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Christoph Herberth, der Kapitän der TuS Geretsried

Geretsrieds Kapitän im Interview

Herberth „Es macht Spaß, das ist das allerwichtigste“

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Die TuS Geretsried absolvierte eine starke Hinrunde und steht auf dem 4. Platz. Teamkapitän Christoph Herbert ist sehr zufrieden mit der momentanen Situation.

  • Christoph Herberth vom TuS Geretsried hat seit Ewigkeiten zwei Tore in einem Spiel erzielt
  • Im Interview spricht der Abwehrspieler über die bislang starke Saison des TuS
  • Der Aufstieg in die Bayernliga wäre ein „absolutes Highlight“

Du hast gegen Kempten zwei Buden gemacht. In den letzten Jahren hast Du nicht mal zwei Tore in einer ganzen Saison erzielt. Was war los am vergangenen Samstag?

Herberth: Ja, das kam bisher selten vor. Ich habe danach selber überlegt, was ich anders gemacht habe. Vielleicht lag es daran, dass meine Frau das erste Mal nach 15 Jahren meine Schienbeinschoner gewaschen hat. Nein, Spaß beiseite, im Fußball gibt es wilde Geschichten und dieses Mal war es eben bei mir so weit. Es war auf jeden Fall ein cooles Spiel und umso besser, dass es positiv für uns ausgegangen ist.

Ihr habt aus den letzten vier Spielen zehn Punkte mitgenommen. Euch fehlen noch sechs Punkte auf den 2. Platz und Ihr habt ein Spiel weniger. Schielt Ihr nach oben?

Herberth: Am Wochenende geht es gegen Sonthofen, ein richtungweisendes Spiel. Wir haben nicht die Ambitionen, voll anzugreifen. Wir können entspannt in die Winterpause gehen und in der Rückrunde dann ohne Druck auftrumpfen. Wir sind eine sehr junge Mannschaft und dafür läuft es sehr gut. Es macht Spaß, das ist das allerwichtigste. 

„Man braucht immer Ziele“

Aber die Bayernliga wäre schon ein cooles Ziel, oder?

Herberth: Definitiv, ich habe dort schon gespielt. Man braucht immer Ziele und auch für die Spieler, die aus der Jugend kommen, wäre es ein absolutes Highlight. Die U19 spielt in der Landesliga, da sind auch einige gute Spieler dabei.

Unter Martin Grelics habt Ihr bereits in der Rückrunde viele Siege geholt. Welchen Anteil hat er am Erfolg?

Herberth: Ich würde sagen, er spielt eine ganz entscheidende Rolle. Er hat eine ganz klare Philosophie mitgebracht und holt das Optimum aus der Mannschaft heraus. Das war damals eine sehr gute Entscheidung vom Vorstand. Auch in Kombination mit dem Co-Trainer passt es einfach gut. Das ist ein ganz entscheidender Punkt, warum wir auf Platz vier stehen. 

Wie habt Ihr Euch im Sommer vorbereitet? 

Herberth: Wir haben da angeknüpft, wo wir letztes Jahr aufgehört haben. Er hat versucht uns seine Philosophie beizubringen. Es hat ein bisschen gedauert, aber jetzt sieht man, dass ein Plan dahinter steckt. Es macht Spaß und ihm gefällt es natürlich auch, dass es so gut läuft. 

„Ivkovic ist eine Maschine“

Vor zwei Jahren seid Ihr von der Südost- in die Südwest-Staffel gewechselt. Wie unterscheiden sich die beiden Ligen?

Herberth: Damals haben wir noch gemeckert, dass wir in die andere Liga gekommen sind, aber dann haben wir uns damit abgefunden. Der Fußball ist dort ein bisschen anders. Die Mannschaften kommen eher über das Teamgefüge, über die Einheit, über den Kampf. Ich würde sagen, die Südost-Staffel ist durch die Münchner Mannschaften spielerisch besser.

Srdan Ivkovic ist mit 17 Toren in 16 Spielen Eure Lebensversicherung. Was macht Euren Torjäger aus?

Herberth: Ivo hat am Wochenende auch meine zwei Tore vorbereitet. Er ist einfach eine Maschine und tut uns gut. Er lebt das Ganze zu 100 Prozent und ist ein Vorbild für alle Amateurspieler. Jede Mannschaft, die oben mitspielen möchte, braucht so einen Stürmer. Wir sind froh, dass wir ihn haben.

Interview: Luca Iannotta

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