+
Ordentlich Brisanz steckt im Planegger Derby zwischen der Reserve des SVP und der DJK Würmtal. Planeggs Coach Andreas Budell (l.) könnte mit einem Punkt gut leben, für Mario Germek wäre ein Unentschieden zu wenig.

Keller-Derby um den Ligaverbleib

DJK Würmtal will im Abstiegs-Duell gegen SVP II Chance auf Klassenerhalt wahren

  • schließen

Die einen wollen den Klassenerhalt eintüten, die anderen ihre Chance darauf zumindest wahren: In den vergangenen Jahren gab es selten ein Derby zwischen SV Planegg-Krailling II und DJK Würmtal, in dem es um so viel ging.

Mehr Derby-Atmosphäre geht nicht. Keine anderen Vereine liegen sich so sehr auf der Pelle wie SV Planegg-Krailling und DJK Würmtal. „Es ist nur ein Zaun dazwischen“, sagt Mario Germek. Zum Leidwesen des DJK-Trainers marschieren die beiden Vereine nach ihrem Abstieg auch in der Kreisklasse 3 gemeinsam der A-Klasse entgegen. In der Tabelle trennen sie nur zwei Plätze und sechs Punkte. Allerdings haben die Würmtaler mit 16 Zählern und Rang zwölf die deutlich schlechtere Ausgangsposition. Entmutigen lässt sich Germek dadurch nicht. „Wir haben noch neun Punkte, die offen sind.“

Die drei Zähler, die es im Derby am Sonntag beim SVP zu verdienen gibt, können für das Wohl und Wehe der Kontrahenten entscheidend sein (15 Uhr, Hofmarkstraße). Der Planegger Reserve genügt ein Unentschieden, um am drittletzten Spieltag den Klassenerhalt klar zu machen. Zwar würde der Vorsprung auf den Konkurrenten weiter sechs Punkte betragen, doch der direkte Vergleich gäbe den Ausschlag für den SVP, der das Hinspiel mit 6:1 gewann. Abgestiegen wäre die DJK aber noch nicht, da sich der TSV Großhadern II in Reichweite befindet. Aber auch hier können die Würmtaler nur hoffen, dass der Tabellenelfte in den abschließenden drei Begegnungen noch seinen Vorsprung von vier Punkten verspielt.

Unmöglich ist das nicht. „So lange es rechnerisch noch drin ist, geben wir nicht auf“, so Germek, wenngleich seiner Elf im Saisonfinale die Luft auszugehen scheint. Drei Pleiten in Serie dämpften zuletzt die Euphorie, die nach der furiosen Aufholjagd entstanden war. Bei der jüngsten 1:5-Pleite unter der Woche beim FC Espanol verlor die DJK obendrein Dominik Glückschalt nach einer Roten Karte. „Ich habe mir noch keinen Kopf darüber gemacht, wer spielt“, sagt Germek.

Auch die Bilanz der Planegger ist abstiegsverdächtig. Nur ein Sieg glückte den Blau-Schwarzen in den vergangenen sechs Partien, ansonsten hagelte es ausschließlich Niederlagen. Wie sein Kollege muss auch Andreas Budell improvisieren, um eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzubekommen. Unterstützung kommt wie fast immer aus der A-Jugend. „Wir wollen das Ding einfach gewinnen“, meint der SVP-Coach nüchtern. Immerhin ist die Ausgangsposition seines Teams komfortabler, da es in der Hinrunde hin und wieder punktete. Sonst schenken sich die beiden Rivalen nicht viel. Es ist eben nur ein Zaun, der zwischen ihnen liegt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Max Reid: „Er war ein Wunschkandidat von mir“
Maximilian Zgud übernimmt ab dem 1. Juli die Reserve des TSV Neuried. Er löst damit Tobias Rehse ab, der das Amt interimsweise übernommen hatte.
Max Reid: „Er war ein Wunschkandidat von mir“
TSV Neuried präsentiert neuen Trainer für Kreisliga-Mannschaft: 29-Jähriger kommt vom TSV 1860 München
Der TSV Neuried II hat für Interimstrainer Tobias Rehse einen Nachfolger gefunden. Dieser ist noch bis Juni Coach im Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 München.
TSV Neuried präsentiert neuen Trainer für Kreisliga-Mannschaft: 29-Jähriger kommt vom TSV 1860 München
„Lange genug zu Hause gesessen“: Fußball-Vereine aus dem Würmtal schicken erste Teams zurück auf den Rasen
Die Fußball-Vereine aus dem Würmtal nutzen großteils die Chance, unter Auflagen zu trainieren. Ein Überblick, wer nach der Corona-Pause schon wieder kickt.
„Lange genug zu Hause gesessen“: Fußball-Vereine aus dem Würmtal schicken erste Teams zurück auf den Rasen
„Das ist kein Fußball“ und „Gut gemeint, schlecht gemacht“: Klubs im Würmtal sehen Trainingserlaubnis auch kritisch
Auch die Fußball-Vereine im Würmtal dürfen theoretisch und unter Auflagen wieder kicken. Zwar freuen sie sich, wieder einen Ball am Fuß zu haben, aber es gibt auch …
„Das ist kein Fußball“ und „Gut gemeint, schlecht gemacht“: Klubs im Würmtal sehen Trainingserlaubnis auch kritisch

Kommentare