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Mit einer Glanzparade rettete Torhüter Kai Fritz (Mi., mit Sebastian Schrills) den TuS Geretsried in Olching vor einem frühen Rückstand. Am Ende durften sich die Gäste beim 2:1 über ihren vierten Saisonsieg freuen.

Fußball

TuS-Coach Grelics: „Enorm wichtig für die Moral“ 

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Landesligist Geretsried gewinnt beim SC Olching knapp, aber verdient mit 2:1 und rückte damit auf Platz sieben vor. 

Geretsried – Was ist wohl aufregender für Martin Grelics, seines Zeichens Trainer des TuS Geretsried und von Beruf Lehrer: Ein Landesliga-Match seiner Fußballer oder der erste Schultag nach den Sommerferien? „Wir hätten es entspannter haben können“, stellte der 33-Jährige jedenfalls nach dem 2:1 (2:0)-Sieg am späten Sonntagnachmittag beim SC Olching fest. Vor allem im Umschaltspiel hätten sich seinen Schützlingen in der ersten Halbzeit, „so viele Chancen geboten, dass ich sie gar nicht mehr zählen konnte. Darunter drei Hundertprozentige.“

Zehn Minuten lang hatten die Gäste Probleme mit flott startenden Olchingern, dann stellte Grelics ein wenig um und seine Elf bekam die Partie in den Griff. Allerdings hätte auch alles anders kommen können, hätte Keeper Kai Fritz nicht kurz danach einen SCO-Schuss aus acht Metern noch über die Latte gelenkt. Erstmals jubeln durften die Geretsrieder nach 27 Minuten: Sebastian Schrills flanke von links nach innen, wo Plator Doqaj völlig frei stand und per Kopfball das 0:1 besorgte. In der Folge ergaben sich weitere Möglichkeiten, ehe in der 38. Minute das 0:2 fiel: Srdan Ivkovic legte für Taso Karpouzidis auf, der sich die Chance nicht entgehen ließ. „Zu diesem Zeitpunkt absolut verdient“, stellte Grelics fest.

Erwartungsgemäß legten die Olchinger nach dem Seitenwechsel einen Zahn zu. „Sie haben einfach gespielt und hauptsächlich lange Bälle auf Chaka Menelik Ngu’Ewodo geschlagen“, berichtete der TuS-Coach. Der ehemalige Profi von Hansa Rostock war auch der Ausgangspunkt für den Anschlusstreffer der Hausherren, als sich Niko Karpouzidis und TuS-Keeper Fritz bei einer Aktion nicht einig waren. Roman Fuchs nutzte dies zum 1:2-Anschlusstor (66.). In der Schlussviertelstunde wurde es noch einmal hektisch. Der Referee musste mehrere gelbe Karten verteilen, Ivkovic und Taso Karpouzidis vergaben jeweils die Chance, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Grelics wechselte noch Florian Kellner (für Robin Renger) und Gabriel Ramaj (für Taso Karpouzidis) ein, Olchings Jan Sostmann kassierte in der Nachspielzeit noch die Ampelkarte – dann war die Partie zu Ende.

„Für die Moral enorm wichtig“ beurteilte der TuS-Trainer den Sieg beim bisherigen Verfolger. Nicht nur, weil mit Jetzendorf und Ehekirchen zwei Klubs aus dem Relegationsbereich Boden gut gemacht haben. Sondern auch, weil die Geretsrieder im Tableau einen ordentlichen Sprung nach vorne gemacht haben und nun am Freitag, 13. September, als Siebtplatzierter den SV Mering zum nächsten Heimspiel empfangen (17.30 Uhr).

SC Olching –
TuS Geretsried 1:2 (0:2)

Tore: 0:1 (27.) Doqaj, 0:2 (38.) T. Karpouzidis, 1:2 (66.) Fuchs. – Schiedsrichter: Felix Hoffmann (FSV Kirchdorf). – Gelbe Karten: T. Karpouzidis, Rosina, L. Kellner, Ramaj (beide TuS), Ecker, Obermeier, Sostmann (alle SCO). – Gelb-rot: Sostmann (93./SCO). – Zuschauer: 100.

TuS Geretsried: Fritz – Rosina, Herberth, Fister, N. Karpouzidis, T. Karpouzidis (90. Ramaj), Renger (88. F. Kellner), L. Kellner, Schrills, Doqaj (77. Rauscheder), Ivkovic.

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