Erneut hilflosvor dem Tor

Der TSV Gräfelfing muss sich wohl an den Abstiegskampf gewöhnen. Nach dem 1:4 gegen den TSV Solln steckt der Vizemeister der Bezirksliga Süd wieder tief im Tabellenkeller.

von Fabian Herrmann

Gräfelfing - Nach dem Trainerwechsel glaubte man in Gräfelfing dank zwei Siegen unter Thomas Würstl schon an den Aufschwung. Dem 1:4 gegen Geretsried aus der Vorwoche folgte nun aber in Solln erneut ein herber Rückschlag, der die Gräfelfinger weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz rangieren lässt.

"Die ganze Mannschaft hatte einen rabenschwarzen Tag, von Nummer eins bis Nummer 15", sagte Würstl. Es begann nach fünf Minuten: Die TSV-Fußballer waren noch gar nicht richtig auf dem Platz, da lagen sie bereits 0:1 zurück. Noch war die Partie zu retten. Als der Schiedsrichter nach 15 Minuten einen Handelfmeter zugunsten der Gäste pfiff, sah es sogar richtig gut aus. Damir Erlic, der in letzter Zeit die Freude am Tore schießen entdeckt hat und mit mittlerweile sechs Treffern zum besten Gräfelfinger Schützen avancierte, verwandelte auch glatt zum Ausgleich.

Noch in den Jubel hinein machten sich die Hausherren vom Anstoß weg auf zur Gegenoffensive und kamen nicht einmal eine Minute nach dem Ausgleich zur erneuten Führung. Ein Tor, dass den Gräfelfinger Trainer auf die Palme brachte. "Den Jubel werden sie morgen spüren", versprach er nichts gutes für das Montagstraining seiner Schützlinge.

Neben dem uncleveren Auftreten beim 1:2 hat Würstl aber ein viel gravierenderes Problem seiner Mannschaft ausgemacht: "Wir können einfach keine Tore schießen."

Daran änderte auch seine personelle Umstellung nichts. Für Ike Odemenam, der in den vergangenen Wochen erfolglos sein Glück versuchen durfte, lief diesmal Noureni Issifou auf, brachte aber auch nichts Zwingendes zustande. Auch Markus Kolbeck, der deutlich offensiver positioniert war als zuletzt, konnte im Angriff kaum Akzente setzen, fehlte dafür aber in der Abwehr. Noch vor der Pause kassierten die Gäste das vorentscheidende 1:3. In einem relativ ereignisarmen zweiten Durchgang machten die Sollner in der 55 Minute mit dem 4:1 alles klar.

Trainer Würstl war enttäuscht: "Es werden einfach die Aufgaben nicht umgesetzt, da muss man sich bei dem ein oder anderen Gedanken machen."

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