Die „alten Herren“ machen der Jugend Platz: Rico Krillmäuer (2. v. li. links) und Christian Sacher (Nr. 13) wechseln zum ASC Geretsried. Florian Schneider (re.) steht „nur noch für den absoluten Notfall“ zur Verfügung – und für die Alten Herren, bei denen auch Krillmäuer und Sacher weiter für den TuS aktiv sind. 
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Die „alten Herren“ machen der Jugend Platz: Rico Krillmäuer (2. v. li. links) und Christian Sacher (Nr. 13) wechseln zum ASC Geretsried. Florian Schneider (re.) steht „nur noch für den absoluten Notfall“ zur Verfügung – und für die Alten Herren, bei denen auch Krillmäuer und Sacher weiter für den TuS aktiv sind. 

„Kein Zuhause mehr geboten“

Sacher und Krillmäuer sprechen über „Flucht“ zum ASC Geretsried

  • vonRudi Stallein
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Nach etlichen Jahren beim TuS Geretsried wechseln Christian Sacher und Rico Krillmäuer zum Lokalrivalen ASC. Die beiden Routiniers spielen aber weiterhin für die AH. 

Geretsried – Sie haben ihre gesamte Karriere im Herrenfußball beim TuS Geretsried verbracht. Doch auf ihre alten Tage wechseln Christian Sacher (32) und Rico Krillmäuer (34) den Verein: Beide schließen sich dem vor wenigen Jahren gegründeten Ortsnachbarn ASC Geretsried an.

Sacher: „Mir ist hier kein Zuhause mehr geboten“

Sacher, der nicht nur als Spieler, sondern viele Jahre nebenbei als Jugendtrainer und Jugendleiter beim TuS eingebunden war, nennt die sportliche Neuausrichtung im Herrenbereich als Auslöser für seinen Entschluss. Wie berichtet sollen die Landesliga-Mannschaft, die Reserve und die A-Junioren näher zusammenrücken. 

„Das ist sehr leistungsorientiert ausgelegt. Aber zwei oder drei Mal trainieren ist für mich neben dem Studium nicht drin“, sagt der angehende Lehrer und ergänzt: „Mir ist hier kein Zuhause mehr geboten.“ Im selben Atemzug betont der 32-Jährige: „Wir sind vollkommen im Guten auseinandergegangen, ich bin dem Verein nicht böse.“ Deshalb wolle er künftig auch in der TuS-Altherren-Mannschaft auflaufen. „Da ist mehr Spaß und Gaudi dabei.“

Krillmäuer und Sacher bleiben AH-Team des TuS Geretsried erhalten

Beides hofft er auch beim ASC zu finden – der Club hat bei seiner Gründung im Frühjahr 2016 „mit Spaß Fußball spielen“ als Philosophie in seine Statuten geschrieben. „Kicken und Spaß haben so lange es geht“, möchte auch Rico Krillmäuer. Der Abwehrspieler ist beim TuS aktiv, seit er 2002 von Leipzig ins Oberland gezogen ist. Wie Sacher trifft er beim ASC auf viele alte Bekannte. Aus beruflichen Gründen hatte sich der Controller schon zu Beginn der Saison, „deutlich vor Corona“ aus der zweiten Mannschaft mehr und mehr zurückgezogen. „Man soll ja im Alter ein bisschen kürzertreten“, sagt er lachend. Und angesichts der großen Zahl aufstrebender Talente beim TuS fällt es ihm nicht schwer, der Jugend Platz zu machen. „Ich brauche weiß Gott keine Zweikämpfe mehr gegen die ganzen fitten Jungs – das ist mir zu viel“, merkt der 34-Jährige an.

Auch er bleibt dem TuS jedoch für die AH, in der er bereits seit zwei Jahren spielt, erhalten. „Das macht mega Spaß dort“, betont Krillmäuer. „Das lasse ich mir nicht nehmen.“ 

(Rudi Stallein)

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