Viel zu harmlos agierten die Geretsrieder um Gabriel Ramaj (re.) gegen den SC Ichenhausen und kassierten am Ende eine 0:1-Niederlage.
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Viel zu harmlos agierten die Geretsrieder um Gabriel Ramaj (re.) gegen den SC Ichenhausen und kassierten am Ende eine 0:1-Niederlage.

TuS fand beim 0:1 gegen den Vierten der Landesliga keine Mittel

TuS Geretsried: Immer einen Schritt zu spät bei der Heim-Niederlage gegen den SC Ichenhausen

  • VonRudi Stallein
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Nach zwei siegreichen Partien verlor der TuS Geretsried am Samstag gegen den SC Ichenhausen mit 0:1. Damit rutschen die Geretsrieder auf einen Relegationsplatz ab.

Geretsried – In dem Bemühen, das heimische Isarau-Stadion zu einer „Festung“ auszubauen, sind die Fußballer des TuS Geretsried keinen Schritt weitergekommen. Nach zuletzt zwei Siegen setzte es gegen den Tabellenvierten SC Ichenhausen eine 0:1-Niederlage. „Nur durch einen Elfmeter, das ist bitter“, ärgerte sich Niko Karpouzidis zwar unmittelbar nach dem letzten Pfiff des Unparteiischen, räumte aber auch ein: „Am Ende des Tages ist es verdient.“

Was vor allem daran lag, dass sein Team offensiv absolut harmlos agierte. „Das war ein komisches Spiel, völlig blutleer“, kommentierte Fußball-Abteilungsleiter Ibro Filan eine Partie, die schon im Vorfeld einige „Störungen“ mitgebracht hatte. Weil Cheftrainer Martin Grelics sich am Donnerstag mit der „Nagelsmann-Krankheit“ (Filan) abgemeldet hatte und auch zwei Spieler Symptome aufwiesen, die nicht genau diagnostiziert werden konnten, wurde das Abschlusstraining abgesagt. Samstagfrüh schickte dann auch noch Vitalij Lux eine Krankmeldung So war Fabijan Podunavac in vorderster Front auf sich allein gestellt. Bezeichnend für den Spielverlauf: Es dauerte über eine Stunde, ehe Podunavac bei einem Konter erfolgversprechend in den Strafraum drang, dort aber genau auf SC-Torhüter Liridon Rrecaj zielte.

TuS Geretsried: Co-Trainer Christian Steeb analysiert das Auftreten seiner Mannschaft

„Mit zwei Siegen im Rücken, sind wir positiv reingegangen“, erklärte Co-Trainer Christian Steeb. „Aber in der ersten Halbzeit haben wir überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Da sind wir eigentlich nur hinterhergelaufen.“ Zwar befand der Coach, seine Elf habe im ersten Durchgang „nicht viel zugelassen“, dennoch wäre ein deutlicher Rückstand zur Pause keine Überraschung gewesen. Die erste Ichenhausener Großchance (14.) vereitelte TuS-Torhüter Sebastian Untch, als er einen Kopfball reaktionsschnell über die Latte lenkte. Nach einer halben Stunde gelang ihm das erneut bei einem Drehschuss von SC-Torjäger Ugur Kiral. In der 38. Minute klärte Untch gegen Kilian Kustermann, wenig später bekam er bei einem Distanzschuss gerade noch die Fingerspitzen an den Ball. Torschüsse der Gastgeber waren bis dahin Fehlanzeige. Erst kurz vor der Pause fassten sich nacheinander Niko Karpouzidis und Ludwig Buchmair ein Herz – beide Male brachte ein Abwehrspieler ein Bein in die Schussbahn.

Die Entscheidung fiel in der 61. Minute: Lukas Kellner kam mit einer Grätsche gegen Kustermann zu spät, und den Elfmeter verwandelte Kiral sicher. „Ichenhausen war klar spielbestimmend“, musste Christian Steeb eingestehen. Abgesehen von einer kurzen Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit, als bei den Gastgebern ansatzweise so etwas wie Aufbäumen spürbar war, „haben wir sie nicht unter Druck setzen können. Wir waren immer einen Schritt zu spät.“ (Rudi Stallein)

Tor: 0:1 (61./FE) Kiral.

Schiedsrichter: Jonas Krzyzanowski.

Zuschauer: 60.

TuS Geretsried: Untch - Rosina, Buchmair, L. Kellner, N. Karpouzidis, Ramaj (46., T. Karpouzidis), Lajqi, (46., Zymeri), Walker, Podunavac, Pech (58., Steeb), Basaran (68., Reitel).

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