Eine „Riesenbegeisterung“ hat Pentenrieds Trainer Franz Möhwald bei seinen Spielern ausgemacht.
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Eine „Riesenbegeisterung“ hat Pentenrieds Trainer Franz Möhwald bei seinen Spielern ausgemacht.

Neu-Trainer Franz Möhwald löst Riesenbegeisterung beim TSV Petenried aus

Franz Möhwald: „Mittelfristig mindestens Kreisklasse“

  • vonTobias Empl
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Um 19.30 Uhr ist bei den Fußballern des TSV Pentenried offizieller Trainingsbeginn. Ganz so genau nahm man es beim Tabellensiebten der A-Klasse 2 damit aber offenbar nicht immer.

Pentenried – „Bei meinem ersten Training waren um 19.30 Uhr gerade einmal fünf Spieler auf dem Platz. Ein paar Minuten später sind dann langsam alle eingetrudelt“, erinnert sich Franz Möhwald, der in der Winterpause das Traineramt vom aus privaten Gründen zurückgetretenen Daniele Rachella übernahm.

Franz Möhwald führt Disziplin ein

Für den 59-jährigen Pentenrieder war dieser Zustand nicht tragbar. Für ihn steht fest: „Es geht nur mit Disziplin.“ Dazu zählt er auch eine ordentliche Spielvorbereitung. „Alkohol hat auf dem Fußballplatz nichts verloren“, stellt Möhwald klar. Inzwischen sieht er sein Team auf einem guten Weg. „Zehn Minuten vor Trainingsbeginn sind jetzt immer schon 20 Leute auf dem Platz“, erzählt der neue Coach, der bei seinen Spielern eine „Riesenbegeisterung“ ausgemacht hat. Ab und zugebe es zwar noch Spieler, die auf dem Platz nach einer Ansage des Trainers nachmaulten, aber „nach zehn, 15 Liegestützen“ habe sich das schnell erledigt.

Mit Ferdinand Leitl vom TSV Gilching-Argelsried haben die Pentenrieder einen offiziellen Rückkehrer zu verzeichnen. Darüber hinaus ziehen aber noch einige weitere Spieler in der Vorbereitung mit, die man zuvor eher selten auf dem Trainingsplatz gesehen hatte. „Etwa acht Spieler kamen aus ihren Löchern. Es hat sich offenbar herumgesprochen, dass das Training Spaß macht“, sagt Möhwald. Von reinen Konditionseinheiten in der Vorbereitung hält er nämlich wenig. „Wir trainieren zu 95 Prozent mit Ball. Die Spieler merken gar nicht, wie viel sie laufen“, erklärt der TSV-Coach lachend.

Leistung erst bei 40 Prozent

Während er sein Team in puncto Disziplin schon bei 80 Prozent des Idealzustands sieht, taxiert er das Leistungsvermögen insgesamt aber erst bei gut 40 Prozent – es ist also noch viel Luft nach oben. Seit Beginn der Vorbereitung wurde vor allem am Abwehrverhalten gearbeitet, der Feinschliff in der Offensive soll in den verbleibenden Wochen bis zum Punktspielstart am 22. März beim TSV Gernlinden erfolgen. „Nach vorne kommt noch zu wenig“, weiß Möhwald. Bisher haben die Römerfelder in der Vorbereitung ein 2:2-Unentschieden gegen A-Klassist TSV Tutzing und eine 0:1-Niederlage gegen die zweite Mannschaft des TSV Gilching-Argelsried (Kreisklasse) zu verzeichnen. Am Sonntag steht die Generalprobe gegen die Reserve des SV Waldperlach an, die als Tabellenführer der Münchner A-Klasse 5 um den Aufstieg in die Kreisklasse kämpft.

„Mindestens Kreisklasse“

Träume vom Sprung nach oben sind für Pentenried angesichts von bereits zwölf Zählern Rückstand auf die punktgleichen Spitzenteams FC Puchheim und TV Stockdorf in dieser Saison kaum realistisch. Trotz aller Aufbruchstimmung übt sich Möhwald in Zurückhaltung. Er stellt klar: „Wenn wir auf unserem jetzigen Tabellenplatz bleiben, wäre ich zufrieden.“ Der Abstand auf die Abstiegsränge ist ebenso groß wie der auf die vorderen Plätze, die akute Gefahr eines Absturzes in die B-Klasse besteht also auch nicht. Gemütlich machen möchte man es sich jedoch auf Dauer nicht im A-Klasse-Mittelfeld. Für Möhwald ist klar: „Mittelfristig gehört der Verein mindestens in die Kreisklasse.“

Vorbereitungsplan

Testspiele: TSV Pentenried – TSV Tutzing 2:2, TSV Pentenried – TSV Gilching-Argelsried II 0:1, TSV Pentenried – SV Waldperlach II (Sonntag, 15. März, 14 Uhr)

Erstes Ligaspiel: TSV Gernlinden – TSV Pentenried (Sonntag, 22. März, 15 Uhr)

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