Viel zu dirigieren gibt es in den kommenden Wochen für Tobias Rehse. Ziel bleibt der Kreisliga-Klassenerhalt.
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Viel zu dirigieren gibt es in den kommenden Wochen für Tobias Rehse. Ziel bleibt der Kreisliga-Klassenerhalt.

Neu-Trainer Rehse will Spaß zurückbringen

Knackpunkt Teamgeist: TSV Neuried II geht Mission Kreisliga-Klassenerhalt mit Spielern aus vier Teams an

  • Michael Grözinger
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Tobias Rehse, der neue Trainer des TSV Neuried II, hat eine knifflige Aufgabe vor sich. Moderieren und dirigieren steht an, um den Kreisliga-Klassenerhalt zu stemmen.

Neuried – Trotz ihrer schlechten Tabellenposition lassen sich die Reserve-Fußballer des TSV Neuried nicht von ihrem Weg abbringen. „Wir bleiben auch in Zukunft bei unserer Philosophie“, sagt Tobias Rehse, der erst seit wenigen Wochen beim Kreisligisten an der Seitenlinie steht. Der TSV verfolgt bei seinen Herrenteams und den älteren Jugendmannschaften den Ansatz des Ballbesitzfußballs.

So spielte Neurieds Zweite vor der Winterpause – damals noch unter dem Trainerteam Hüseyin Sözer/Cenkhan Kabalakli – zwar durchaus gefällig, zu Punkten reichte es jedoch nur in drei von 14 Spielen. Mit lediglich sieben Punkten überwintern die Grün-Weißen folgerichtig auf einem Abstiegsplatz.

TSV Neuried II hält am Saisonziel in der Kreisliga 2 München fest

Der neue Coach hält trotz der schlechten Ausgangsposition (vier Punkte Rückstand auf die Relegationsplätze, neun auf die Nichtabstiegszone) am Saisonziel Klassenerhalt fest. Notfalls müsse dieser wie im Vorjahr über die Relegation erreicht werden. „Das ist realistisch“, sagt Rehse.

Um seine Spieler für den Pflichtspielauftakt 2020 am kommenden Wochenende in die bestmögliche Form zu bringen, setzt der Trainer wie viele seiner Kollegen in der Vorbereitung unter anderem auf Fitness. Seit Anfang Februar stehen die Neurieder wieder auf dem Platz. Auch klassische Spielformen werden dabei regelmäßig trainiert.

Zu eintönig möchte Rehse seine Einheiten, in denen er meist entweder von Davide Taurino oder von Roland Hermann unterstützt wird, nicht gestalten. Dem Coach kommt zugute, dass er im Training in aller Regel auf mehrere Torhüter zurückgreifen und somit Abschlüsse einbauen kann. „Die meisten können ja kicken. Es geht jetzt darum, wieder den Spaß reinzubekommen und einen Teamgeist aufzubauen“, erklärt Rehse.

Trainer Rehse muss aus Spielern von vier Teams eine Mannschaft formen

Den Zusammenhalt zu stärken, dürfte die schwierigste Aufgabe des 32-Jährigen sein. Schließlich muss er Woche für Woche eine Mannschaft aus drei bis vier verschiedenen Teams zusammenstellen. Dem dünnen Kader der Zweiten sollen regelmäßig Spieler aus der üppig besetzten Bezirksliga-Truppe von Trainer Maximilian Reid aushelfen. Rehse möchte auch aus der Dritten vermehrt Spieler einbauen, bei der er gemeinsam mit Hermann ebenfalls als Coach tätig ist. Schlussendlich kommt Taurinos U19 hinzu, aus der allerdings aus Altersgründen nur wenige Junioren überhaupt im Herrenbereich spielberechtigt sind.

Mit der Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung ist Rehse zufrieden. „Wir konnten konstruktiv arbeiten“, teilt er mit. Das liegt auch daran, dass die Übungseinheiten immer mal wieder gemeinsam mit A-Jugend oder dritter Mannschaft zusammengelegt werden, was zugleich den teamübergreifenden Zusammenhalt steigern soll.

Testspiele von TSV Neuried II: ausbaufähig - besonders der Angriff

Die Ergebnisse in den Testspielen waren hingegen noch ausbaufähig: Ein Unentschieden und zwei Niederlagen stehen für die Grün-Weißen zu Buche. Bei der Generalprobe am vergangenen Sonntag gelang dem TSV mal wieder kein eigener Treffer. An der Torgefährlichkeit müssen die Würmtaler in der zweiten Saisonhälfte noch kräftig arbeiten. Nur elfmal durften sie bislang in der Liga jubeln – mit Abstand am seltensten aller Teams.

Lukas Schmitz kann den Neuriedern bei diesem Vorhaben fortan nicht mehr helfen. Der Mittelfeldspieler, der erst vor der Saison zum TSV gestoßen war, zog zurück nach Rheinland-Pfalz. Dafür durfte Rehse zwei externe Spieler im Training begrüßen, die beide neu in München sind und mit einem Engagement in Neuried liebäugeln. Nicht nur quantitativ täte das Duo dem Kreisligisten gut. „Sie wären auf jeden Fall eine Verstärkung“, verrät der Coach. Wenigstens Langzeitverletzte hat er derzeit nicht zu beklagen.

Abstieg wäre kein Weltuntergang - Rehse-Verbleib noch unsicher

Sollte das Projekt Klassenerhalt am Saisonende scheitern, ginge im Sportpark die Welt nicht unter. „Wir haben mit zwei Mannschaften in Bezirks- und Kreisliga ohnehin eine besondere Situation“, sagt Rehse, der noch nicht weiß, ob er über den Sommer hinaus als Trainer weitermacht. „Wir werden uns am Ende der Rückrunde zusammensetzen“, kündigt er an. Bis dahin will der 32-Jährige jedoch alles für den Neurieder Ligaverbleib geben.

mg

Vorbereitungsplan

Testspiele:

TSV Neuried II – FC Fürstenried 1:1

TSV Neuried II – SC München 2:4

TSV Neuried II – FC Weil 0:1


Erstes Ligaspiel:

FT München-Gern – TSV Neuried II (Sonntag, 8. März, 15.30 Uhr)

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