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Kreisklasse: Wenn sich zwei streiten, freut sich Ascholding – SG übernimmt Tabellenführung

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Von: Rudi Stallein

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Viele Zweikämpfe, aber wenige Torchancen sahen die Zuschauer bei der Partie SV Bad Tölz gegen FF Geretsried. Hier wird der Tölzer Jordan Jahn energisch gestoppt.
Viele Zweikämpfe, aber wenige Torchancen sahen die Zuschauer bei der Partie SV Bad Tölz gegen FF Geretsried. Hier wird der Tölzer Jordan Jahn energisch gestoppt. © p. staar

Er hatte es vorausgesagt und sollte recht behalten. „In den Spielen gegen den ASC ist immer was los“, hatte Felix Jung angekündigt.

SV Eurasburg-Beuerberg - ASC Geretsried 3:3 (2:1) – Und alle Akteure bemühten sich redlich den Vorschusslorbeeren des Eurasburger Trainers gerecht zu werden. Ein einziger Angriff über drei Stationen genügte den Gastgebern, um sich in eine optimale Ausgangsposition zu bringen:

Binnen 60 Sekunden lag der SVEB durch ein Tor seines Kapitäns Valentin Seelbach mit 1:0 vorne.

Eine Viertelstunde später fand Torjäger Christian Martner die Lücke zwischen Torhüter Daniel Gotthalmseder und dem Pfosten und es hieß 2:0 für Eurasburg. Die Gäste kämpften sich jedoch trotz massivem Verletzungspech zurück ins Spiel und kamen durch einen Traumschuss von Christopher Kingston (34.) unter die Latte auf 1:2 heran.

Mit Chancen hüben wie drüben setzte sich die Partie in der zweiten Halbzeit fort. Alexander Kutzmutz platzierte einen Kopfball knapp neben das Eurasburger Tor, Martner köpfte auf der Gegenseite an den Pfosten, ehe Spielertrainer Tasso Lasidis zum 2:2-Ausgleich traf. Die beste Chance zur Gästeführung verpasste Phil Malzacher, der aus kurzer Distanz an SVEB-Torhüter Stefan Klostermair scheiterte. Mitten hinein in die Geretsrieder Druckphase platzte Martner mit seinem zweiten Tor (86.), ausgehend von einem schnellen Konter über Seelbach und David Nocker. Während SV-Trainer Jung „auf den Schlusspfiff wartete“, setzte Lasidis mit dem Tor zum 3:3 (90.+3) den Schlusspunkt unter eine spannende Partie.

„Das späte Tor schmerzt im ersten Moment natürlich, das ist sehr ärgerlich. In Summe ist das Ergebnis aber vermutlich in Ordnung“, so das Fazit von Felix Jung. „Mit dem Unentschieden könne wir gut leben“, urteilte ASC-Trainer Cem Acikbas. „Dass die Mannschaft nach dem 2:3 nochmal zurückgekommen ist, spricht für ihren Charakter – und dass sie oben dranbleiben will.“  rst

FSV Höhenrain - SG Ascholding/Thanning 0:3 (0:1) – Bei den einen steckt weiter der Wurm drin, die anderen setzen ihren Höhenflug unbekümmert fort. Während die Höhenrainer „defensiv was Neues ausprobierten“ (Interimscoach Christian Feirer) und damit in der ersten Halbzeit weitgehend Erfolg hatten, mühten sich die Gäste lange vergeblich um zählbare Aktionen. „Der letzte Pass nach vorne wurde uns durch die vielbeinige Abwehr schwer gemacht“, haderte SG-Trainer Guido Herberth, der in der 37. Minute erlöst wurde, als Sebastian Feichtmair nach Ecke von Thomas Kopp Nutznießer einer Höhenrainer Unentschlossenheit war und aus fünf Metern die 1:0-Führung markierte. Wenige Minuten nach der Pause begünstigte ein krasser Fehler von FSV-Torhüter Leonhard Borowski, der sich einen Flankenball ins eigene Tor patschte, dass das Pendel endgültig zu Gunsten der Gäste ausschlug. „Da gingen natürlich die Köpfe runter“, macht Christian Feirer keinen Hehl daraus, dass mit dem 0:2 bei seiner Elf die Luft raus war. „Wir haben selbst zu wenig getan, deshalb ist der Sieg für Ascholding am Ende nicht unverdient“, stellte Feirer klar. „Da gibt es nichts schönzureden.“

Gästetrainer Herberth, dessen Team neuer Tabellenführer ist, zeigte sich nicht ganz so zufrieden. „Es war ein schweres Spiel. Nach den letzten zwei Siegen wollten wir natürlich nachlegen, aber das haben wir über weite Strecken spielerisch nicht so geschafft.“ Dennoch war der Sieg nie wirklich in Gefahr. „Höhenrain hat uns nicht gefordert“, stellte Herberth fest, dass die Gastgeber selbst mit der Ascholdinger Bettelei gegen Ende der Partie nichts anzufangen wussten. „Deshalb ist der Sieg vollkommen verdient.“  rst

SV Bad Tölz – FF Geretsried 1:1 (0:1) – Wenig Freude machte es, bei dieser zähen Partie zuzusehen. Dies lag nicht nur an Kälte, Dauerregen und Sturmböen am Sportpark, sondern auch daran, dass sich die Teams sich so gut wie keine Torchancen erarbeiteten. Dass trotzdem zwei Tore fielen, war vor allem dem Zufall und den Torhütern zu verdanken: In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verschätzte sich SV-Torhüter Stephan Goldhofer bei einem von Dincer Aydin aus spitzem Winkel getretenen Freistoß: Der Ball flog nicht – wie wohl vermutet – ins Aus, sondern ins Kreuzeck. Diese Aktion wurde allerdings in 93. Minute getoppt, als FF-Schlussmann Adin Zabic einen harmlosen Aufsetzer von Franz Dietl durch die Hände gleiten ließ. Wäre eine Kamera mitgelaufen – diesem Treffer wäre die Auszeichnung als „Kacktor des Monats“ sicher gewesen.

„Mit Glück haben wir einen Punkt geholt“, resümierte SV-Trainer Hicham Aqabli, der die mangelnde Konzentration seiner Spieler undderen Hektik beim Abschluss bemängelte. „Aber die Geretsrieder hatten bei ihrem Freistoß-Tor auch Glück.“

FF-Trainer Christos Georgiadis sprach anschließend von einer „gefühlten Niederlage“. Vor dem Gegentreffer habe es seine dezimierte Mannschaft „richtig gut gemacht“, vor allem mit der ersten Halbzeit sei er zufrieden gewesen: „Wenn wir da das 2:0 machen, wär’s vorbei gewesen.“ Dass die Tölzer kaum durchkamen, lag vor allem an Fabian Radosevic, dem Georgiadis eine „überragende Leistung“ bescheinigte.    pr

Die Lücke fand Eurasburgs Christian Martner (li.) in dieser Szene und traf zum 2:1. ASC-Torhüter Daniel Gotthalmseder und Verteidiger Florian Krone hatten das Nachsehen.
Die Lücke fand Eurasburgs Christian Martner (li.) in dieser Szene und traf zum 2:1. ASC-Torhüter Daniel Gotthalmseder und Verteidiger Florian Krone hatten das Nachsehen. Foto: rst © rst

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