Spielabbruch zwischen TSV Grünwald und TuS Geretsried
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Sportgericht muss über mögliche Konsequenzen entscheiden

Sportgericht muss über mögliche Konsequenzen entscheiden

Spielabbruch zwischen TSV Grünwald und TuS Geretsried

  • vonRudi Stallein
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Nach dem Spielabbruch beim Vorbereitungsspiel zwischen dem  TSV Grünwald und dem TuS Geretsried, muss nun das Sportgericht über mögliche weitere Konsequenzen entscheiden.

Grünwald/Geretsried – Nur etwas länger als 60 Minuten dauerte am vergangenen Freitagabend das Fußball-Testspiel zwischen dem TSV Grünwald und dem TuS Geretsried. Dafür hat die Partie womöglich eine Nachspielzeit beim Sportgericht. Das muss entscheiden, ob der Spielabbruch durch Schiedsrichter Felix Wolf weitere Konsequenzen hat.

Beide Spielführer haben dem Spielabbruch zugestimmt

Auslöser war ein Zweikampf bei dem der Grünwalder Spieler Fabian Traub verletzt wurde und ins Krankenhaus musste. Der Unparteiische wertete die Aktion nicht als Foul, was zu heftigen emotionalen Ausbrüchen nicht nur auf der Grünwalder Bank, sondern auch bei Leuten außerhalb des Platzes geführt haben soll. Als wenig später erneut ein Zweikampf an der Grenze des Erlaubten geführt wurde, rief der Schiedsrichter die Spielführer beider Teams zu sich. „Er hat gesagt, dass er das Spiel abbrechen wolle. Unter diesen Umständen mache es keinen Sinn“, fasst TuS-Kapitän Christoph Herberth den Inhalt des Gesprächs zusammen. Beide Spielführer hätten zugestimmt.

„Jeder Spielabbruch wird dem Sportgericht gemeldet“

Doch damit ist es nicht getan. „Jeder Spielabbruch wird dem Sportgericht gemeldet“, sagt Schiedsrichter-Obmann Thomas Sonnleitner. Zumal hier auch noch die Polizei hinzu gerufen wurde. „Der Schiedsrichter hat sich wohl bedroht gefühlt. Wir haben ihn und seine zwei Assistenten dann aus der Kabine geführt“, bestätigt ein Sprecher der Polizeiinspektion Grünwald. Zu dem Zeitpunkt sei jedoch kaum noch jemand vor Ort gewesen.

Die Situation habe sich „so entwickelt, dass ein Spielabbruch geboten schien“

„Es sind drumherum wohl einige Dinge passiert, die nicht passieren sollten“, sagt Thomas Sonnleitner. Konkreter wird der Lenggrieser nicht, wegen des „laufenden Verfahrens“. Aus demselben Grund äußert sich der Unparteiische nicht zu dem Vorfall. Nach der hitzig diskutierten Szene habe sich die Situation „so entwickelt, dass ein Spielabbruch geboten schien“, betont der Obmann. „Und wenn sogar die Polizei anrückt, muss man sich die Frage stellen: Wurden alle Corona-Regeln eingehalten?“  

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