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„Mischung aus Pech und Unvermögen“ - Grelics hadert mit Chancenverwertung des TuS Geretsried

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Ausgehebelt: Trotz einer Leistungssteigerung schafften es die Geretsrieder um Lukas Kellner (re.) in Memmingen nicht mehr, einen 0:1-Rückstand wett zu machen.
Ausgehebelt: Trotz einer Leistungssteigerung schafften es die Geretsrieder um Lukas Kellner (re.) in Memmingen nicht mehr, einen 0:1-Rückstand wett zu machen. © hafner

Der TuS Geretsried zeigte sich zwar beim FC Memmingen II verbessert, für Zählbares reichte es aber nicht. Die Elf von Martin Grelics ließ im Allgäu zu viele Torchancen aus.

Memmingen/Geretsried – Eigentlich hätte Martin Grelics die Rückfahrt aus dem Allgäu ausgiebig genießen können. „Fußballerisch war das heute deutlich besser als vorige Woche gegen Aystetten“, zog der Coach des TuS Geretsried spieltechnisch betrachtet eine positive Bilanz aus dem Auftritt seiner Mannschaft bei der Memminger Regionalligareserve. „Wir haben viel Dominanz auf den Platz gebracht, hatten viele Torchancen. Aber leider war das wieder unsere große Baustelle – vor dem Tor sind wir zu wenig konsequent.“ So endete die Partie einmal mehr mit einer Niederlage (0:1).

Anders als die Gäste, war Memmingen in Sachen Torausbeute äußerst effizient. Bereits in der fünften Minute profitierte FC-Torjäger Qazim Prushi von einem Abstimmungsdefizit zwischen Lukas Keller und Leonardo Lajqi und beförderte das Spielgerät zur 1:0-Führung ins Netz. Das damit bereits das Endergebnis feststand, konnte zu dem Zeitpunkt niemand ahnen, denn der TuS erspielte sich eine Vielzahl bester Einschussmöglichkeiten. In der zwölften Minute traf Fabijan Podunavac sogar ins Tor, Schiedsrichter Michel Stölpe hatte jedoch Schrills bei dessen Kopfballvorlage im Abseits gesehen. „Meiner Meinung nach war das ein reguläres Tor“, beteuerte Grelics, nachdem er sich die Szene noch einmal im Video angesehen hatte. „Das macht es umso bitterer. Wenn da das 1:1 fällt, geht das Spiel anders weiter.“

TuS Geretsried: Memmingen-Keeper Gruber zieht Grelics-Elf den Zahn

Nur wenige Minuten nach der strittigen Abseitsentscheidung stand bei einem abgefälschten Kopf von Niko Karpouzidis der Pfosten im Weg. Eine halbe Stunde war gespielt, als Johannes Bahnmüller im letzten Moment „abgegrätscht“ wurde, kurz vor der Pause zielte Podunavac knapp am Tor vorbei. Memmingen konnte im ersten Durchgang keine weiteren gefährlichen Szenen im Geretsrieder Strafraum verbuchen, die einzige nennenswerte Chance der Gastgeber in dessen wenigen „sehr starken Minuten“ nach dem Seitenwechsel vereitelte TuS-Keeper Sebastian Untch.

Auf der Gegenseite hielt Torhüter Martin Gruber seine Elf auf Siegeskurs, als er bei einem Kopfball von Florian Zymeri aus kurzer Distanz einen „riesen Reflex“ auspackte. „Der hat einen Sahne-Tag erwischt“, merkte Grelics anerkennend an. Zum Spiel passte, dass Podunavac mit der letzten Aktion der Torerfolg versagt blieb, weil ein Memminger den Ball von der Linie kratzte. „Das ist bei uns eine Mischung aus Pech und Unvermögen, dass wir so viele Chancen liegen lassen. Und der Gegner macht aus wenig viel“, fasste Grelics zusammen. Positiv nehme man mit, dass im Gegensatz zur Vorwoche „wieder ordentlich Fußball gespielt“ worden sei. Dennoch: „Am Ende ist Fußball ein Ergebnissport, irgendwann müssen wir liefern.“ (RUDI STALLEIN)

FC Memmingen II – TuS Geretsried 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 (5.) Prushi. – Schiedsrichter: Michel Stölpe (TSV Aitrang). – – Zuschauer: 50.

TuS: Untch – Rosina, Buchmair (69. Pech), N. Karpouzidis, Keller, Bahnmüller (89. Reitel), Schrills (75. Basaran), Steeb (46. Walker), Lajqi (76. Zymeri), Podunavac, Lux

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