Mario Germek wird die DJK Würmtal auch in der kommenden Saison trainieren. Aller Voraussicht nach tritt er mit seinem Team dann wieder in der Kreisklasse an.
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Vertrauen gerechtfertigt: Coach Mario Germek steht mit der DJK Würmtal auf Platz eins – und darf bleiben. 

Germek schätzt besonders die familiäre Atmosphäre

DJK Würmtal: Mario Germek geht ins vierte Jahr

  • vonTobias Empl
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Mario Germek wird die DJK Würmtal auch in der kommenden Saison trainieren. Aller Voraussicht nach tritt er mit seinem Team dann wieder in der Kreisklasse an.

Planegg – Auf die Frage, ob Mario Germek die Herren I seiner DJK Würmtal auch in der kommenden Saison trainieren werde, antwortet Fußballabteilungsleiter Thomas Gollong ohne Zögern: „Ja. Es bleibt alles beim Alten.“ Seine nicht ganz ernst gemeinte Begründung, warum es mit dem Trainer weitergeht: „Er konnte in den letzten Monaten keinen Fehler machen.“


Thomas Gollong: „Da fehlt sich nichts. Er macht das wirklich super“

Von dem kleinen Spaß abgesehen – Gollong war auch schon von der pandemiebedingten Pause hochzufrieden mit seinem Trainer –, erklärt der Spartenchef: „Da fehlt sich nichts. Er macht das wirklich super.“ Zwar war Germek in seiner ersten Saison als Cheftrainer 2018/19 umgehend aus der Kreisklasse abgestiegen, doch schon damals hatte Gollong deutlich gemacht, dass der Abstieg seiner Ansicht nach auf keinen Fall dem Trainer anzulasten sei. Der fühlt sich bei der DJK ebenfalls wohl. „Ich habe nichts anderes vor und habe mir darüber auch gar keine Gedanken gemacht“, sagt der Coach.

Das nach dem Abstieg in ihn gesetzte Vertrauen konnte er rechtfertigen. Die Mannschaft wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und stand in der auf zwei Jahre in die Länge gezogenen Saison 2019/21 nahezu durchgehend an der Tabellenspitze der A-Klasse 3. Mit einer Bilanz von elf Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage hätte es die DJK ohne Zweifel verdient, wieder in der Kreisklasse anzutreten.


Bei Quotienten-Regelung wäre Würmtals Aufstieg fix

Nach den jüngsten Aussagen des BFV deutet alles darauf hin, dass die laufende Spielzeit abgebrochen wird und es damit streng genommen doch bei einer Saison 2019/20 bleibt – in diesem Jahr fanden schließlich noch keine Spiele statt. Bei einer Wertung mithilfe der Quotienten-Regelung (QR) wäre Würmtals Aufstieg fix. Endgültig aufatmen können Germek und seine Mannschaft aber noch immer nicht. „Ich habe noch nichts gehört“, so der DJK-Trainer, der bereits vor einem Jahr für einen Saisonabbruch plädiert hatte.

Er ist angesichts der Hinhaltetaktik des Verbands zunehmend genervt. Ebenso von angekündigten weiteren Umfragen bei den Vereinen. „Irgendwann müssen sie etwas entscheiden. Ich weiß nicht, auf was sie noch warten, sie reden nur um den heißen Brei herum.“ Dennoch ist Germek optimistisch, dass es zum Aufstieg kommt. „Ich hoffe es sehr. Wir stehen oben und haben fünf Punkte Vorsprung. Und wenn es so weit ist, dann freut es einen nach so langer Zeit auch.“


Mario Germek: „Man hofft und hofft und schaut, was passiert“


Neben dem Aufstieg wünscht sich Germek, dass sich die Sehnsucht nach einer Rückkehr auf den Rasen in absehbarer Zeit erfüllt. „Man hofft und hofft und schaut, was passiert“, sagt er dazu nur. Die Gefahr, dass angesichts der langen Pause einige seiner Spieler die Schuhe an den Nagel hängen, schätzt er als eher gering ein: „Ich habe schon mit fast allen telefoniert, die ziehen voll mit.“ Nach dem sehnlich erwarteten Aufstieg und der langen pandemiebedingten Fußballpause will sich wohl niemand die Belohnung nehmen lassen.

Germek, der zuvor beim SV Laim die Damenmannschaft trainiert hatte, geht also voraussichtlich in sein viertes Jahr als Trainer im Würmtal; wenn auch pandemiebedingt erst in seine dritte Saison. Bei der DJK ist er heimisch geworden – und nicht nur er selbst. Seit gut einem Jahr ist seine Frau Josipa Jugendleiterin. Mario Germek schätzt an der Georgenstraße besonders die familiäre Atmosphäre: „Es herrscht kein so großer Druck. Außerdem sind die Hierarchien flach, man hat auch als Trainer Mitspracherecht. Es ist eine sehr gute Zusammenarbeit.“

(TOBIAS EMPL)

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