (lacht), da hinterlasse ich lieber eigene. Ich reduziere mein verbales Eingreifen auf die wesentlichen Anweisungen. Bevor ich ständig herumschreie, spare ich mir meine Luft lieber auf. Die Mannschaft wird nicht alleine vom Spielführer gelenkt. Jeder kann etwas dazu beitragen.

-Sie sind vor zehn Jahren aus der A-Jugend von 1860 München gekommen. Welche Ziele hat man nach so langer Zeit beim BCF?

Ich möchte unbedingt aufsteigen. Mich hat der Ehrgeiz noch einmal gepackt, ich nehme diese Saison sehr ernst. Einen Aufstieg muss man mitnehmen, wenn es möglich ist.

-Und was Sie selbst betrifft?

Kurzum: So lange wie möglich, so hochklassig wie möglich spielen. Ich bin von größeren Verletzungen verschont geblieben, möchte schon noch einige Jahre weitermachen. Ich wohne in Wolfratshausen, habe Spaß beim BCF.

Quelle: fussball-vorort.de

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