Das war’s: Gräfelfings Thomas Mayer liegt nach dem Schlusspfiff enttäuscht am Boden.
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Das war’s: Gräfelfings Thomas Mayer liegt nach dem Schlusspfiff enttäuscht am Boden.

Gräfelfing steigt in die Kreisliga ab

TSV Gräfelfing – Beim FC Anadolu Bayern war nach dem Spiel der Jubel groß, beim TSV Gräfelfing saß die Enttäuschung tief.

von Robert M. Frank

Kapitän Andreas Gries lag nach dem Abpfiff trotz des strömenden Regens minutenlang enttäuscht am Boden. Der Grund für die Gräfelfinger Tristesse: die 0:1-Niederlage gegen den türkischen Klub aus Pasing. Der TSV muss nach nur einem Jahr Bezirksliga wieder den Gang zurück in die Kreisliga antreten.

„Wir haben damit nicht gerechnet, das muss ich erst einmal verarbeiten“, sagte Abteilungsleiter Manfred Praßler. Ausgerechnet auf dem Kunstrasenplatz des Lokalrivalen vom SV Planegg-Krailling mussten die Gräfelfinger den bitteren Abstieg hinnehmen. Vor 250 Zuschauern und bei strömendem Regen erwischte der TSV gegen den verhaltenen Kreisliga-Vizemeister den besseren Start. Doch Andreas Gries (9.), Benjamin Heinritzi (12.) und Marco Gühl (23.) trafen für den Bezirksligisten nicht. Auf der Gegenseite setzte Mahmut Öztürk einen Kopfball knapp am Tor vorbei (26.). Kurz vor dem Pausenpfiff machte es dessen Mitspieler Kadir Kilic besser und markierte per Kopf das 1:0 (45.).

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Anadolu zunächst dominanter, doch Cengiz Ötkun zielte zweimal aus aussichtsreicher Position vorbei (49./51.). Erol Balci scheiterte an Gräfelfings Torwart Gabor Kovacs (70.). Gegen am Ende abbauende FC-Spieler wurden die Gräfelfinger mit jeder gespielten Minute stärker. Thomas Maier verpasste nur knapp (64.). Pech hatte wenig später Angelo Gregorio, der nur den Pfosten des Anadolu-Gehäuses traf (72.).

In den Schlussminuten kassierte der TSV eine gelb-rote Karte für Maximilian Demme wegen Meckerns (87.), schmiss aber dennoch alles nach vorne.

Zu größeren Chancen, geschweige denn einem für den Ausgleich bitter benötigten Treffer, reichte es jedoch nicht mehr. Das eine Tor reichte dem FC, um im zweiten Relegationsspiel gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen weiter auf die Bezirksliga hoffen zu dürfen – und um Gräfelfing nach einem Jahr wieder zurück in die Kreisliga zu schicken.

Der Gräfelfinger Abstieg kam nicht völlig überraschend. Bei der im neuen Jahr lediglich zwei Mal erfolgreichen Mannschaft hatten sich zuletzt Turbulenzen gehäuft. Es wird gemunkelt, dass der eine oder andere Spieler den Verein zum Saisonende verlassen wird. Nach dem Rücktritt von Trainer Frank Weber im April (wir berichteten) wurde zum Relegationsspiel Interimstrainer Toni Sterr ausrangiert. Das Gräfelfinger Urgestein, das den TSV seitdem coachte, wurde zwei Tage vor der Relegationspartie von seiner Aufgabe als Trainer entbunden. Sterr konnte das Spiel unter seinem Regenschirm nur als Zuschauer verfolgen. Anstelle Sterrs durfte C-Jugend-Trainer Sascha Cabbar das Relegationsspiel coachen – ohne Erfolg.

Quelle: fussball-vorort.de

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