Das TuS-Lazarett lichtet sich: Ludwig Buchmair (schwarzes Dress) steht nach auskurierter Fersenprellung im Heimspiel gegen den SV Egg wieder im Geretsrieder Kader.
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Das TuS-Lazarett lichtet sich: Ludwig Buchmair (schwarzes Dress) steht nach auskurierter Fersenprellung im Heimspiel gegen den SV Egg wieder im Geretsrieder Kader.

Martin Grelics: „Wir haben was gut zu machen“

TuS Geretsried will sich bei SV Egg an der Günz für Hinspiel-Pleite revanchieren

  • vonRudi Stallein
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Die Geretsrieder wollen sich am Samstag für die Blamage aus dem letzten Jahr beim SV Egg an der Günz revanchieren.

Geretsried – Dreizehn Monate ist es nun her, dass der TuS Geretsried das Hinspiel beim SV Egg an der Günz absolviert hat. Aber der Gedanke an die Reise ins Unterallgäu am 25. August vorigen Jahres weckt gruselige Erinnerungen. „Das war die verdienteste Niederlage der ganzen Saison“, kommentiert TuS-Coach Martin Grelics noch ein Jahr später die 2:6-Pleite. „Aber das haben wir uns selbst zuzuschreiben.“

TuS Geretsried: Im Hinspiel nach 27 Minuten bereits in Unterzahl

Es war die Zeit, in der sein Team selten einmal in voller Besetzung den Schlusspfiff erlebte. In diesem Fall war es Kapitän Christoph Herberth, der bereits nach 27 Minuten vom Unparteiischen mit der gelb-roten Karte vom Platz geschickt worden war – beim Stand von 1:0 für Egg. Der SV legte in Überzahl prompt nach, erhöhte schnell auf 2:0. „Egg ist eine Mannschaft, die versucht, Fußball zu spielen. Sie sind gut im Umschaltspiel, mit sehr schnellen Offensivspielern“, erinnert sich Grelics und klingt dabei fast schwärmerisch, trotz des Debakels. Das Können der Egger gelte es dieses Mal besser in den Griff zu kriegen.

In der Zwischenzeit ist viel passiert – nicht nur die Corona-Pandemie. Der TuS ist von der Gelb-Rot-Sucht, die ihn im vorigen Sommer befallen hat, genesen und hat sich im oberen Drittel der Tabelle eingenistet. Dort harrt er seit der Corona-bedingten Auszeit auf die Fortsetzung der Saison, die nun – nach der Absage der SpVgg Kaufbeuren am vorigen Wochenende – starten kann. Wie berichtet hatte die Spielvereinigung kein Hygienekonzept für den Kunstrasenplatz, nachdem das aufgeweichte Hauptfeld nicht bespielbar war.

TuS Geretsried: Grelics will Rückspiel als Revanche nutzen

„Wir haben was gut zu machen“, stellt Grelics nicht in Frage, dass er von seiner Mannschaft in der Samstagsbegegnung (Anpfiff 15 Uhr) eine Revanche für die Hinspiel-Niederlage erwartet. Zumal vor eigenem Publikum. „Wir sind in dieser Saison daheim stärker als auswärts“, verweist der Trainer auf die Bilanz von sieben Siegen und drei Unentschieden im Isarau-Stadion. Zwei Spiele gingen verloren, so viele wie die Gäste auf fremden Plätzen gewonnen haben. Aber deren fünf Auswärtsunentschieden darf man auch als Warnsignal deuten.

Personell lichtet sich das Geretsrieder Lazarett ein wenig. Ludwig Buchmair ist nach auskurierter Fersenprellung wieder im Kader, Sebastian Rosina und Niko Karpouzidis befinden sich in der Aufbauphase, sollen aber zunächst Spielpraxis in der Zweiten Mannschaft sammeln. Dort konnte am vorigen Wochenende Neuzugang Vitalij Lux beim 5:1-Sieg der TuS-Reserve gegen die SG Aying mit zwei Toren ein Erfolgserlebnis feiern, die dem Ex-Profi auch für die Erste Mannschaft ein gewisses Selbstvertrauen geben sollten. Hofft jedenfalls sein Coach. „Er macht viele Wege, aber die Chancenverwertung war bisher noch unzureichend“, sagt Grelics und betont: „Jetzt brauchen wir ihn.“

TuS Geretsried

Fritz, Voß – Herberth, Lajqi, L. Kellner, Buchmair, Walker, Puskas, Fister, Renger, Kubica, Bahnmüller, J. Woudstra, Y. Woudstra, Schrills, Lux, Doqaj.

(RUDI STALLEIN)

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