Einsatzfreudig, zweikampfstark und zielsicher: Der TuS Geretsried um den dreifachen Torschützen Florian Beham (re.) war den Gaißachern in allen Belangen überlegen. Foto: uva-press

Zielsichere TuS-Elf festigt Platz an der Sonne

Gaißach/Geretsried - Eine deftige 0:6 (0:3)-Schlappe bezog der SC Gaißach gegen den TuS Geretsried. Und der Gästesieg hätte sogar noch um ein, zwei Tore höher ausfallen können, wenn die Geretsrieder etwas zielsicherer im Abschluss gewesen wären.

Lediglich in den Anfangsminuten sah es danach aus, als dürften sich die zahlreichen Zuschauer auf ein packendes Aufeinandertreffen zwischen dem Tabellenprimus und dem Tabellenvorletzten freuen. Zunächst strich ein Freistoß von Gaißachs Hans Müller nur knapp über das Gästetor hinweg. Im Gegenzug hatte Florian Beham bereits die erste Möglichkeit für den TuS, vergab aber. Doch dann nahm der ohne die Stammkräfte Dominik Irmer, Michael Griesbeck, Ibro Filan sowie Aleksandar Simic angetretene Spitzenreiter immer mehr an Fahrt auf und je höher das Tempo wurde, umso mehr bekamen die Hausherren Probleme.

Deren Trainer Stefan Schubert empfand es jedoch als müßig, die Schuld beim System, der Taktik oder sonst irgendwo zu suchen: „Ich bin sprachlos und maßlos enttäuscht. Ein solch schwaches Auftreten hätte ich von meiner Mannschaft nie erwartet.“ Die oft gezeigten Tugenden wie Kampf und Einsatz ließen die Platzherren, mit Ausnahme von Kapitän Stefan Simon, an diesem Tag tatsächlich vermissen. Hinzu kamen Fehler und Ballverluste, mit denen die Geretsrieder förmlich zum Toreschießen eingeladen wurden. Allen voran Florian Beham, der im ersten Abschnitt mit einem lupenreinen Hattrick die Weichen zum souveränen Sieg stellte.

Nach dem dritten Geretsrieder Treffer war die angekündigte Leidenschaft bei den Gaißachern endgültig dahin. Zum Aufbäumen fehlte aber nicht nur der Glaube daran, die Wende noch irgendwie herbeiführen zu können, sondern vor allem auch die Mittel. Das Team von Trainer Ralf Zahn war einfach besser bestückt, hatte mit Beham und dem zweifachen Torschützen Martin Bachhuber im Abschluss sichere Akteure, mit Christian Fuchs einen exzellenten Vorbereiter und in Sascha Schiwon auch noch einen Abwehrspieler, der vom Trainer mit einem Sonderlob bedacht wurde: „Sascha hat zum ersten Mal von Anfang an gespielt und seine Aufgabe hervorragend erfüllt.“

Eine derartige Bestätigung wollte Schubert keinem seiner Mannen ausstellen: „Das war ziemlich lustlos. Wir hatten beispielsweise nicht eine gelbe Karte, der Gegner dafür vier oder fünf. Womit ich nicht von unfairem Spiel spreche, vielmehr zeugt dies von großem Einsatz.“ Ein absolut schwarzer Tag für den letztjährigen Bezirksoberligisten. Besserung ist dringend nötig, sonst dürften ganz schwere Zeiten auf die Isarwinkler zukommen.

dh

Auch interessant

Kommentare