Wie einst Dieter Hoeneß: Srdan Ivkovic (Mi.) ließ es sich trotz seines Kopfverbands nicht nehmen, mit einem wuchtigen Kopfball das 1:0 für den TuS zu erzielen. Allerdings gelang Jetzendorf noch der Ausgleich zum 1:1-Endstand. Foto: hl

Grelic: „Das ist wirklich ein total glücklicher Punkt.“

TuS Geretsried: Führungstor von Ivkovic reicht nicht gegen TSV Jetzendorf 

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Geretsried – Der Trainer hatte dringenden Redebedarf. Kaum war der Schlusspfiff beim Landesliga-Duell des TuS Geretsried gegen den TSV Jetzendorf (1:1) verhallt, eilte Martin Grelics zu Schiedsrichter Michael Hofbauer

Geretsried – Der Trainer hatte dringenden Redebedarf. Kaum war der Schlusspfiff beim Landesliga-Duell des TuS Geretsried gegen den TSV Jetzendorf (1:1) verhallt, eilte Martin Grelics zu Schiedsrichter Michael Hofbauer. „Ich wollte wissen, warum er die gelb-roten Karten gegeben hat“, sagte der Coach, den die Antworten des Unparteiischen nicht wirklich befriedigten. Beim ersten Platzverweis gegen Jean Monty Mendama bestrafte Hofbauer den ungestümen Tordrang des 20-Jährigen, der den Ball noch ins Netz gekickt hatte, als er bereits wegen Abseitsstellung zurückgepfiffen worden war. „Das finde ich sehr kleinlich“, bemängelte Grelics die strenge Ahndung des Ballwegschießens. Den zweiten Spielausschluss, konnte der Schiedsrichter „nicht genau erklären“, so der TuS-Coach. Was womöglich daran lag, dass der Referee im Moment des Zusammentreffens von Mario Walker mit seinem Gegenspieler die Augen ganz woanders hatte.

Anzumerken bleibt: Die Ampelkarten waren nicht ursächlich für das Ergebnis. Aber sie sind symptomatisch für den Auftritt der Gastgeber, der wie ein Rückfall in die Phase zu Saisonbeginn anmutete, als der TuS seine Begegnungen fast regelmäßig in Unterzahl beendete. „Das war sicher eines unserer schlechtesten Spiele in dieser Saison“, stellte Grelics enttäuscht fest, nachdem sein Team sich wie im Hinspiel mit einem 1:1 begnügen musste. „Von 90 Minuten waren vielleicht fünf richtig gut. Das ist natürlich viel zu wenig.“ Bezeichnenderweise fiel in diesen wenigen Minuten, die den Coach zufriedenstellen konnten, die Geretsrieder Führung. Eine schnelle Kombination von Sebastian Rosina und Johannes Bahnmüller über die rechte Seite brachte einen Eckball ein. Den trat Ludwig Buchmair weit in den Jetzendorfer Strafraum, wo Srdan Ivkovic, der die Partie mit einem Kopfverband bestritt, den Ball mit unglaublicher Wucht zum 1:0 ins Netz köpfte. „Absolut spitze“, so der Kommentar von TuS-Torwarttrainer Günter Hornung, der wenig später TSV-Keeper Dennis Pöllner applaudieren konnte. Der junge Schlussmann wischte einen Kopfball von Walker nämlich gerade noch über die Latte.

Womöglich hätte ein schneller weiterer Treffer das Spiel frühzeitig entschieden. Doch in der Folgezeit besaßen die Gäste die deutlich besseren Chancen. Zum ersten Mal riesen Glück hatte der TuS nach einer halben Stunde, als Fabian Busl den Ball aus 15 Metern gegen den Pfosten zirkelte und gleich zwei Nachschüsse abgeblockt werden konnten. Drei Minuten später konnte Keeper Kai Fritz aufatmen, das seine Vorderleute sich zunächst bei einem Kopfball von Josef Keimel ebenso wie beim Nachschuss passend in die Bälle warfen.

In der zweiten Halbzeit, als Mendama bereits das Feld verlassen hatte, wäre beinahe Benjamin Fister das 2:0 gelungen. Doch sein Kopfball nach Ecke von Buchmair krachte gegen die Latte. Statt sich auf dem schnellsten Weg wieder in der Innenverteidigung zu begeben, ließ sich Fister an der Mittellinie noch auf einen Zweikampf ein und fehlte im Abwehrzentrum, wo der kurz zuvor eingewechselte Ivan Rakonic plötzlich frei vor Fritz auftauchte und zum 1:1 einschob. „Der Hauptpunkt war, dass wir fast immer die falsche Entscheidung getroffen haben“, monierte Grelics nach Spielschluss, dessen Mannschaft die Reihe ihrer schwachen Spiele gegen Konkurrenz aus dem Tabellenkeller um ein weiteres Kapitel erweiterte. Sein Fazit: „Das ist wirklich ein total glücklicher Punkt.“

TuS Geretsried –TSV Jetzendorf 1:1 (1:0)

Tore:1:0 (20.) Ivkovic, 1:1 (78.) Rakonic – Schiedsrichter:Michael Hofbauer (TSV Bernau). – Gelb-rot: Mendama (68., TuS), Walker (90.2. TuS). – Zuschauer: 90.

TuS:Fritz – Rosina, L. Kellner, Doqaj (61., N. Karpouzidis), Bahnmüller, Renger, Buchmair, Fister, Walker, Ivkovic, Mendama.

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