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Viele Abgänge, viele Zugänge: Der TuS Geretsried (vo. v. l.): Johann Latanskij, Christoph Herberth, Benni Fister, Sebastian Schrills, Kai Fritz, Lukas Kellner, Lukas Häusler, Ludwig Buchmair, Ziad Saibou, (2. Reihe) Edit Besirovic (Co-Trainer), Dietmar Kutzmutz (Betreuer), Stephan Leitner (Trainer 2. Mannschaft), Florian Schneider, Jean-Mosty Mendama, Emrah Celebie, Trainer Florian Beham, Manuel Kluge (Co-Trainer), Veronika Fritsch (Physio), Günter Hornung (TW-Trainer), sowie (3. Reihe) Nikolay Garleov, Christian Sachers, Dominik Podunavac, Michael Rauch, Milan Miskei, Maximilian Baumgartner, Marco Walter, Lorest Januzi, Rico Killmäuer, Leon Hörl und (hinten) Johannes Bahnmüller, Srdjan Ivkovic, Niko Karpouzidis, Lech Kasperek, Ryosuke Kikuchi, Taso Kapouzidis, Sebastian Rosina, Tiger Sevkovic und Plator Doqai.

Durchschlagskraft behalten

Geretsried will in der neuen Saison „wieder ein Wörtchen mitreden“

  • vonEduard Hien (gos)
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Platz neun, acht und zuletzt Rang fünf belegte der TuS Geretsried seit seiner dreijährigen Zugehörigkeit zur Landesliga Südost. Eine erneute Verbesserung wollte die Beham-Elf heuer unter Beweis stellen

Geretsried– Dass dem der Bayerische Fußballverband mit der Umgruppierung des TuS in die Staffel Südwest einen Strich durch die Rechnung machte, konnte niemand ahnen. „Man muss nicht alles verstehen, was in den Köpfen von Funktionären vor sich geht“, sagt Trainer Florian Beham. Die Einteilung nach geografischen Gesichtspunkten sei völlig außer Acht gelassen worden. „Für mich nach wie vor unsinnig. Wie so oft im Leben sitzt aber eine Institution am längeren Hebel.“ Trotzdem möchte er sich nicht aus dem Konzept bringen lassen. „Wir konzentrieren uns darauf, guten Fußball zu spielen“, verspricht Beham.

Nach dem ersten Schock hat er sich in Abstimmung mit der Abteilungsleitung relativ schnell mit dem Ligentausch abgefunden. Jetzt gastieren die Geretsrieder Kicker erstmals in vielen unbekannten Stadien und treffen auf neue interessante Gegner. „Das kann von Vorteil, aber auch ein Nachteil sein. Aber in erster Linie schauen wir auf uns“, verrät Beham, dem neben Manuel Kluge mit Edit Besirovic ein weiterer Co-Trainer zur Seite steht. Als Assistenztrainer beim Ligakonkurrenten SV Mering (2016/17) kennt der 39-jährige Diplomtrainer viele Klubs und kann entsprechende Informationen beisteuern. „Die Südwest-Liga ist schon ein bisschen anders. Trotzdem sind mit Olching, Oberweikertshofen, Gilching-Argelsried oder Mering ein paar gute Mannschaften dabei. Unser Vorteil ist, dass wir technisch gut drauf sind und viele Vereine mit unserem Tempofußball Probleme haben“, sagt der Bosnier, der einige Spieler aus der Zeit als Nachwuchstrainer beim SC Fürstenfeldbruck kennt.

Stammspieler wie Michael Bachhuber und Marinus Poschenrieder sowie die lange verletzten Markus Baki und Benedikt Buchner haben den TuS verlassen. „Von der menschlichen Seite schade, dass sie wechseln. Aber wir haben es geschafft, dank guten Verpflichtungen nichts an Durchschlagskraft einzubüßen“, freut sich Beham.

Der 35-Jährige ist seit mittlerweile dreieinhalb Jahren im Amt und baut neben Neuzugängen wie Srdjan Ivkovic, Ryosuke Kikuchi oder Maximilian Baumgartner weiterhin auf Spieler aus der eigenen U 19. „Von ihnen erwarte ich, dass jeder hart an sich arbeitet, im Training 100 Prozent auf den Platz bringt und sich für die Punktspieleinsätze empfiehlt. Larifari-Fußball gibt es bei mir nicht“, so die unmissverständliche Forderung des Übungsleiters, der in der Vorbereitung 31 Spieler einsetzte.

Dass Geretsrieder Talente bei anderen, teils höherklassigen Vereinen gefragt sind, beweisen die Wechsel von Simon Rauscheder (SV Pullach/Regionalliga), Roman Rauscheder (TuS Holzkirchen/Bayernliga), Nicholas Simpson (TSV Neuried/Landesliga Südwest) oder Jonas Musselmann, der wegen seines Studiums zu Jahresbeginn beim Nordost-Landesligisten SpVgg Bayreuth II aktiv ist.

Auch wenn in der neuen Gruppe drei bis vier Busfahrten mehr anstehen, ist laut Ibro Filan „finanziell alles im grünen Bereich“. Eine klare Zielsetzung will der Abteilungsleiter erst nach dem ersten Saison-Drittel formulieren. „Bis dahin kennt man einige Gegner, und wir wissen, wo wir stehen. Aber wir wollen schon ein Wörtchen mitreden.“

Der Startschuss fällt am Samstag um 15 Uhr gegen den TSV Landsberg. Und mit Spannung erwartet wird das Derby gegen Wolfratshausen. Am 3. Spieltag (Samstag, 21. Juli – 15 Uhr) empfängt der TuS den Bayernligaabsteiger im Isaraustadion.

Unser Tipp

Beim TuS Geretsried stimmt wieder das Paket. Trotz der Abgänge von Stammspielern wie Martin Bachhuber, Marinus Poschenrieder, Benedikt Buchner oder Markus Baki hat man es geschafft, adäquaten Ersatz zu finden. So können verletzungs- oder urlaubsbedingte Ausfälle jederzeit aufgefangen werden. Neun Spieler aus der U 19-Mannschaft, die in der Landesliga spielt, wurden integriert. Der eine oder andere wird sich womöglich gleich im Aufgebot wiederfinden. Trainingseifer, Herz, Leidenschaft, Fleiß und Willen sind Voraussetzungen dafür, Coach Florian Beham und seine Co-Trainer von einer Nominierung zu überzeugen. Die Mannschaft soll weiterhin attraktiven, schnellen Fußball spielen und sich Stück für Stück entwickeln. Der TuS Geretsried dürfte trotz der beiden Bayernligaabsteiger TSV Landsberg und BCF Wolfratshausen in der neuen Liga in jedem Fall ein Wörtchen mitreden – auch wenn der TuS nach dreijähriger Teilnahme in der Südostgruppe in die Südweststaffel verlegtwurde. Möglicherweise wird die Mannschaft sogar eine gewichtige Rolle spielen.

Ergebnisse Vorbereitung

TuS Geretsried – TSV 1865 Dachau 1:2

TuS Geretsried – TürkGücü München 1:1

TuS Geretsried – SV Aubing 0:2

TuS Geretsried – Landsberg (Pokal) 4:2

TuS Geretsried – Unterpfaffenhofen 7:0

TuS Geretsr. – Gundelfingen (Pokal) 0:1

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