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Der BCF Wolfratshausen vor der Bezirksliga-Saison 2019/20. 

Mit SV Aubing „Richtiges Brett“ zum Auftakt

Mit Mut und Respekt: BCF Wolfratshausen will sich konsolidieren

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Alles auf Null – der BCF Wolfratshausen hat als fußballerisches Aushängeschild des Oberlands ausgedient. Zwei Abstiege innerhalb von zwölf Monaten haben dem Klub aus Farchet jeglicher Strahlkraft beraubt.

VON OLIVER RABUSER

Wolfratshausen – Überehrgeizige Ziele wird es auf Sicht nicht geben, aber mit Mitch Rödl und Jona Lehr nimmt sich ein spielendes Trainerduo des Neuaufbaus an. Beide Routiniers sind Novizen, haben aber auch das Fachwissen und die Affinität zum Fußball, um ihrem neuen Team inhaltlich etwas zu vermitteln. Eine Mischung aus Routiniers, Talenten und – neuerdings wieder – einer Handvoll Kicker aus der näheren Umgebung sind ein erster Ansatz.

Mit dem Auftaktmatch am Samstag gegen den SV Aubing sieht Rödl gleich ein „richtiges Brett“ auf seine Elf zukommen. Generell hat es das Programm zu Beginn in sich. „Hätte besser laufen können“, blickt der 34-Jährige auf die Folgepartien in Raisting und gegen Penzberg. Man müsse in diese Matches „gleich alles reinhauen“, um nicht neuerlich früh den Anschluss zu verlieren. Kein einfaches Unterfangen, denn die Vorbereitung verlief eher unrund. Rödl hätte gerne „mehr experimentiert“, doch dazu fehlte es an Personal. Urlaube, berufliche Absenzen und in erster Linie die mühsame Akquise neuer Spieler nahmen den wenigen Testpartien jegliche Aussagekraft. Die vermeintliche Generalprobe gegen die Promi-Elf FC Bello (5:4) war allenfalls eine bessere Trainingseinheit. „Wir haben katastrophal gespielt, Zweikampfhärte und letzten Biss vermissen lassen“, urteilt Rödl.

Gleichwohl überwiegt beim neuen Coach die Zuversicht. Der Kader sei groß genug, um im „vorderen Bereich“ der Tabelle mitspielen zu können. Derzeit sei die Belegschaft überschaubar, doch ist der 34-Jährige noch im Gespräch mit potenziellen Neuzugängen. Mit den jetzigen Neulingen ist der IT-Fachmann überaus zufrieden. „Alle haben die Qualität, in der Bezirksliga zu spielen“, versichert Rödl. Zudem habe man mit den Zugängen aus Schäftlarn und der eigenen Reserve wieder einen regionalen Bezug im Kader geschaffen.

Die vergangenen Jahre seien für die Fans tendenziell mager ausgefallen, räumt der Coach ein. Deswegen setzt er darauf, dem Team eine „gewisse Spielkultur“ zu verpassen. Zuvorderst die jungen Talente sollen mutig auftreten – „trotz des Risikos“. Rödl selbst kommt schon jetzt zu der Erkenntnis, dass sein neuer Job „extrem zeitaufwendig“ sei, ihm aber nichtsdestotrotz „sehr viel Spaß“ bereite. Und die bisweilen unterschiedlichen Meinungen im Austausch mit seinem Assistenten Jona Lehr betrachtet der Neu-Trainer als „wichtige Ergänzung“.

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