Riesige Enttäuschung: Gräfelfings Kapitän Andreas Gries kurz nach Abpfiff.
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Riesige Enttäuschung: Gräfelfings Kapitän Andreas Gries kurz nach Abpfiff.

TSV Gräfelfing muss in die Abstiegsrelegation

TSV Gräfelfing - Das war nichts. Der TSV Gräfelfing zeigte am letzten Spieltag eine ganz schwache Leistung und verlor gegen den TSV Neuried mit 0:3. Damit müssen die Wölfe in die Relegation.

Von Robert M. Frank

Der TSV Neuried feierte nach dem 3:0 (1:0) beim TSV Gräfelfing ausgelassen den Klassenerhalt. Die Spieler tanzten nach dem Abpfiff einen Freudentanz und stießen mit dem einen oder anderen Bier an. Neurieds Trainer Ralf Jaser gönnte sich nach dem Abpfiff eine Nichtabstiegs-Zigarre und freute sich über die starke Leistung seines Teams. „Wenn wir in dieser Form in der ganzen Saison aufgetreten wären, dann wären wir nie hinten reingerutscht.“

Die Gräfelfinger, die durch die Niederlage auf den Abstiegsrelegationsplatz abgerutscht sind, wirkten nachdenklich. „Wir haben das selbst verbockt. Wir waren der Sache nicht gewachsen“, sagte Interimscoach Toni Sterr. Die konzentriert und aggressiver wirkenden Neurieder erwischten in dem Abstiegskrimi den besseren Start. Nach einer Ecke von Florian Kröss war am kurzen Pfosten Yannick Colberg am schnellsten und köpfte das 1:0 (5.).

Die Hausherren wurden nach gut 20 Minuten etwas stärker, zeigten sich aber vor dem Tor eher ungefährlich. Zwei Schüsse von Marco Gühl (14./22.) und ein von Neurieds Torwart Tobias Kernbach gehaltener Schuss von Philip Sterr (34.) blieben die Ausnahme. Die Neurieder Chancen waren hochkarätiger, doch sowohl Matthias Fink aus 18 Metern (28.), Florian Kröss aus kurzer Distanz (31.) als auch zwei Mal Nico Höhne (37./45.) trafen nicht ins Gräfelfinger Tor.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich an der Neurieder Überlegenheit zunächst wenig. Fink zielte knapp rechts daneben (51.), Kröss fand in Kolbeck seinen Meister (55.). Die 63. Minute sorgte dann für den ersten und letzten Höhepunkt der Gastgeber. Nachdem Gühl den Ball nach einer schönen Aktion an die Latte gedonnert hatte (63.), holte sich Mitspieler Maximilian Demme wegen eines absichtlichen Handspiels die gelb-rote Karte ab (63.).

Kurz darauf fing sich der Gastgeber nach einer weiteren roten Karte für Sterr wegen groben Foulspiels (70.) den nächsten Gegentreffer. Kröss sorgte mit dem 2:0 gegen neun Gräfelfinger für die Vorentscheidung (73.), bevor Marius Bernhardt in der einseitigen zweiten Hälfte kurz vor Schluss seine zweite Großchance zum 0:3 nutzte (85.).

Während für die Neurieder die Saison vorbei ist, müssen die Gräfelfinger in die Verlängerung. In den kommenden Tagen steht das erste Relegationsspiel gegen den Zweiten der Münchner Kreisliga 2 an. Die Gräfelfinger, die nach der Partie nachdenklich und leise in der Kabine verharrten, blicken der Relegation anhand der zwei Spielersperren skeptisch entgegen. Jammern wollte Sterr aber nicht. „Jetzt müssen wir unsere Wunden lecken und schauen, mit welcher Mannschaft wir in der Relegation spielen.“ Um die Klasse zu halten, muss der TSV sowohl das erste Relegationsspiel als auch die zweite Partie gegen den Gewinner aus der Begegnung zwischen den beiden Kreisliga-Vizemeistern gewinnen.

Quelle: fussball-vorort.de

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