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Ricky Goller vom DJK Pasing spielt in der Beachsoccer-Nationalmannschaft

Goller will Beachsoccer-Team in Pasing gründen

DJK Pasing - Wann immer Ricky Goller mit der deutschen Beachsoccer-Nationalmannschaft im Fernsehen zu sehen ist, drücken die Fußballer der DJK Pasing im Vereinsheim die Daumen.

DJK Pasing - Wann immer Ricky Goller mit der deutschen Beachsoccer-Nationalmannschaft im Fernsehen zu sehen ist, drücken die Fußballer der DJK Pasing im Vereinsheim die Daumen. Jetzt will der 24-Jährige Strandfußball an der Agnes-Bernauer-Straße etablieren.

Goller ist ein Kind der DJK Pasing. Das Vereinsgelände liegt nur 500 Meter von seinem Elternhaus entfernt. Mit sechs Jahren trat er dem Verein bei, begann in der F2-Jugend seine Karriere als Fußballer und spielt heute mit der ersten Herrenmannschaft in der Bezirksliga Süd. Als er 2010 nach dem Abitur zum Sportmanagement-Studium nach Köln ging, blieb er der DJK treu, konnte aber nicht an jedem Spieltag anreisen. Vergangenen Sommer ist er nach München zurückgekehrt, mit jeder Menge neuer Ideen im Kopf.

Goller lernte in Köln Futsal kennen, die südamerikanische Variante des Hallenfußballs, die sich auch in Deutschland zunehmend durchsetzt. Er nahm mit der Universitätsmannschaft an Universiade und Hochschul-Europameisterschaft teil, wurde mit den Futsal Panthers Köln deutscher Vizemeister. Der Torwart der Panthers, gleichzeitig Keeper der Beachsoccer-Nationalmannschaft, nahm Goller eines Tages mit zu einem Auswahl-Lehrgang. „Ich konnte mich nach und nach in die Mannschaft spielen“, sagt Goller, der im Sand meistens auf dem rechten Flügel unterwegs ist. Als 2013 die German Beach Soccer League gegründet wurde, war Goller als Kapitän der Beach Royals Düsseldorf mit von der Partie.

„Ich sehe in Deutschland ein sehr großes Potenzial für Beachsoccer. Deutschland ist fußballbegeistert und Beachsoccer eine sehr attraktive Variante“, sagt Goller und meint damit nicht nur Cheerleader-Einlagen, Partystimmung und Urlaubsfeeling. „In kürzerer Spielzeit fallen mehr Tore.“ Die Spielzüge an sich seien spektakulärer, „alle drei Minuten ein Fallrückzieher“.

So weit dürften die Pasinger technisch noch nicht sein, doch sie haben sich bereits einen knackigen Namen ausgesucht und auch schon mal trainiert. Die Bavaria Beach Bazis haben die Bronzestatue, die über der Theresienwiese thront, als Bezug zur Landeshauptstadt in ihr Logo aufgenommen. 2015 will Goller wieder in der German Beach Soccer League spielen, diesmal mit den Bazis. „Ich muss nur noch das Anmeldeformular losschicken“, sagt er. Die Verantwortlichen der Beachsoccer-Szene seien mit der Bitte, ihre Sportart in Bayern populär zu machen, an ihn herangetreten. Bisher kam der südlichste Vertreter in der German Beach Soccer League aus Chemnitz.

Die Bazis setzen sich aus Fußballern der DJK Pasing, der Sportfreunde Pasing 03 und aus externen Spielern zusammen. Sie gehören weder zur DJK noch zu den Sportfreunden, sondern stellen die einzige Abteilung der DJK Pasing 03 dar, des Trägerschaftsvereins für die Anlage an der Agnes-Bernauer-Straße. Vorsitzender ist Manfred Schneider, der gleichzeitig der DJK Pasing vorsteht. Als sich Goller mit seiner Beachsoccer-Idee an ihn wandte, lud er ihn zur Jahreshauptversammlung des Trägerschaftsvereins ein. Goller nutzte die Gelegenheit, ein 30-seitiges Konzept zu präsentieren, das so gut ankam, dass die Abteilung gegründet wurde. Die Verantwortung für die Bazis teilt sich Goller, der über eine Übungsleiter-C-Lizenz-verfügt, mit Alexander Griner, Co-Trainer der Bezirksliga-Fußballer der DJK Pasing. Schneider: „Warum soll man nein sagen zu etwas Neuem. Da schauen 100, 200 Leute zu. Das belebt den Trägerschaftsverein.“

Gespräche mit dem Bayerischen Fußballverband (BFV) verliefen erfreulich. Goller erzählt, dass man offene Türen eingerannt habe mit den Plänen zu Beachsoccer in Pasing. Der BFV habe seine ideelle Unterstützung zugesichert. Das verwundert kaum, schließlich wird Beachsoccer im Masterplan des Deutschen Fußball-Bundes für die Jahre 2013 bis 2016 eigens erwähnt. Die Landesverbände sollen das Angebot ausbauen.

Derzeit arbeitet die DJK Pasing 03 daran, die 750 Euro Antrittsgebühr für die German Soccer League zusammenzubekommen sowie 500?Euro, die als Kaution erforderlich sind. Die gibt es zurück, wenn die Mannschaft an allen Spieltagen teilnimmt. Hinzu kommen die Reisekosten, die bei Spieltagen in Rostock nicht ganz zu vernachlässigen sind. Schneider: „Wir sind am Basteln, wie wir das hinkriegen.“ Parallel dazu laufen die Planungen für einen eigenen Beachsoccer-Platz und die Sponsorensuche. Goller: „Wir versuchen, die Maschinerie ins Laufen zu bringen.“ Die Saison beginnt Mitte Mai, bis dahin bleibt noch Zeit.

Die Bavaria Beach Bazis haben eine eigene Facebook-Seite. Ansprechpartner ist Ricky Goller, Telefon 0176-34?94?38?91. Per E-Mail ist die Beachsoccer-Abteilung der DJK Pasing 03 unter bavariabeachbazis@gmx.de zu erreichen.

 

Nicole Kalenda

Quelle: fussball-vorort.de

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