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Keinen Rückhalt mehr im Verein: Tom Huber ist nach mehr als 30 Jahren beim SV Eurasburg-Beuerberg als Fußball-Abteilungsleiter zurückgetreten.

„Ich habe mit dem Thema abgeschlossen“

Paukenschlag beim SV Eurasburg-Beuerberg! - Tom Huber und Co. zurückgetreten

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Beim SV Eurasburg-Beuerberg brodelt es zurzeit offenbar ganz ordentlich.

Die Fußballer des Kreisklassen-Klubs befinden sich seit Wochen auf einer beängstigenden Talfahrt – und hinter den Kulissen fand ein beachtliches Stühlerücken statt: Der bisherige Abteilungsleiter Thomas „Tom“ Huber, seit mehr als 30 Jahren im Verein und fast eben solange in der Vorstandschaft aktiv, hat sein Amt niedergelegt. Mit ihm sind auch sein Stellvertreter Matthias Maier und der Sportliche Leiter Florian Hartmann zurückgetreten.

Über ihre Motive halten sich die Beteiligten bedeckt. „Ich habe mit dem Thema abgeschlossen. Da ist jedes Wort zuviel“, sagt Huber. „Wir waren der Meinung, dass es für den SV-Fußball so in die richtige Richtung weitergeht“, begründet der Ex-Spartenleiter seine Entscheidung. Es habe in der Vergangenheit „so viele Störfeuer von überall her“ gegeben, die „die Arbeit schwierig gemacht haben“, deutet der 56-Jährige an, dass ihm der Job schon länger nicht nur Spaß bereitet hat. „Wir wollen keinen Stunk reinbringen. Es war von uns eine kollektive Entscheidung, dass wir gesagt haben: Es ist besser für den Verein, wenn andere weitermachen“, betont Florian Hartmann, der seinem Klub als Spieler erhalten bleibt. Noch mehr Unruhe wolle man vermeiden, bestätigt Tom Huber, dass ihm der Sinn nicht nach Nachtreten steht. „Damit ist niemandem geholfen. Die Anderen sollen jetzt schauen, dass es weiter geht.“

„Wichtig ist letztlich nur, dass es dem Verein gut geht“

„Die Anderen“, damit ist die neue Fußball-Vorstandschaft gemeint. Seit zwei Wochen fungiert Andreas Mathäus als von der Mannschaft gewählter Abteilungsleiter. Nachdem Huber, Maier und Hartmann zurückgetreten waren, sei er „sofort bereit gewesen, was zu übernehmen“, sagt der 31-jährige Ex-Spieler, der auch die B-Junioren des SV Eurasburg-Beuerberg trainiert und beim ASC Geretsried den Posten des Technischen Leiters bekleidet. Nach einer Fußoperation, bei der ihm die Achillessehne gerissen ist, sei es fraglich, ob er nochmal selbst aktiv spielen könne, erläutert Mathäus. In seinem neuen Amt erhält er Unterstützung aus dem Familienkreis: Ehefrau Franziska helfe beim Organisieren, Schwiegermutter Petra Bauer kümmere sich um die Finanzen, erklärt der neue Spartenchef. So könne er sich aufs Wesentliche konzentrieren. Und das sei in erster Linie „das Miteinander wieder stärken“ und „so schnell wie möglich aus dem Abstiegskampf kommen und zu alter Stärke zurückfinden“.

Ob die „Sachen, die vorgefallen sind“ auf die Leistungen der Fußballer abgefärbt haben, sei „schwer zu sagen“. Fakt ist, dass beide Herrenteams Anlass zur Sorge geben. Der letzte Sieg der Ersten Mannschaft datiert vom 5. Spieltag. In den folgenden acht Spielen gab es lediglich noch ein 2:2-Unentschieden gegen Aufsteiger FSV Höhenrain – nach Abschluss der Hinrunde rangiert der SVEB auf einem Abstiegs-Relegationsplatz. Nicht besser sieht es für die Reserve aus: Sie liegt mit sechs Punkten aus zwölf Spielen auf dem letzten Platz der B-Klasse 5. Keinen Anlass zur Sorge sieht Hubert Berghofer, Vorsitzender des Gesamtvereins, bezüglich der Entwicklung in seiner Fußball-Abteilung: „Das ist ein Generationswechsel. Die Jungen übernehmen Verantwortung. Ich sehe das positiv.“

Derweil kann Tom Huber nicht verhehlen, dass er sich seinen Abschied anders vorgestellt hätte. „Aber im Fußball ist das so. Den richtigen Zeitpunkt für so etwas gibt’s nie. Ich bin froh, dass ich so lange Teil des Ganzen war“, sagt der langjährige Fußballchef. „Wichtig ist letztlich nur, dass es dem Verein gut geht.“

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