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Blitzschnell gedreht: BCF-Neuzugang Veronika Filgershofer (vorne) erzielte gegen Amicitia den Treffer zum 2:2-Ausgleich. Am Ende setzten sich die Farcheterinnen mit 3:2 durch.

Kraftakt in der 92. Minute

Schauer köpft BCF-Frauen in der Nachspielzeit ins Glück

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Einen optimalen Einstand in der Landesliga feierten die Wolfratshauser Fußballerinnen: Auf eigenem Platz wurde der alte Rivale Amicitia München mit 3:2 (0:2) besiegt. In einem Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten gelang den BCF-Frauen allerdings in der Nachspielzeit der Siegtreffer.

Trainer Helmut Bogos – er musste auf die kurzfristig verhinderten Lorena Dilz und Hannah Baumann verzichten – hatte seinen Damen für die erste Halbzeit eine defensiv ausgerichtete Marschroute mit gegeben, um gegen die technisch starken Gäste bestehen zu können. Doch Bogos’ guter Plan wurde von SC-Goalgetterin Nora Bohaimid durchkreuzt. Erst nutzte sie einen Abstimmungsfehler in der neu formierten Farcheter Abwehr zur Gästeführung (18.). Und dann vollendete die frühere Wolfratshauserin eine schöne Kombination zum 0:2 und der vermeintlichen Vorentscheidung (25.).

Doch nach dem Seitenwechsel erlebten die Zuschauer einen anderen BCF. Bogos hatte umgestellt und ließ sein Team nun viel offensiver agieren. Amicitia zeigte sich überrascht und machte Fehler. Eine dieser Unachtsamkeiten der Gäste nutzte Stefanie Schoberth (früher: Gerner) zum Anschlusstreffer (62.). Und nur vier Minuten später jubelten die Gastgeber erneut: Veronika Filgertshofer, Neuzugang von der SG Lenggries/Gaißach, nahm einen langen Ball mit dem Rücken zum Tor an, drehte sich blitzschnell und schloss fulminant ab (66.) – 2:2. „Zu diesem Zeitpunkt wären wir mit dem Punkt zufrieden gewesen,“ meinte der BCF-Coach nach der Partie. Marie Arndt anscheinend nicht: Gegen drei Münchnerinnen setzte sie sich durch, flankte präzise auf Selina Schauer, die per Kopf für die späte Entscheidung sorgte (92.).

„In einem Spiel der Superlative haben wir am Ende etwas glücklich, aber verdient gewonnen, weil meine Mannschaft in der zweiten Halbzeit alles richtig gemacht hat“, freute sich der Trainer. „Für ein Frauen-Fußballspiel war sehr viel Pfeffer drin.“ Auch mit seinen Auswechselspielerinnen sei er sehr zufrieden gewesen: „Sie waren sofort in der Partie. Vor allem Marina Sigl hat sich sehr gut ins Spiel eingefügt.“ detlef Hermann

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