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Erhebliche Probleme hatte die Dachauer Defensive unter anderem mit Srdan Ivkovic (re.), der zwei Tore zum 7:2-Sieg des TuS Geretsried beisteuerte.

Letzter Test vor Fahrt ins Trainingslager

Tus Geretsried überollt Bayernligist 1865 Dachau 

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Nach zwei Niederlagen – gegen Regionalligist Türkgücu München und die Profis des TSV 1860 München – war der TSV Dachau nach Geretsried gereist.

Geretsried – Sie wollten sich gegen den eine Spielklasse niedriger angesiedelten Gegner „für unser Selbstvertrauen einen Sieg einzufahren“, wie Teammanager Ugur Alkan vor der Partie verkündet hatte. Daraus wurde nichts, stattdessen kassierte der Bayernligist eine deftige 2:7-Klatsche.

In der zweiten Minute vergab Christian Doll freistehend im TuS-Strafraum die riesen Chance, sein Team früh in Führung zu bringen. Womöglich hätte die Partie im Erfolgsfall einen anderen Verlauf genommen. So kam es für die Elf von Spielertrainer Fabian Lamotte knüppeldick. Schon im Gegenzug nach Dolls Fehlschuss markierte Arthur Kubica das 1:0 für die Gastgeber. In der 19. Minute erhöhte Sebastian Rosina nach schöner Vorarbeit von Jean Monty Mendama und Srdan Ivkovic auf 2:0. Nur sechs Minuten später konnte Mendama den Ball im Strafraum seelenruhig annehmen und zum 3:0 ins lange Eck versenken. „Der Gegner wirkte etwas schläfrig“, kommentierte TuS-Coach Martin Grelics den Auftritt der Gäste in der Anfangsphase. Auch der 1:3-Anschlusstreffer durch Robin Volland, der nach einem krassen Fehlpass in der Geretsrieder Hintermannschaft plötzlich völlig frei vor TuS-Keeper Kai Fritz auftauchte (39.), änderte an den Kräfteverhältnissen auf dem Platz wenig.

Fünf Minuten nach Wiederbeginn drehte Ivkovic den Ball aus zwölf Metern überlegt ins lange Eck. Mario Maric, einer von acht Neuen auf Dachauer Seite nach der Pause, verkürzte auf 2:4 (55.). Zehn Minuten später hatte der erst in der 60. Minute ins Spiel gekommene Ersatztorhüter Marco Jakob den Ball weitere zwei Mal aus dem Netz holen müssen. Nach einer scharfen Ecke von Ludwig Buchmair wuchtete Tasso Karpouzidis den zu kurz abgewehrten Ball zum 5:2 (62.) in die Maschen, was Dachaus Alexander Weiser zu der Feststellung verleitete: „Wir spielen einen Scheißdreck heute!“ Kurz darauf nahm Ivkovic dem jungen TSV-Torhüter mit robustem Körpereinsatz den Ball vom Fuß und schob lässig zum 6:2 (66.) ein. Den Schlusspunkt setzte Schrills in der Schlussminute, als Jakob einen Schuss von Kapouzidis nach vorn abprallen ließ.

„Das war heute viel besser, als am Donnerstag gegen Holzkirchen. Dachau war häufig nicht so auf der Höhe, aber sieben Tore musst du trotzdem erst mal machen“, freute sich Martin Grelics über den gelungenen letzten Test auf deutschem Boden, bevor es am kommenden Wochenende ins abschließende Trainingslager nach Südtirol geht. „Man darf das Ergebnis nicht überbewerten. Es ist immer noch Vorbereitung“, so der Geretsrieder Coach, der sich einen augenzwinkernden Seitenhieb nicht verkneifen konnte: „Wir haben uns heute auf jeden Fall viel Selbstvertrauen geholt.“ 

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