FUSSBALL INTERNATIONAL Testspiel EM 2021 in Innsbruck Deutschland - Daenemark 02.06.2021 DFB Vizepraesident Rainer Koch.
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Der BFV ist sauer: Präsident Rainer Koch schimpft über das Rahmenkonzept Sport des bayerischen Innenministeriums.

BFV fällt vernichtendes Urteil zu Rahmenkonzept Sport

Absurd, sinnfrei, Schlag ins Gesicht - BFV zerreißt Rahmenkonzept Sport

  • VonTobias Huber
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Der Bayerische Fußballverband reagiert angefasst auf das Corona-Rahmenkonzept Sport der Landesregierung. Die Sportler sprechen von Ungleichbehandlung.

München - Mit völligem Unverständnis und deutlicher Kritik reagiert der Bayerische Fußball-Verband (BFV) auf das Ende vergangener Woche veröffentlichte und nun gültige Rahmenkonzept Sport des Bayerischen Innenministeriums. Demnach bleibt unter anderem die Zuschauerzahl bei Veranstaltungen im Freien einschließlich geimpfter sowie genesener Personen auf maximal 500 beschränkt – auf fest zugewiesenen Sitzplätzen inklusive einer Kontaktdatenerfassung und der Datenspeicherung für vier Wochen.

Stehplätze bleiben grundsätzlich ausgeschlossen.

BFV-Präsident Rainer Koch schimpft über Corona-Regeln: „Allmählich wird es absurd“

„Allmählich wird es absurd“, sagt BFV-Präsident Rainer Koch. „Es kann niemandem mehr ernsthaft vermittelt werden, warum bei einem Fußballspiel im Freien keine Besucher einzeln um weiträumige Plätze stehen dürfen, dagegen aber bei wissenschaftlich belegtem ungleich höheren Infektionsrisiko in Gebäuden bis zu 1000 Zuschauer zugelassen werden.“

Koch spielt darauf an, dass die Obergrenze in Gebäuden bei Einhaltung des Mindestabstands bei 1000 liege. „Ich gönne den Kulturschaffenden und allen Veranstaltern jeden einzelnen zugelassenen Besucher“, erklärt der BFV-Präsident weiter. Aber dass die Interessen von Millionen Amateursportlern und fußballbegeisterten Kindern „völlig sinnfrei ignoriert werden, ist nicht mehr hinnehmbar“, so Koch, der das Rahmenkonzept „vollkommen widersprüchlich“ nennt.

„Schlag ins Gesicht für alle Fußballvereine in Bayern“ - Faltenbacher pocht auf „überlebenswichtigen“ Aspekt

„Das neue Rahmenkonzept Sport ist ein Schlag ins Gesicht für alle Fußballvereine in Bayern“, ergänzt BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, im Präsidium für den Spielbetrieb zuständig. „Jeder, der einen Bezug zum Amateursport hat, weiß: In jeder Fußgängerzone ist mehr los als etwa bei einem regulären Fußballspiel in der Kreisklasse. Dennoch sind genau diese einzelnen Besucher für viele Vereine überlebenswichtig.“

Bereits Mitte Mai hatte der BFV einen Offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder verfasst. Es ging um die Forderung einer praxisnahen Lösung in der Zuschauerfrage bei Fußballspielen unter freiem Himmel und konkret „die Möglichkeit, ohne besonderes Konzept 100 Zuschauer bei Sportveranstaltungen im Freien zuzulassen (eventuell mit Maske und einfacher Kontaktverfolgung)“.  toh

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