Alles gegeben haben die Nachwuchskicker des Gautinger SC (in Blau) gegen die Ausnahmekönner aus den Bundesliga-Talentschmieden. Das Duell mit dem FC Bayern ist für die Gautinger stets ein besonderer Höhepunkt.
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Alles gegeben haben die Nachwuchskicker des Gautinger SC (in Blau) gegen die Ausnahmekönner aus den Bundesliga-Talentschmieden. Das Duell mit dem FC Bayern ist für die Gautinger stets ein besonderer Höhepunkt.

FC Bayern München blieb direkt in der Vorrunde auf der Strecke

Wolfram von Rhein: „Die Gegner waren einfach viel zu stark“

Bayern München, TSV 1860 München, Reed Bull Salzburg und viele mehr waren zu Gast beim 19. Webasto-Mini-Cup in Gauting. 

VON CHRISTIAN HEINRICH

Gauting – Glücksmomente für die Buben des Gautinger SC waren beim 19. Webasto Mini-Cup rar gesät. Dass der Gastgeber jedes Mal als krasser Außenseiter in sein hochkarätig besetztes Jugendfußballturnier geht, ist allen klar. Die U10-Kicker von der Würm kämpften jedoch tapfer und freuten sich, als Jayson Schatz gegen Red Bull Salzburg und Simon Graf gegen die SpVgg Greuther Fürth jeweils der Ehrentreffer gelang. „Die Gegner waren einfach viel zu stark“, räumte Wolfram von Rhein verständnisvoll ein. Der Turnierchef konnte in diesem Jahr den gut 200 Zuschauern ein ungeheuer ausgeglichen besetztes Feld bieten. In jeder der beiden Fünfer-Gruppen blieb die Entscheidung bis zum letzten Spiel offen, wer ins Halbfinale einzieht.

Die Überraschung war groß, dass in Gruppe A mit dem FC Bayern München gleich der Titelverteidiger auf der Strecke blieb. Die Roten hatten mit 19 Toren zwar die meisten in ihrer Gruppe erzielt, am Ende hatten jedoch sowohl der SSV Ulm 1848 als auch Salzburg mit jeweils acht Punkten einen Zähler mehr auf dem Konto als die Bayern. Für Spannung war auch in Gruppe B gesorgt, in der der FV Löchgau die Konkurrenz aus den Bundesliga-Vereinen abkochte. Der Qualifikant aus Baden-Württemberg hatte am Ende zwar nur ein Torverhältnis von 7:7 und dazu sieben Punkte auf dem Konto, die aber reichten für Platz eins in der Tabelle. Denn die entscheidende Partie gegen die SpVgg Unterhaching, die ebenfalls auf sieben Zähler kam, hatten die Schwaben für sich entschieden. Während die Außenseiter das Ticket für die Vorschlussrunde buchten, reichte es für die Münchner Löwen nur zu Platz drei in der Gruppe. Hinter ihnen mussten sich die Nachwuchsfußballer des 1. FC Nürnberg und des FC Augsburg einordnen.

Im Halbfinale ging den Löchgauern die Kraft aus, und sie zogen mit 0:4 gegen Salzburg den Kürzeren. Spannender verlief die zweite Partie zwischen Ulm und Unterhaching. Da es nach regulärer Spielzeit 3:3 gestanden hatte, mussten die beiden Kontrahenten ins Achtmeterschießen, in dem sich die Hachinger knapp mit 3:2 durchsetzten. Diese Einlage bescherte der SpVgg womöglich den entscheidenden Erfahrungswert für das Endspiel. Denn auch hier stand es zwischen den Münchnern und den Bullen aus Salzburg nach zwölf Minuten Unentschieden – 2:2. Bis die Entscheidung um den Turniersieg fiel, waren 16 Schützen beim Achtmeterschießen angetreten. Am Ende waren die Hachinger mit 10:9 die Glücklicheren und holten erstmals den Titel.

„Es war ein unglaubliches, noch lange erinnerungswürdiges Turnier“, schwärmte von Rhein. Der Organisator wird sich schwer überlegen müssen, ob er bei so viel Klasse nicht doch seine Pläne überdenkt, die Leitung des Turniers in ein paar Jahren in andere Hände zu übergeben.

Die Platzierungen

1. SpVgg Unterhaching, 2. Red Bull Salzburg, 3. SSV Ulm 1846, 4. FV Löchgau (Qualifikant), 5. FC Bayern München, 6. TSV 1860 München, 7. SpVgg Greuther Fürth, 8. 1. FC Nürnberg, 9. FC Augsburg, 10. Gautinger SC (Gastgeber)

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