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„Eine Abreibung, die vielleicht aufweckt“: Grelics kündigt Aussprache nach Durach-Klatsche an

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Von: Rudi Stallein

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Das Nachsehen hatten Lukas Kellner (re.) und der TuS Geretsried in Durach: Beim Tabellennachbarn kassierte der abstiegsbedrohte Landesligist eine 1:6-Schlappe.
Das Nachsehen hatten Lukas Kellner (re.) und der TuS Geretsried in Durach: Beim Tabellennachbarn kassierte der abstiegsbedrohte Landesligist eine 1:6-Schlappe. © ERWIN hafner

Der TuS Geretsried sieht im Kellerduell gegen den VfB Durach kein Licht. Das Team von Martin Grelics geht mit 1:6 baden und benötigt nun wohl eine Aussprache.

Durach/Geretsried – Wer bisher nicht wahrhaben wollte, dass der TuS Geretsried in dieser Saison hüfttief im Abstiegskampf steckt, den belehrt die 1:6-Niederlage beim VfB Durach eines Besseren. „Das ist heftig“, schnauft Martin Grelics, „besonders wenn man den Spielverlauf betrachtet.“ Denn in der Anfangsphase bekamen die Gastgeber kein Bein auf den Boden.

„Die ersten 20 Minuten war das Spiel voll auf unserer Seite“, erklärt der TuS-Trainer.

Der Live-Ticker bestätigte in Minute 23: „Der Gast dominiert in dieser Phase das Spiel.“ Und hätte längst führen können. Doch Benedikt Buchner scheiterte mit einem Foulelfmeter an VfB-Torhüter Julian Methfessel. „Sonst nimmt das Spiel eine ganz andere Richtung“, misst Grelics der vertanen Gelegenheit aus der 14. Minute entscheidende Bedeutung bei. Ebenso wie einer weiteren Chance durch Sebastian Schrills, der „besser mit dem ersten Kontakt hätte abschließen sollen“, wie der Coach nach dem letztlich geblockten Versuch festhielt. „Dadurch haben wir den Gegner ins Spiel gebracht, diesen Vorwurf müssen wir uns wieder machen.“

Vollends zu Gunsten des VfB drehte sich die Partie durch einen weiteren Strafstoß, den die Allgäuer zum 1:0 verwandelten. Durach bekam nun Aufwind, bei den Gästen gingen die Köpfe runter. „Danach waren wir nicht mehr konsequent“, beobachtete Grelics. So gelangen den Hausherren in den wenigen Minuten bis zur Pause zwei weitere Treffer. „Der Gegner war eiskalt. Fast jeder Ball, der aufs Tor kam, war jetzt drin“, hadert der Coach. „Wir haben es nicht mehr geschafft, deren Chancen frühzeitig zu verhindern.“

Ein kurzer Moment der Hoffnung kam auf, als Fabijan Podunavac mit einer starken Einzelleistung sechs Minuten nach Wiederbeginn auf 1:3 verkürzte. Aber der Stimmungsaufheller wirkte nur vier Minuten, dann stellte Tobias Seger den alten Abstand wieder her. „Der Gegner hat seine Halbchancen sehr effektiv genutzt, und wir haben in keiner Phase effektiv verteidigt“, so das Resümee von Grelics, der für diese Woche ein klärendes Gespräch ankündigt. „Vielleicht war das eine Abreibung, die noch mal aufweckt“, meint der TuS-Coach. „Es ist jetzt hoffentlich jedem klar, dass wir uns bis zum Schluss strecken müssen, wenn wir nicht nächste Saison eine Liga tiefer spielen wollen.“  rst

VfB Durach - TuS Geretsried 6:1 (3:0)

Tore: 0:1 (37./FE) Echteler, 2:0 (40.) Eggensperger, 3:0 (45.) Moritz Stadelmann, 3:1 (51.) Podunavac, 4:1 (55.) Seger, 5:1 (59.) Piller, 6:1 (80.) Lask. – Schiedsrichter: Thomas Sprinkart. – Zuschauer: 240.

TuS: Untch - Buchmair (46. Reitel), Buchner, N. Karpouzidis, L. Kellner, Bahnmüller, Schrills (65. Kirschner), Steeb (46. Basaran), Lajqi (46. Zymeri), Podunavac, Pech (60. Meier).

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