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Abschluss der „Münchner Wochen“: TSV Neuried bei beim FC Hertha - Pösl im Aufwind

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Fühlt sich pudelwohl beim TSV Neuried: Neuzugang Roman Pösl (am Ball) kam vom FC Neuhadern.
Fühlt sich pudelwohl beim TSV Neuried: Neuzugang Roman Pösl (am Ball) kam vom FC Neuhadern. © Walter Wohlrab

Vor dem Auswärtsspiel des TSV Neuried beim FC Hertha München ist Trainer Maximilian Zgud voll des Lobes über die Mentalität seiner Mannschaft.

Neuried – Sollte der TSV Neuried auch am Sonntag beim FC Hertha München gewinnen (14.30 Uhr, Höglwörther Straße), wäre es der perfekte Abschluss der „Münchner Wochen“ für den Bezirksligisten. In den bisher vier aufeinanderfolgenden Partien gegen Mannschaften aus der Landeshauptstadt blieben die Grün-Weißen ungeschlagen, bis auf das unglückliche 2:2 gegen die SpVgg Haidhausen gingen sie jedes Mal als Sieger vom Platz.

Maximilian Zgud, der in Abwesenheit von Josip Hrgovic (Urlaub) allein die Einheiten leitet, versprüht Zuversicht, dass am Sonntag der nächste Dreier gelingt. „Die Mannschaft hat super gearbeitet, es war ordentlich Zug im Training“, so der 30-Jährige. „Uns erwischt zurzeit auch etwas das Thema Urlaub, aber wir haben einen großen Kader und können es auffangen.“ Nicht da sind Angreifer Thomas Maier, Mittelfeldspieler Alpay Uslu, Ersatztorhüter Luka Pelke und die beiden Außenverteidiger Nikola Sirovec und Alexander Greisel. Da mit Florian Hessenberger noch ein weiterer Außenverteidiger verletzt fehlt, könnte es auf der defensiven Außenbahn eng werden. Zgud beschwichtigt jedoch: „Auf dieser Position haben wir keinen Mangel. Marko Ralic steht uns zur Verfügung, und Tobias Nitzl hat dort auch schon sehr oft gespielt.“

Wer auch immer auf dem Platz steht – ein Unentschieden wäre eine Überraschung. Denn für Gegner Hertha gab es in dieser Saison nur zwei Optionen: einen deutlichen Sieg oder eine klare Niederlage. Nach zwei Auftaktpleiten gegen den SC Pöcking-Possenhofen (0:3) und den BCF Wolfratshausen (0:4) legten die Münchner, bei denen mit Luis Niedermeier seit Saisonbeginn ein neuer Trainer an der Seitenlinie steht, den Schalter um. Der TSV Großhadern wurde mit 4:1 nach Hause geschickt, beim kriselnden FC Kosova gelang in der vergangenen Woche sogar ein 8:0-Erfolg. „Sie mussten sich wie viele Mannschaften wahrscheinlich erst einmal finden“, vermutet Zgud.

Unabhängig vom Gegner ist dem TSV-Coach wichtig, dass seine Mannschaft stets die richtige Mentalität an den Tag legt. In diesem Bereich sah Zgud, der immer wieder davon spricht, im Spiel gegen den Ball „eklig zu sein“, bei seinem Amtsantritt noch Steigerungspotenzial – und sieht sich spätestens nach dem 1:0-Arbeitssieg gegen den SVN München, nur wenige Tage nach dem „Nackenschlag“ (Zgud) beim 2:2 gegen Haidhausen, bestätigt. „Das kann uns Auftrieb geben. Auch einige der Spieler haben anschließend gesagt, das Spiel hätten sie vielleicht vor ein, zwei Jahren noch verloren“, berichtet der TSV-Coach.

Die richtige Mentalität weist laut seinem Trainer auch Neuzugang Roman Pösl auf, der gegen den SVN mit seinem Siegtreffer zum Matchwinner avancierte und gegen Hertha voraussichtlich erneut in der Startelf stehen wird. „Er geht viele Wege in die Tiefe und arbeitet 90 Minuten“, lobt ihn sein Trainer. Der 20-Jährige, dessen jüngerer Bruder Marius ebenfalls in Neuried spielt, hat seinen Wechsel vom Kreisligisten FC Neuhadern alles andere als bereut. „Ich habe mich sehr gut eingefunden. Wir haben eine junge, geile Mannschaft und ein tolles Trainerteam“, so Pösl. Er selbst möchte nach einer Phase, in der wegen Verletzungen und Studiums der Fußball etwas in den Hintergrund gerückt war, wieder richtig angreifen. „Ich komme immer besser rein, und nach meinem Tor bin ich jetzt so richtig angekommen“, sagt der Neuzugang. Für die Saison hat er sich vorgenommen, dem Team mit möglichst vielen Toren und Vorlagen zu helfen. Vielleicht ja erneut am Sonntag.

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