+
Kopf und Kragen riskierte Eglfings Keeper Maximilian Schmitt (re.), um gegen Benediktbeuerns Benedikt Veicht (li.) zunächst den Ausgleich zu verhindern.   

Kreisklasse 3: Alle Spiele

TSV Benediktbeuern tritt auf der Stelle - SV Eurasburg rennt ins offene Messer

  • schließen
  • Rudi Stallein
    schließen

Der FSV Höhenrain steht nach einer unnötigen 3:4-Niederlage in Bad Kohlgrub auf dem Abstiegsrelegationsplatz. SV Münsing holt einen Punkt in Perchting.

FC Bad Kohlgrub – FSV Höhenrain 4:3 (2:2)

Zum Erfolg gehört auch Mal Glück dazu. „Aber das war heute nicht auf unserer Seite“, ärgerte sich Gerhard Gleißner über eine neuerliche Niederlage seines FSV, die es nicht gebraucht hätte. Zwar waren die Gäste schon früh in Rückstand (8.) geraten, aber Simon Pauli (30.) und Johannes Ohlhof (33.) drehten die Partie. Doch nur zwei Minuten später glich Bad Kohlgrub aus. „Davor hat der Schiedsrichter ein ganz klares Handspiel übersehen“, monierte der Coach. Den Rückschlag vor der Pause machte Tim Closs, der vor der Halbzeit noch bei einer riesen Chance am Torhüter gescheitert war, mit der erneuten Höhenrainer Führung in der 58. Minute vorübergehend vergessen.

„Aber dann haben wir leider das Fußballspielen eingestellt“, haderte der Trainer mit dem Verhalten seines Teams, bei dem vor allem „die Rückwärtsbewegung nicht so war, wie sie sein sollte“. Das Resultat waren der Ausgleich (77.) durch Niklas Nüssgen und der Siegtreffer für die Gastgeber durch Christian Maintz (85.), der auch schon die Kohlgruber Führung besorgt hatte. „Bad Kohlgrub hat das Dutt Glück mehr gehabt“, so Gleißners Fazit.   

ESV Penzberg - SV Eurasburg-Beuerberg 2:0 (0:0) 

Übermut tut selten gut. Das gilt für die Schlussphase eines Spiels, das die Gäste „nicht hätten verlieren müssen, überhaupt nicht“, wie SVEB-Trainer Klaus Brand verärgert festhielt. Über weite Strecken sei die Partie „ein typisches 0:0-Spiel“ gewesen, in dem die Gäste jedoch nicht chancenlos waren. So zielte Julian Jäger allein vor dem Tor knapp vorbei, beim nächsten Versuch scheiterte er am Penzberger Torhüter. Und Stefan Manhart versuchte, trotz Bedrängnis im Strafraum selbst zum Torerfolg zu kommen, statt Bodenkontakt zu suchen und einen Strafstoß herauszuholen.

Je mehr sich die Partie zum Ende neigte, desto sicherer ging Brand von einer torlosen Punkteteilung aus. Doch da hatte er die Rechnung ohne sein Team gemacht, dass im Endspurt in der Offensive die Entscheidung suchte – und prompt in zwei Konter lief, was den Gastgebern durch Tore von Tobis Szekeli (86.) und Andre Tiedt (89.) einen nicht mehr erwarteten Dreier bescherte. „Das war ganz ärgerlich“, schimpfte der Trainer. „So kurz vor Schluss muss man auch mal mit einem 0:0 zufrieden sein.“   

TSV Benediktbeuern - ASV Eglfing 2:2 (1:1) 

Beide Teams gaben von Beginn an zu erkennen, dass nur ein Sieg zählte. Die Gäste fanden allerdings besser ins Spiel, bestimmten immer stärker das Geschehen. Als jedoch Felix Heidl Benediktbeuerns Angreifer Benedikt Veicht kurz nach der Strafraumgrenze von den Beinen holte, hätte Schiri Martin Mielich auf Elfmeter entscheiden können. Den gab es dann kurze Zeit später nach einem Foul von TSV-Keeper Sebastian Rieder auf der Gegenseite. Matthias Heringer (26.) verwandelte kaltschnäuzig. Aber auch die Gastgeber durften noch vor der Pause jubeln. Severin Strasser (34.) fälschte die Kugel im Anschluss an eine Ecke zum 1:1-Gleichstand in den eigenen Kasten ab. Nach Wiederbeginn war die Partie ausgeglichen. Jakob Kreutterer (63.) brachte Eglfing erneut in Front. Kurz vor dem Spielende aber dann doch noch der Ausgleich für die Gastgeber: Benedikt Guggemos (86.) verwandelte einen an Veicht verschuldeten Foulelfmeter. TSV-Trainer Willi Link: „Ein glücklicher Punkt für uns. Eglfing hatte im ersten Abschnitt einige sehr gute Chancen. Aber meine Mannschaft hat aufopferungsvoll gekämpft und sich das Unentschieden verdient.“   

TSV Perchting-Hadorf - SV Münsing 1:1 (0:1) 

Eine Halbzeit lief es wie gewünscht, die zweiten 45 Minuten ging es ordentlich hin und her – macht am Ende ein gerechtes Remis, mit dem beide Teams leben können. Die Gäste gingen in der 25. Minute in Führung: Hans Zachenbacher drückte den Ball über die Linie, nachdem zuvor Julian Hauptmann den Perchtinger Keeper Christoph Müller überlupft hatte. Nach der Pause agierten beide Mannschaften „mit offenem Visier“, was auch die Fehlerquote auf beiden Seiten in die Höhe schnellen ließ. „Wir waren bei unseren Offensivaktionen zu ungenau“, bemängelte SVM-Trainer Christos Georgiadis, dessen Team vorerst nur noch einen Lattentreffer durch Zeljko Czikos verzeichnete.

In der 56. Minute nutzte Mohamad Ghaznawi eine Unsicherheit von Münsings Torhüter Eric Maier zum 1:1-Ausgleich. Kurz vor Ende der Partie bot sich die riesen Chance zur erneuten Führung, aber der eingewechselte Andreas Gampl scheiterte an Torhüter Müller. „Auswärts ein Punkt ist okay“, zeigte sich Georgiadis letztlich mit dem Ergebnis zufrieden.   

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kai Fritz: „Hätte meine Chance unter Thorsten Fröhling bekommen“
Kai Fritz ist die unumstrittene Nummer eins beim TuS Geretsried. Im Interview spricht er über die Entwicklung der Mannschaft und seine Profikarriere.
Kai Fritz: „Hätte meine Chance unter Thorsten Fröhling bekommen“
Mission Impossible: Ali Kaya neuer Trainer des 1. FC Weidach
Zwölf Spiele, null Punkte, 7:59 Tore – so liest sich die ernüchternde Bilanz der Weidacher Fußballer in ihren bisherigen Partien in der A-Klasse 4.
Mission Impossible: Ali Kaya neuer Trainer des 1. FC Weidach
Vier Neuzugänge auf einen Streich für den BCF Wolfratshausen II
Konkurrenz belebt das Geschäft. Kaum ist der letzte Schlusspfiff verhallt, da präsentiert Fußball-Kreisklassist BCF Wolfratshausen II die ersten Neuverpflichtungen.
Vier Neuzugänge auf einen Streich für den BCF Wolfratshausen II
Cedomir Radic vom BCF Wolfratshausen: „Traue mir die Regionalliga zu“
Seit Juli 2018 hütet Cedomir Radic das Tor bei den Fußballern des BCF Wolfratshausen.
Cedomir Radic vom BCF Wolfratshausen: „Traue mir die Regionalliga zu“