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Der Abgang von Spielmacher Artur Kubica tut dem TuS weh. 

Trainingsbeginn und Personalrotation beim Fußball-Landesligisten 

TuS: Kubica weg, Ivkovic fraglich

  • vonRudi Stallein
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Beim TuS Geretsried zeichnet sich ein Umbruch ab. Zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs nach einer ausgedehnten Corona-Pause teilte Trainer Martin Grelics mit, dass Arthur Kubica nicht mehr für den Landesligisten spielen wird. 

Geretsried – Als Grund nennt der TuS-Coach eine berufliche Veränderung des 30-Jährigen, der künftig in der Schweiz arbeite. „Der Abgang tut uns schon wahnsinnig weh“, betont Grelics. „Er war zuletzt zwar länger verletzt, aber wenn er fit ist, ist er für die Mannschaft ein riesen Gewinn.“

Der Spielgestalter ist nicht der einzige Verlust. Auch Benedikt Hoppe, der im Sommer vorigen Jahres aus der eigenen U 19 zu den Landesliga-Herren gewechselt war, wo er verletzungsbedingt aber nicht zum Zuge kam, verlässt den Verein. Das Talent absolviert eine Ausbildung in Königsbrunn (Landkreis Augsburg). Weil er Ingolstadt als Studienort gewählt hat, verabschiedet sich auch Yannick Woudstra aus Geretsried. Wie sich dessen Bruder Jordi entscheide, gehöre zu den offenen Personalfragen, die in nächster Zeit noch zu klären seien, so Trainer Grelics. Wie berichtet hat Kapitän Christoph Herberth seine Karriere mit Beginn des letzten Lockdowns beendet.

Ebenfalls aus dem Kader gestrichen wurden bereits zum Jahreswechsel: Ersatztorhüter Samy Günaydin (zum SVN München), David Topic (zum NK Hajduk München) und Amer Secerovic (zur SpVgg Haidhausen). Ein dickes Fragezeichen steht zudem hinter Srdjan Ivkovic. Der Torjäger ist zwar von seiner schweren Verletzung genesen, weilt aber seit geraumer Zeit in seiner Heimat Serbien. „Wie er sich entscheidet, ist völlig unsicher“, so Grelics. Ivkovic benötige bei einer Rückkehr nach Deutschland eine neue Arbeit und eine neue Wohnung. „Beides versuchen wir für ihn zu organisieren“, betont Fußball-Abteilungsleiter Ibro Filan, dass man sich um den Verbleib des Goalgetters bemühe.

Den Abgängen gegenüber steht bis dato lediglich ein Neuzugang: Fabio Pech. Der Linksverteidiger aus der U 19 hat im vergangenen Herbst bereits bei Einsätzen in der TuS-Reserve überzeugt und rückt in den Landesligakader auf. „Er passt charakterlich perfekt zu uns“, hebt Martin Grelics einen Wesenszug des 18-Jährigen hervor, der auch bei der Suche nach weiteren Verstärkungen eine erhebliche Rolle spielen soll. „Wir haben einige Leute auf der Liste stehen. Aber wir wollen eine Mannschaft, wo jeder absolut hier spielen möchte“, betont der Geretsrieder Cheftrainer, dass der Teamgedanke künftig eine größere Rolle spielt. „Schwammige Ich-schau-mal-Aussagen wollen wir nicht mehr.“

Diese Ansage richtet sich vor allem an auswärtige A-Junioren, die nach ein paar Auftritten in der U 19-Bayernliga womöglich einen Wechsel in die Herren-Landesliga als sportlichen Abstieg deuten. Nägel mit Köpfen gemacht wurden laut Grelics bereits mit fünf Jugendspieler, die ab dem Sommer die Reserve des TuS verstärken: Viktor Aleksic, Fabian Bauer, Yonas Kirschner, Georgios Stogiannidis und Tobias Wiczorek. Deren Zusagen sind ein Schritt dahin, künftig wieder „einen ordentlichen Kader für die zweite Mannschaft zu haben“, erklärt Abteilungsleiter Filan.

Die personelle Aufstockung soll nicht zuletzt Trainer Salvatore Scolaro die Vertragsverlängerung erleichtern. „Wir sind mit ihm total zufrieden und wollen die Arbeit mit ihm gerne fortführen“, sagt Ibro Filan. „Ich hoffe, dass er keine anderen Pläne hat.“ Mit dem restlichen Trainerteam – Chefcoach Martin Grelics, Co-Trainer Christian Steeb, Torwarttrainer Günter Hornung und Fitnesstrainer Basti Jocham – hat man bereits voriges Jahr verlängert. 

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