Der SV Ascholding/Thanning steigt völlig verdient in die Kreisklasse auf.
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Der SV Ascholding/Thanning steigt völlig verdient in die Kreisklasse auf.

„Die Geduld hat sich ausgezahlt“

SV Ascholding/Thanning kehrt nach 25 Jahren in die Kreisklasse zurück

  • VonRudi Stallein
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Der SV Ascholding/Thanning kehrt nach 25 Jahren Pause in die Kreisklasse zurück. Vater des Erfolges ist Trainer und Ex-Profi Heinz Tochtermann.

Ascholding – Mit pandemie-bedingter Verzögerung feierten die Fußballer, Funktionäre und Fans des SV Ascholding/Thanning am vorigen Wochenende den größten Erfolg der Vereinsgeschichte in den vergangenen 25 Jahren: Mit zehn Punkten Vorsprung beendete das Team von Trainer Heinz Tochtermann die Corona-Saison als Meister der A-Klasse 4 und steigt in die Kreisklasse auf.

Das war zuletzt in der Saison 1995/96 geglückt.

„Das ist eine super Sache, auch wenn es etwas länger gedauert hat“

Vize-Präsident Hubert Seidl über den Aufstieg

„Dass ich das noch erleben darf“, freut sich Rupert Woisetschläger, seit 22 Jahren Vorstand des SV Ascholding. Als er den Job damals antrat, war die erste Mannschaft nach einem zweijährigen Intermezzo in der Kreisklasse gerade wieder in der A-Klasse angekommen. „Ich hoffe, dass sie sich dieses Mal länger halten, das Potenzial dafür haben sie“, sagt der Klubchef, der selbst einigen Akteuren aus der aktuellen Meistermannschaft einst in der F-Jugend das kleine Einmaleins des Fußballs beigebracht hat. „Das ist eine super Sache, auch wenn es etwas länger gedauert hat“, strahlt SVA-Vize Hubert Seidl. „Sie haben einen überragenden Fußball gespielt.“

Die Mannschaft selbst hätte „die Saison gerne zu Ende gespielt und wäre lieber auf dem Platz aufgestiegen“, wie Hansi Makrutzki bestätigt. „Diese Emotionen hätten wir sehr gerne mitgenommen“, sagt der Fußball-Abteilungsleiter, mit Florian Volz, Philip von Jagemann und Christian Klein dienstältester Akteur des Aufsteigers. Nachdem man in den vergangenen zwei Spielzeiten mit zwei dritten Plätzen jeweils knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt war, legten die Ascholdinger nun eine souveräne Saison hin. Von den 18 absolvierten Partien wurden 16 gewonnen, ein Spiel endete Unentschieden. Nur ein Match ging verloren. „Aber das war ein Schlüsselerlebnis“, misst Heinz Tochtermann der „niederschmetternden“ 0:6-Klatsche gegen den SV Sachsenkam am fünften Spieltag richtungsweisende Bedeutung bei. „Da hatte ich schon etwas Sorge, dass es einen Knacks geben könnte“, gesteht der Coach rückblickend. Aber der anschließende 2:1-Erfolg beim TSV Königsdorf habe gezeigt, dass die Moral seiner Mannschaft absolut intakt war. „Wir haben lange warten müssen, aber die Geduld hat sich letztlich ausgezahlt“, freut sich Tochtermann. „Die letzten drei Jahre haben gezeigt, wo der Weg hinführt. Der Aufstieg macht uns stolz. Und dass er nur mit Eigengewächsen entstanden ist, macht es noch schöner.“

SV Ascholding/Thanning: Harter Kern der Mannschaft und Trainer verantwortlich für Aufstieg

Nicht nur für Hansi Makrutzki ist – neben der Tatsache, dass der harte Kern der Mannschaft schon seit Jahren zusammenspielt – der Coach der Vater des Erfolgs. „Er hat daran einen sehr großen Anteil“, betont der Spartenleiter. „Der Trainer hat es super verstanden, dass alle 20 Kaderspieler topmotiviert waren, auch wenn sie mal auf der Bank saßen. Er hat mit seiner Erfahrung die Mannschaft auf ein neues Niveau gebracht“, lobt Makrutzki den Ex-Profi, der in den 1970er Jahren für den VfB Stuttgart, 1860 München, die SpVgg Bayreuth und den SC Freiburg spielte.

Die Spieler des SV Ascholding/Thanning haben sich den Aufstieg redlich verdient.

Bemerkenswert am Rande: Es gibt einen Akteur, der schon seinen zweiten Aufstieg mit dem Sportverein feiert. Alois „Futschi“ Rieger war 1996 Aufstiegstorwart und stand auch in dieser Saison drei Mal für den verletzten Michael Donaubauer im Tor.

Für die kommende Spielzeit hat der Kreisklassen-Aufsteiger zwei Ziele. „Den Klassenerhalt und einen Derbysieg gegen die Sportfreunde Egling-Straßlach“, sagt Hansi Makrutzki und ergänzt lachend: „Dieses Vergnügen hatten wir in einem Punktspiel seit 20 Jahren nicht mehr.“

(Rudi Stallein)

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