Entscheidende Szene: Peitings Torwart Thomas Lorenz kommt zu spät und foult Gräfelfings Maximilian Zgud im Strafraum. Der Schiedsrichter pfeift Strafstoß und schickt den Peitinger Schlussmann mit roter Karte zum Duschen.
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Entscheidende Szene: Peitings Torwart Thomas Lorenz kommt zu spät und foult Gräfelfings Maximilian Zgud im Strafraum. Der Schiedsrichter pfeift Strafstoß und schickt den Peitinger Schlussmann mit roter Karte zum Duschen.

Gräfelfing mit Befreiungsschlag im Abstiegskampf

TSV Gräfelfing - Dem TSV Gräfelfing ist ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelungen. Beim 3:1 (1:1) gegen den TSV Peiting überzeugten die Würmtaler kämpferisch. „Wir haben uns immer wieder in die Bredouille gebracht“, sagte Interimscoach Toni Sterr.

Beim 3:1 (1:1) gegen den TSV Peiting musste der TSV in der Tat lange zittern, um den wichtigen Sieg gegen 72 Minuten in Unterzahl spielende Peitinger unter Dach und Fach zu bringen. Nachdem Ramon Adofo in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer markierte, war die Erleichterung bei Sterr groß. „Wir haben gekämpft und an den Sieg geglaubt“, sagte Sterr trotz der spielerisch wenig überzeugenden Vorstellung seines Teams. In der ersten Hälfte erwischten die Gäste die Würmtaler auf dem falschen Fuß.

Nach einer Kerze im eigenen Strafraum herrschte zwischen der Abwehr und Torwart Sebastian Kolbeck Uneinigkeit, weshalb der Schlussmann zu spät aus seinem Tor herauslief. Peitings Manuel Blatt war vor Kolbeck am Ball und köpfte zum 1:0 ein. Nachdem Markus Kaintzyk beim Torabschluss noch geblockt wurde (14.), änderte eine Aktion der Gäste das komplette Spiel. Maximilian Zgud zog in den Strafraum und wurde von Peitings Schlussmann Thomas Lorenz gelegt, der wegen Notbremse die Rote Karte erhielt (18.). Marco Gühl verwandelte den fälligen Strafstoß ins linke Eck zum 1:1 (18.).

Mit einem Mann mehr auf dem Feld agierten die Gräfelfinger etwas selbstbewusster. Doch gegen die nun mit einem Feldspieler im Tor stehenden Gäste sprang kein einziger Schuss auf das Tor heraus. Ramon Adofo zielte aus aussichtsreicher Position drüber (33.) und Kaintzyk zögerte beim Abschluss im gegnerischen Strafraum zu lange (36.). Die Kicker aus dem Landkreis Weilheim-Schongau vergaben eine gute Einschussmöglichkeit (39.).

Nach dem Seitenwechsel kamen die Würmtaler gut aus der Kabine. Einen schönen Steilpass von Kaintzyk verwertete der eingewechselte Benjamin Heinritzi mit einem gefühlvollen Heber über den rausgelaufenen Torwart zum 2:1 (52.). Doch anstatt weiter Druck zu machen, ließ der TSV die Gäste kommen. Kolbeck musste einmal beherzt eingreifen, um den erneuten Ausgleich zu verhindern (53.). Einen erfolgreichen Abschluss bei einem Gäste-Konter verhinderten die Würmtaler im letzten Moment (68.). Auf der Gegenseite verpasste Heinritzi zweimal direkt hintereinander alleine vor dem Tor (68./69.). Adofo sorgte dann nach dem ersten missglückten Versuch (81.) in der Nachspielzeit für die erlösende Entscheidung (90.+3) für Gräfelfing.

von Robert M. Frank

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