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SVP-Dauerbrenner: Maximilian Hartmann (l.) absolvierte zwölf Spiele über die volle Distanz. 

Das Saisonziel des SV Planegg ist der direkte Aufstieg

Michael Lelleck: „Ich will immer das Maximum“

Derzeit steht der SV Planegg mit nur vier Punkten hinter dem Tabellenführer Großhadern. Planegg Coach Lelleck ist davon überzeugt, dass seine Mannschaft oben dran bleibt.

Das Saisonziel des SV Planegg-Krailling war deutlich formuliert. „Wir wollen diesmal keine Relegation spielen“, hatte Planeggs Trainer Michael Lelleck im vergangenen Sommer gesagt, nachdem seine Fußballer in den Entscheidungsspielen um den Aufstieg an der SpVgg Haidhausen gescheitert waren. Das bedeutete: Nichts weniger als der Meistertitel in der Kreisliga 2 sollte es in der neuen Saison werden, denn nur Platz eins bringt den ersehnten Direktaufstieg.

Dass die Mission Meisterschaft kein Selbstläufer werden würde, war Lelleck dabei klar gewesen. Der SVP-Coach musste im Sommer einen kleinen Umbruch moderieren, nachdem einige Leistungsträger den Verein verlassen hatten. Zwar gab es auch einige starke Neuzugänge an der Hofmarkstraße, aber der Umbruch machte sich auf dem Platz bemerkbar. Nach wechselhaften Leistungen in den Vorbereitungsspielen musste Planegg am ersten Spieltag beim hoch gehandelten TSV Großhadern ran – und verlor völlig verdient mit 0:3. Eine Woche später folgte der nächste Rückschlag. Der SVP kam zu Hause gegen den SV München-Laim nicht über ein 3:3 hinaus. Erst am dritten Spieltag gelang der erste Sieg. Den FC Neuhadern, einen Konkurrenten um die vorderen Plätze, rangen die Blau-Schwarzen mit 2:0 nieder. „Das war extrem wichtig. Nur durch den Sieg gegen Neuhadern sind wir in unseren Lauf gekommen“, sagt Lelleck.

Acht der neun folgenden Spiele gewann der SVP, nur im Derby gegen den TSV Gräfelfing musste sich Planegg mit einem 1:1 abfinden. Die Serie riss erst Ende November. Beim FC Wacker München gab der SVP eine 4:1-Führung aus der Hand und verlor noch 4:6. Ein 4:0-Sieg gegen Schlusslicht SV Akgüney Spor sorgte zum Jahresabschluss für etwas Wiedergutmachung.

Spielerisch glänzten die Planegger nur selten. Stattdessen gab es viele knappe, hart erkämpfte Siege. „Wir schaffen es nicht, einen Gegner dauerhaft zu dominieren. Das wäre an sich schon unser Ziel, aber uns fehlt dafür die Erfahrung“, sagt Lelleck. Zudem wurden die Planegger zwischenzeitlich von einer Verletzungsmisere geplagt. „Beim Spiel in Gern (2:1 für Planegg, Anm. d. Red.) hatten wir keinen einzigen Verteidiger in der Mannschaft, nur Mittelfeldspieler und Angreifer. Wir haben aus der Situation das Beste gemacht“, sagt Lelleck.

Lelleck steht der Hinrunde negativ gegenüber

Trotz der starken Aufholjagd nach dem verpatzten Saisonstart fällt Lellecks Hinrundenfazit eher negativ aus. „Ich will immer das Maximum. Daher bin ich überhaupt nicht zufrieden“, sagt Lelleck. „Mich ärgern vor allem die zwei Unentschieden gegen Laim und Gräfelfing. Die Niederlagen gegen Wacker und Großhadern waren verdient, aber diese zwei Spiele hätten wir gewinnen müssen.“

Vier Punkte ließ der SVP durch die Unentschieden liegen – genauso viele, wie den Planeggern nun auf Spitzenreiter Großhadern fehlen. Der TSV ist immer noch ungeschlagen und aufgrund seiner souveränen Auftritte Favorit im Kampf um die Meisterschaft. „Ich möchte natürlich immer noch Erster werden. Aber es wird ganz schwierig, Großhadern noch abzufangen“, sagt Lelleck, der seiner jungen Mannschaft noch nicht ganz zutraut, ohne Ausrutscher durch die Rückrunde zu kommen. Planegg muss außerdem auch nach hinten schauen. Die DJK Pasing und der FC Neuhadern wollen dem SVP noch den Relegationsplatz streitig machen. „Ich gehe davon aus, dass sie bis zum Ende oben dranbleiben werden“, sagt Lelleck.

Besonders überzeugt haben Lelleck Patrick Ochsendorf, Stefanos Bavas und Sven Krost. Ochsendorf, der im Sommer vom Bayernligisten FC Unterföhring an die Hofmarkstraße zurückgekehrt war, avancierte mit elf Treffern zum Top-Torjäger des SVP. Auch Bavas ist ein Rückkehrer, der sofort einschlug. Im Mittelfeld war der 22-Jährige gesetzt. Als er mal fehlte, wie beim 4:6 bei Wacker, wurde er sofort vermisst. Torhüter Krost erwies sich wie schon in den vergangenen Jahren als sicherer Rückhalt und hielt dem SVP einige Punkte fest. Außerdem lobt Lelleck Maximilian Hartmann. „Er hat sich vom Kopf her weiterentwickelt.“ Mit zwölf absolvierten Partien über die volle Distanz war Hartmann der Dauerbrenner des SVP in dieser Hinrunde, gemeinsam mit Ochsendorf, der ebenfalls 1080 Minuten auf dem Platz stand.

Bilanz der Hinrunde

Saisonziel: Meisterschaft (nicht im Soll)

Ziel für die Rückrunde:Meisterschaft

Bester Torschütze:Patrick Ochsendorf (11 Tore)

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